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Australien II ´07



Australien 2
                                           


Plötzlich konnte ich in einer leichten Kurve das Mopped kaum halten, bin gerade
kurz davor gewesen zu stürzen, ein Plattfuss im Vorderreifen war die Ursache
dafür, wieder war ein durchgewalkter Schlauch hervorgehoben durch einen
Karkassenbruch Schuld daran, hier half, nur den Schlauch auszutauschen, zum
Glück hatte ich noch ein Ersatz mit.

Von Bungle Bungle in West-Australien über alle anderen Bundesstaaten nach
Brisbane.

10000 km in 2 Monaten, davon etwa 4000km Pisten, mit nur einem Plattfuss vorne,
die Kimberleys sind eine Region im Nordwesten von Australien im Territory West-
Australien, Bungle Bungle, Purnululu Nationalpark, ein Gebiet mit
Bienenwabenartigen Felsformationen, hervorgerufen durch Jahrtausende lange
Erosionen von Wasser, Wind und Sandstürmen haben hier eine erst vor 25 Jahren
neu entdeckte Touristenattraktion hervorgebracht.

Mehrere Wasserdurchfahrten liegen vor einem in dem durch eine Piste
zugänglichen Gebiet, das etwa 70km von dem asphaltierten Great Northern
Highway entfernt liegt, die BMW tat sich gut bei diesen etwa maximal 60cm tiefen,
kurzen Durchfahrten, trotzdem musste ich mein Endantriebsöl vom Kardan
wechseln, weil es mit Wasser geflutet war, dies ist ein Nachteil bei den BMW
Boxermodellen, die kritische Wasserdurchfahrtshöhe liegt bei etwa max. 70cm,weil
der Luftfilteransaugtrack etwa diese Höhe hat, Endantriebsentlüftung  etwa 30cm.

Mehrere Tage blieb ich in dieser Traumhaften Gegend, ich schlug mein Zelt auf
einen der zwei Campingplätze auf und machte von dort immer Ganztagestouren mit
langen Walks im Kathedral George, Pinacinada und Orchidna Casm, abends spürte
ich täglich meine Füße von dem langen wandern, Temperaturen von mittags etwa
40-45 Grad waren normal, die Fliegen in den Ohren, Augen, der Nase und Mund
nervten schon, ein Stück Moskitonetz über meinen Hut brachte da  Abhilfe und es
war erträglich, nun hatte ich meine Ruhe vor dieser Plage.

In Halls Creek dem Tor des Tanami Track, traf ich den Schweizer
Motorradweltreisenden Claudio,

www.claudioangelini.ch ,

der von Alice kam und mir einige Tipps über die Strecke geben konnte, einen Tag
verbrachten wir zusammen mit reden und besichtigen der Chinawall in Halls Creek
eine Marmorsteinwand die inmitten eines Felsgebietes stand.

Der Tanamitrack,1052 km lang, die kürzeste Verbindung um von Westaustralien aus
der Kimberley Region über Halls Creek nach Alice Springs in das rote Zentrum zu
kommen, es gibt Benzinversorgungsmöglichkeiten in Billiluna, eine
Aboriginalgemeinde, dem Rabbit Flat Roadhouse, wo eine Französin und Ihr
Australischer Mann die Betreiber sind und letztendlich in Yuendumu
(Aboringinalgemeinde),alle haben Trinkwasser und man kann Verpflegung kaufen,
allerdings liegen die Benzin, -Diesel Preise auch bei 2,08 Ad.,1 Euro etwa 1,60 Ad,
viel gibt es nicht zu sehen, der Wolfs Creek Meteoritenkrater, zweitgrößter
Weltweit (?) und viel Sand, Staub und überwiegend Flaches Umfeld, einfach zu
fahren, nur wenige sandige Passagen und etwas Wellblech, was nur mit einer
Geschwindigkeit von etwa 70-100 km/h erträglich war, wenn man Probleme hat ist
Hilfe weit weg, PKW’s sollten dieses Stück nicht fahren, weil auf Dauer das
Wellblech die Stossdämpfer oder Blattfedern zerlegen würde, ein deutsches Paar
das seid 1986 in Australien bei Byron Bay lebt, Geologen, die mich mit kühlem
Wasser und einem Salat zum Mittag eingeladen haben und einen Schweizer
Radfahrer der auch über Indonesien runtergekommen ist, waren die einzigen
außeraustralischen Begegnungen auf dieser sehr einsamen, eintönigen Piste.

