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Australien I ´07



Welcome to Australia
                          

Australien Teil 1 

7.8.07

Welcome to Australia, hieß man mich am Immigrationcheck willkommen.

Das Land, in dem ich 1961 auf der Welt kam, ein erhabenes Gefühl überkam mich.
Die Ausreise von Easttimor, am 7.8.07 Dienstach morgens hatte einen sauren
Beigeschmack, da ich um 6:50Uhr kein Taxi kriegen konnte, lief ich die 2 Km zu
Fuß. Am Airport, zur Einfahrt an einem Kreisverkehr mit einem Monument spielte
sich eine Straßenschlacht von Einheimischen und UN Fahrzeugen ab, alle
Fahrzeuge wurden mit Steinen beschmissen, das auffahrende Militär, blieb auf
Distanz, es wurde nicht geschossen, aber die Einheimischen zogen sich mit
Schimpfworten zurück,
diesen Moment nutzte ich um an der äußersten Rechten Seite an diesem
aufgemischten Unruhestifter Volk vorbei zugehen, man beachtete mich gar nicht,
es wurde tags zuvor ein neues Parlament gegründet in Osttimor, am
Airportterminal herrschte eine unruhige Atmosphäre, viel Militär und andere Polizei,

hielt dort ihre Präsenz aufrecht,
es blieb ruhig, der Flug ging pünktlich los, der Airport, voll mit Hubschraubern und
UN Flugzeugen, das Terminal in einem schmutzigen halbwegs verlassen
aussehenden Gebäudetrakt untergebracht, eine Mystische Stimmung lag über
diesen Ort.

Der Flug von etwa 2Stunden brachte mich zurück in die wirkliche Zivilisation, keine
Belästigungen, Verkaufsversuche, nette Menschen, die mein Englisch verstehen,
alles sauber und sehr, sehr ruhig, nach über einem Jahr in Südostasien, der
Schock über die Preise, die ähnlich wie in Deutschland sind, hatte ich schon in
Osttimor am eigenen Leib erfahren, dort war eben alles in UsDollar, hier in
Australischen Dollar,1 Eumel sind etwa 1,60 Austr. Dollar,
der Sprit kostet 1,36 A.-Dollar, etwa 1 Euro. (Darwin) Das Reisen in Südostasien
war billig für mich, in aller Hinsicht, jetzt zahlte ich alleine für die Nacht in einem 12
Bett Zimmer ,23 Austr. Dollar, damit kam ich in Asien 3-4 Nächte aus, ab jetzt wird
das Reisen teuer wie in Europa. Es ist aber auch alles zu bekommen, das Motorrad
kommt aller Voraussicht erst am Sonntach, den 12.8.07 hier in Darwin an, ich hoffe
das es am Montach dann aus dem Zoll und die Quarantäne kommt, ohne Fahrzeug
bin ich hier, in diesem weitläufigen Land aufgeschmissen,
meine Erkundungen mit dem Bus, wo ich einen neuen Vorderreifen und neue
Öldruckschläuche für den Ölkühler bekomme, habe ich in Erfahrung gebracht, dies
werden meine ersten Schritte sein, um das Krad für hier Fit zu machen. Mein
Kochgeschirr wird vervollständigt, dann geht es ab ins Outback, zelten und
Selbstverpflegen, bringen das Budget auf ein einiger- maßen erträgliches Level
von etwa 50 Dollar pro Tag, incl. Benzin, hoffe ich?

Die Kimberleys in Nord-West-Australien, werden meine erste Station, dort konnte
ich in 2001, bei meinem letzten Australienbesuch, der Regenzeit wegen nicht
hinein, dann Bungle Bungle, eine Bienenwaben Felsformation ebenfalls im
Kimberley Gebiet, danach die Tanami Piste nach Alice Springs, den Odnadatta
Track, Kangaroo Island Tasmanien wird auch noch bereist, dann werde ich eine
längere Pause in Queensland, bei meinen Geschwistern einlegen, bevor es nach
Neuseeland weitergeht und evtl., nach Cape York Peninsula, nach der Regenzeit,
in 2008.