Alice Springs, die Stadt im roten Zentrum von Australien, hier besorgte ich mir einen
neuen Hinterreifen, der alte wäre zwar noch für 2000km gut, aber da ich Pisten
fahre und erst wieder in Adelaide an Reifen komme, war ich gezwungen diesen
schon hier zu tauschen, ebenfalls ließ ich nun einige Sachen schweißen, die mir
schon in Indonesien aufgefallen sind, kleine Haarrisse am Seitenträger und meine
Heckstreben, nur zur Vorbeugung, falls auf einer Piste doch mal etwas brechen
sollte, hier traf ich auf dem Campingplatz die LKW Weltreisenden Erika+Klaus
Daerr, seit fast 5 Jahren auf Tour, www.weltreise-forum.info.

Von Alice sollte es weiter zum Kings Canyon gehen, allerdings über die West Mc
Donell Ranges und den Mereenie Loop, ein Aboriginal gebiet das ein Permit vorsieht
um die Gegend zu befahren, es ist bei der Touristeninformation erhältlich oder
ansonsten bei dem Aboriginal council, kostet 2,50 Ad, mehrere Tage befand ich
mich in diesem sehr einsamen Gebiet, selbst wenige Australier waren zu sehen auf
den Campgrounds im Busch, Glen Helen+, Redbank George und die 30ig Km
Wandertour zum Gipfel des Mount Sondor 1200m hoch mit herrlichem Blick auf das
riesige Umfeld, entschädigten für den mühsamen Aufstieg und lästigen Fliegen.

Kings Canyon, ein Dank an meine in Vietnam gekauften Trekkingschuhe, da macht
das laufen Spaß drin, all diese Sehenswürdigkeiten sind  mehr oder weniger mit
laufen verbunden, man fährt zu einem Ausgangspunkt, samt  Parkplatz, Toiletten, -
und meist Trinkwasser stellt sein Fahrzeug ab und wandert  dann auf gut
gekennzeichneten Pfaden den Vorgegebenen Weg, der mal kürzer oder länger ist,
niemand sollte verloren gehen wenn er sich daran hält und trotzdem verschwinden
jedes Jahr einige Touristen, weil sie die Warnungen nicht befolgen und dann
verdurstend oder in einer Spalte stürzend ums Leben gekommen sind.

Uluru und Kata Tjuta, Ayers Rock und die Olgas der Highlight einer Australien
Reise, für mich schon das zweite mal innerhalb von 6 Jahren, diesmal sollte mein
Wunsch in Erfüllung gehen, den heiligen Berg besteigen zu können, der
zweitgrößte Monolith in Australien,370m hoch, liegt etwa 867 m über nN, am
zweiten Tag meiner Anreise dort, kam ich von einem 10km Wandertrack  zurück,
nachdem ich mein Motorrad startete dachte ich mir ,sehe mal nach ob der Aufstieg
offen ist, am morgen um 7 Uhr war er wegen starken Wind gesperrt, und zu
meinem Erstaunen war er auf, obwohl ich schon ziemlich K.O. vom laufen war, ging
ich um etwa 14 Uhr den Mühsamen ,steilen Anstieg an, es dauerte einiges an Zeit,
dann war der Gipfel erreicht, eine Kette am Anfang erleichtert etwas den steilen
Anstieg, man kann sich hochziehen, aber oben ging es wie Berg und Tal auch noch
steil hoch, teils auf allen vieren, gutes Schuhwerk ist Voraussetzung,
Schwindelfreiheit  sowieso und man sollte sich in körperlich guter Verfassung
befinden, und auch reichlich Trinkwasser mitnehmen, am anderen Tag spürte ich
meine Füße und Zehen, der Abstieg erwies sich als schwieriger, weil man immer
wegen der steile mit den Zehen in die Schuhspitze rutscht, auch hier sterben hin
und wieder Menschen, weil sie zu nahe an den Abgrund gelangen und plötzlich
aufkommender Wind sie zum fallen bringt und wegen Überanstrengung.

Die Kosten für Camping liegen pro Tag etwa bei 12-20 Ad, Lebensmittel wie in
Deutschland, im Outback teurer, sowie Benzin bei etwa 1,25 Ad, Diesel mehr, ich
stellte fest das ich pro Tag 50 Ad brauche, incl. allem, somahl ich ständig auf Reise
bin, bleibe ich ein paar Tage am Ort senken sich die Kosten um die Hälfte und mehr,
weil ich kein Benzin brauche, also bei Australienreisen spielt der Benzinverbrauch
eine große Rolle bei den Reisekosten, weil alles auch weit entfernt liegt sollte man
sein Budget dementsprechend planen.

Die Temperaturen liegen am Tage bei 40 Grad plus, wobei Sie am Abend, bzw.
nachts und morgens  auf 6 Grad sinken können, ich musste mir einen neuen dicken
Schlafsack kaufen, weil ich mehrmals nachts vor Kälte wach wurde, (September).

Es wird morgens um 5 Uhr hell, aber um 18 Uhr +- etwa auch wieder dunkel, und
das Australien weit, die Tage sind kuerzer, teils ging ich um 19 Uhr ins Zelt zum
schlafen.

Meine Kniegelenke schmerzten nach dem vielen wandern, sodass ich einige Tage
verruhte bis es wieder ging, extrem lange Etappen schränkte ich auf 10 km ein, das
sollte bei dem Klima hier auch völlig ausreichen ,ständig Wasser trinken aus dem
Camelbag, beugt Dehydradtion vor, ich führe immer 10 Liter Trinkwasser mit mir, in
einem Kannister der auf der hinteren Fußraste vor dem Alukoffer befestigt steht,
mein Camelbag,(danke Katharina und Jens aus Dresden)fasst 2 Liter. 

Ab Ayers Rock guckte ich mir folgenden weiteren Reiseverlauf aus, ein Stück über
den Stuart Highway bis Marla dann dort auf den Odnadattatrack in die Flinders
Ranges, von dort über Adelaide nach der Eyre Penninsula zur Insel Kangaroo
Island dann der Küste folgend über die Grampians und Great Ocean Road nach
Melbourne und dann übers Inland nach Brisbane.

Der Odnadattatrack erwies sich wie der Tanamitrack als easy zu befahrender
Outbackweg, die Pisten werden Teils 1mal pro Jahr bearbeitet, sodass das
Wellblech weg ist, nach starkem Regen ist vieles zerfurcht , aber nach dem
trocknen Betonhart und bis auf dem Bulldust mit seinen manchmal tiefen Löchern,
wo man etwa 20-30 cm tief wegsackt und in Staubwolken gehüllt wieder
rauskommt, OK..

Der Ort  Odnadatta, berühmt durch das Pinkfarbene gleichnamige Roadhouse ist
für zwei Nächte OK, außer dem alten renovierten Bahnhof an der ehemaligen alten
Ghan Eisenbahn Strecke gibt es nichts  besonderes  zu sehen, es gibt viele
verlassene alte Überreste der alten Ghanstrecke, die zum stoppen einladen, die
heiße Quelle bei Coward Springs mit Campingmöglichkeit ist wunderschön in ein
Palmenhain gelegen, aber die Fliegen und abends Moskitos machen das Leben
schwer ,ja fast unerträglich.

Die Flinders Ranges, 500km nördlich von Adelaide, eine Region mit
verschiedenartigen Bergen und Sehenswürdigkeiten, Balconia Lookout  ect. eine
davon, ein schöner Ort um auf den verschiedenen Campingplätzen zu wechseln
und das Umfeld zu besichtigen, einige Aboriginal Malereien sind hier zu sehen.

Diese Gegend bietet sich an um den Odnadatta, Birdsville oder Strezelecki Track
nach Queensland und Neusüdwales zu fahren, in Qourn habe ich meinen Motorrad
eine Inspektion und Ölwechsel verpasst, die Eigner der dortigen Shell Tankstelle
fahren selber Motorrad und haben mir Ihre Werkstatt dazu kostenlos zur
Verfügung gestellt. (Danke sehr dafür)

Jetzt sollte es für einen kurzen Stopp nach Adelaide gehen, der nahe gelegene
Campingplatz an der Küste  Henley, verlangt 29 Ad, dort können aber bis zu  4
Personen auf dem Platz bleiben, ich alleine sollte auch 29 Ad zahlen, ich dusche
aber nur einmal pro Tag, während 4 Personen viermal täglich duschen und
dementsprechend mehr Trinkwasser verbrauchen dieses Argument half aber auch
nichts, also zog ich weiter weil ich Adelaide schon 6 Jahre zuvor bei meiner ersten
Reise gesehen habe und die alten Gebäude bei einer ausgiebigen Stadtdurch, -
rundfahrt mir nochmals ansah, sehr beeindruckende Bauwerke des 1800
Jahrhunderts  inmitten der modernen Architektur des 19-20igsten Jahrhunderts.