Nach Aussage von Perkins Shipping in Darwin, ist mein Mopped am 13.8., Sonntach
im Container entladen worden, nach deren Aussage soll ich am Mittwoch,15.8.07,
weil dann alles vorbereitet ist und die Quarantäne wohl abgeschlossen, bei dem
Frachtbüro erscheinen, danach zum Zoll, das Carnet abstempeln lassen und die
schauen sich dann das Krad an ob es sauber ist, wenn ich Glück habe bekomme ich
es am Mittwochnachmittag ausgehändigt. Mir wird die Wartezeit hier zu lang,
da ich Darwin und den nahe gelegenen Kakadu Nationalpark schon von einer Reise
zuvor kenne, weiß ich nicht, was ich hier noch erledigen kann, es ist im Backpacker
mit 23 A.-Dollar im 12 Bett Zimmer, die Nacht zu teuer, trotz Selbstverpflegung
und wenig Bier komme ich hier auf etwa 50A-Dollar pro Tag, incl. der
Neubeschaffung von einigen Reiseutensilien
.
Ich eröffnete ein Konto bei der ANZ Bank, um Gebühren für das ständige
Geldziehen mit meiner EC-Maestro Karte von den ATM's zu sparen. Nach einer
Woche Darwin stellte ich fest, das ich etwa soviel Geld wie in drei Wochen Asien
ausgegeben habe, dies schröpft meine Reisekasse sehr, in Zukunft muss ich drauf
achten was ich hier verzehre, Bier und Wein sind hier teuer, aber mit einen 2 Liter
Weinbehälter, komme ich mehrere Tage aus, während 6 Flaschen VB Bier in ein
paar Stunden weg sind, der Wein kostet 11 A-Dollar und das Bier 15A-Dollar,
sobald ich unterwegs bin, wird gezeltet, wild und alle paar Tage auf einen
Campingplatz zum Wäsche waschen, ect. selbst kochen is angesagt und macht
auch Spaß in der Natur Australiens.

Die Temperaturen sind einigermaßen erträglich, bis Ende Oktober ist noch die
Trockenzeit und alle Pisten befahrbar, bis dahin habe ich einige tausend Kilometer
unberührte Natur mit wenigen Menschen vor mir. Nach Asien ein lang gehegter
Wunsch von mir, die Australier lassen einen in Ruhe, sind aber extrem Hilfsbereit
wenn man Hilfe oder Fragen beantwortet haben will, bzw. braucht.
Der Aussie-Slang ist für mich ungewohnt, muss genau hinhören was sie sagen,
sonst verstehe ich nur die Hälfte, aber wenn sie merken, das ich Europäer bin,
stellen sie sich um und sprechen für mich ein verständnerisches Englisch.
Heute am Freitach, 17.8.07, das Moped bekam ich am Do.,16.8.,aber es lief etwas
anders mit der Qurantaene und dem Zoll, nachzulesen bei
www.Motorradkarawanne.de,
Folgekosten von 100 Aussiedollar, etwa 60 Euel kamen auf mich zu, nun mussten
einige Sachen erledigt werden, Vorderreifen und Öldruckschläuche wechseln,
Vergaser checken und das Ventilspiel, bevor es ins Outback geht, ebenfalls
aufrüsten des Equipments und der Küche, nichts wurde ausgelassen denn das
Outback kennt keine Gnade,
ich bewege mich nur auf sicheren häufiger Frequentierten Tracks, die BMW ist auch
nich für sandige Strecken mit all ihrem Gewicht ausgelegt und Wasserdurchfahrten
auf eine maximale tiefe von 50cm+, begrenzt.

Die Menschenrasse Backpacker, ist nich dasselbe wie vor 20ig Jahren, Der Backpacker, die einheimischen Reisenden, meist kommen sie in die Dormitry, Gepäck in die Ecke, Alk raus und saufen, manche sitzen  4Tage rum und saufen nur, ich fragte mich, oft was ist das für ein Reise-, Leben dann andere, kommen rein erzählen ihre halbe Lebensstory und wie gute Arbeiter sie sind, am Abend auch wieder Party und saufen, andere arbeiten morgens bis Nachmittag, duschen, eine Stunde ablegen, mampfen und ebenfalls gucken was abgeht, saufen, Weiber, Party, Mucke, aber sie alle klagen dass, das Geld vorn und hinten nich ausreicht. Schlafen ist die kurze leider nich zu umgehende schlechte Eigenschaft eines 24 Stunden Tages, sie würden alle darauf verzichten, wenn der Körper ohne auskommen könnte. Es geht in den Backpackern nur um Partys und Leute kennen lernen, Frauen, Männer, die touristischen Sachen interessieren kaum, überwiegend junges Volk von 19-30 Jahre, die Ausnahmen von älteren sind selten, sie haben nich die Ausdauer für diesen Lifestyle, mich würde interessieren was aus diesen Menschen in 20ig Jahren wird, bzw. geworden is.

Für mich nichts mehr, unser 12er Zimmer sieht nach drei Tagen aus wie ein Kamplager, Klamotten überall, Vollgekotze, und ein Geruch der kaum auszuhalten is, viele, sprühen statt zu waschen, ein Duft der morgens durch die Bude geht, ein Haufen von Müll bleibt zurück, liegengelassener Schmutzwäsche, vergessene Bücher, andere Dinge und, und, und, aber irgendwie wird auch nicht saubergemacht, ein kommen und gehen, an wirkliches schlafen is nich zu denken, ein Ort von Chaos, Lärm, Gestank, so sehen dann auch die sanitären Anlagen aus, die Küche der Kampf und Fightraum, Nr. eins, wenn es dann noch kostenloses Frühstück gibt, muss man morgens da sein, sonst gibt es nichts mehr, 23Adollar die Nacht, aber an Milch, Toast, Marmelade, ect. hapert es dann, abends der Kampf ums Kochgeschirr und freie Herdplatten, wo auch nur die Hälfte von 8 arbeiten, ständig fehlt Spülmittel und die Trockentücher sind mit Tomatensoße und allerlei anderem vollgesüfft, weil sie nur alle paar Tage getauscht werden, will man ein Handtuch haben, muss man 5Adollar extra zahlen, ich meine wo hört da das soziale Verhalten von den Ownern auf, die große Mark is mit Backpackern nich zu machen höre ich immer, aber ich denke da anders, genau dort is die Kohle zu machen, viele verkaufen irgend etwas um an Geld zu kommen um mit den anderen mitzuziehen um abends Party machen zu können, vorher schon einen im Backpacker antrinken, weil billiger dann los. nirgends wird mehr geklaut wie dort, überall hängen Zettel aus, lieber Dieb, meines Rucksackes, bitte gebe mir meine Papiere zurück, denn die brauchst du nich, oder wer sah Dieb im Dorm, der alle abschließbaren Fächer durchwühlt hat.

In einem Land wo alles teuer ist wird die Gelegenheit zum Dieb zu werden groß, weil das Geld schneller aus ist, wie man meint, Arbeit ist meist auch nicht einfach zu finden um die Kasse aufzufüllen, das Los der leichtsinnigen, bei 12 Fremden Menschen im Zimmer, kann man keinen trauen, behaltet eurer Geld am Körper und verschließt alles, oder gebt es in den Safe, aber selbst dort, ist manches verschwunden? Ich mach hier nix schlecht, das ist meine Erfahrung mit den Backpackern, ich mag sie nicht mehr, es ist anders wie vor 20ig Jahren, wo ich jung war, sicherlich der beste Ort um andere junge Menschen kennen zu lernen, aber sind wir ehrlich, bereisen wir nicht ein Land um die kulturellen und Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen und fremde Menschen, Einheimische, und keine Touris aus dem Nachbarland von  zu Hause,
ich für mich bin lieber unter Einheimischen, die dort leben um der Kultur und Lebensgewohnheiten kennen zu lernen, die Partys, Sauferei. und Kneipentor, kann ich auch zu Hause in der Heimat frönen, dazu brauche ich nicht für viel Geld ins Ausland zu gehen.

Mein Tag kam, am Montach morgen, den 20.8.07, ging es zum Automobilclub vom North Territory in Darwin, ich wollte noch eine Haftlichtversicherung für das Krad abschließen, da ich aber keinen Wohnsitz hier habe, hat man mich abgelehnt, also fahre ich ohne weiter, wie bisher.
Mich zieht es jetzt nach West-Australien in die Kimberleys und Bungle Bungle und zu dem weltweit 2groessten Meteoritenkrater, dieses konnte ich bei meiner ersten Reise in 2001, wegen der Regenzeit nicht besichtigen, weil alles überschwemmt war. Katherine, Kununurra und dann El Quero waren die ersten Stationen, in Kununurr fand die Australische kleine Paris Dakar statt,

am 24.8.07 ging es in 8 Tagen quer durchs Outback nach Perth, haufenweise KTM Bikes und Teams aus Europa, wie Schweden, auch Amerika war vertreten, viele bestaunten meine Kuh, kann man mit solch einem beladenen Krad überhaupt fahren, man kann, auch Pisten null problemo. 2mal fiel die BMW vom Seitenständer, ich stellte dabei fest, da ich sie nur alleine hochbekam, wenn sie nach rechts kippt, fällt sie nach rechts und etwas Kopfüber, muss ich die Gepäckrolle und einen Koffer aushängen, speziell wenn der Tank mit 45Liter fast voll war,
viele kleinere Wasserdurchfahrten standen an, auf der Piste, Gibb River Road, ein Fluss war mir zu breit, etwa 80m, nicht tief, etwa 40-50 cm, aber sehr dicke Steine und tiefere Mulden, da ich nicht schnell hätte fahren können, wäre ich sicherlich umgefallen und hätte womöglich Probleme mit dem Aufheben gehabt, somal ich alleine war, ich hätte die Koffer und Gepäckrolle abpacken können, aber weil ich eben alleine war, und mir noch der Schrecken mit dem versenken im Mekong in Laos vor Augen lag, zog ich den sicheren Weg vor und kehrte um, blieb noch 2 Tage im El Quero Nationalpark.

Das Geld geht weg wie nix, mit 50Adollar pro Tag komme ich nicht hin, Benzin, bald täglich mit 30 Ad, tanken, die Campingplätze liegen bei 7-15 Ad, dann noch essen einkaufen zur Selbstverpflegung, kommt etwa auf 10 Ad, so sieht es aus hier, das Reisen ist teuer, und weil die Distanzen so weitläufig sind, kommt auch viel Benzingeld dazu, einen Tag fuhr ich lächerliche 540km, ich glaube, in den letzen 1,5 Jahren, fuhr ich nicht soviel Kilometer am Stück, meine Kuh braucht voll beladen auf den Highway, bei etwa 100 Kilometer Speed, fast 8 Liter Benzin, die Vergaser laufen ständig über, weil die Düsennadel blockierte, ich tauschte die rechte aus, mit der alten die schon zuvor ohne Probleme 130000km lief und siehe da, das blockieren und überlaufen des Vergasers hörte prompt auf, weshalb, kann ich allerdings nicht sagen, es traten kleinere Probleme auf, die ich vor dem verschiffen von Osttimor nach Australien nicht hatte, vielleicht will die Kuh auch eine längere Ruhepause haben, -einlegen, denn soviel Staub hat sie schon lange nicht mehr geschluckt und so sauber, wie sie hier ankam bei der Quarantäne war sie seid 10 Jahren nicht mehr, aber das war nur in einem Tag Piste fahren wieder für die Katz, fast 2Tage Mopped reinigen.

Dies nur zum Einstand der ersten 2-3000km in Australien, demnächst mehr von einen Aussie der sein Heimatland nach Geburt, das zweite mal unter die Räder nimmt,

bleibt alle gesund,
Fred Klein.

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