Die südlich gelegene Halbinsel, Fleurieu Peninsula hat Traumhafte Strände die noch
nicht so extrem überlaufen sind wie die der Ostküste, einsame Campingplätze in
dem Motorradfahrer Paradies, viel gut Asphaltierte Strassen die kurvig bergauf-
und abgehen, meine Reifen haben ihre eckige Form verloren, und  sehen wieder r
und aus, speziell der hintere.

Pinguin Island mit der Fähre für 135Ad incl. zurück, von der südlichen Spitze Cape
Jervis, innerhalb 1,5 Stunden sind die etwa 10km hinter einem es kann aber ganz
schön schaukeln wenn es windig ist, deshalb das Krad unbedingt richtig festzurren,
von dem Campingplatz in Kingscote machte ich meine täglichen Touren ,fast 2
Wochen  lang in das Umfeld der Tierreichen Insel, Seelöwen und Seehunde,
Echudnas, Igelartiges Tier mit ner langen Plattnase, Pinguine in Ihren Nestern und
ohne Ende Kängurus ,teils liefen, -sprangen sie parallel zu meinen Mopped mit einer
Geschwindigkeit von etwa 60 km/h, ich hätte Ihnen einen Tritt im hintern geben
können, es ist Gott sei Dank nie zu einem Unfall oder ähnlichen gekommen, weil ich
Vorsicht walten lasse, in den Morgenstunden und speziell am frühen Abend, kurz
vorm Sonnenuntergang, dies ist die gefährlichste Zeit wo die häufigsten Unfälle mit
diesen einmaligen Tieren passieren.

Diese Insel ist auf jeden Fall eine Reise wert und man sollte etwa 1 Woche
einplanen, es ist natürlich auch alles teurer, aber bei Selbstverköstigung noch
erträglich, wenn man nicht raucht und auf Bier oder Wein, -Alkohol verzichten kann
,kommt man mit etwa 30Ad pro Tag aus.

Meine Tage waren gezählt, dem regnerischen kalten Wetter wegen brach ich
meinen Aufenthalt ab, es sollte wieder zum Festland gehen, die gesamte Südküste
entlang, über Victor Harbor, Port Elliot, Kingston, mit der größten Languste, Mount
Gambier, Portland, dann einen Abstecher in die Grampians Bergregion und
schließlich an die Great Ocean Road bis Geelong.

Ich genoss die wenig befahrenen kurvigen Küstenstrassen mit Blick auf die Küste
,nette alte Goldgräberstädte des 1800 Jahrhunderts durchfuhr ich, die Berge der
Grampians waren von weitem Sichtbar, der Wilpona Pound ein Höhepunkt dieser
Bergregion, es waren in Südaustralien und hier in Victoria 2 Wochen Ferienzeit, alle
Campingplätze waren extrem überfüllt und teils ausgebucht, kein Platz für mein
kleines Zelt, ich suchte mir dann abgelegene Naturcampingplätze, wo nur 4WD
hinkamen aus, dort war noch reichlich Platz vorhanden und ich konnte meine
Touren mit dem Krad in der noch fast unberührten Natur fortsetzen und lange
Wanderungen vornehmen, auf der gesamten Strecke habe ich bislang noch keine
Freilebenden Koalas gesehen!

Ein Höhepunkt für alle Australien reisenden, speziell Moppedfahrer, sollte die
kurvige direkt an der Küste verlaufende Great Ocean Road mit Ihren Attraktionen
wie die Zwölf Apostel, wo nur noch 6 von stehen, die London Bridge, wo ein Teil
dieser, vor Jahren ins Meer stürzte, sein.

Alle paar Kilometer gibt es Lookouts incl. Parkplätze wo man sich etwas ansehen
kann, ich blieb mehrere Tage in Port Cambell auf dem Campingplatz und sah mir
alles noch einmal an, mit reichlich Zeit, entgegen den anderen, deren Zeitplan so
eng gesteckt war das nur ein Tag für dieses einmalige Naturschauspiel vorgesehen
war, Glücklich ist der Zeithabende, der Zeitlose………………………………?

Als ich am Ende dieser schönsten, weltbesten, einmaligen Strecke in Geelong vor
Melbourne, herauskam, dachte ich drehste um und fährst die noch einmal, ohne
GEPAECK?

So  sehr war ich davon beeindruckt, und das schon das zweite Mal innerhalb sechs
Jahren, dem WETTER  wegen, kalt und regnerisch tat es keinen Abbruch, nur mein
Entschluss den ich zuvor gefasst habe nach Tasmanien zu gehen, schob ich nach
hinten im Oktober ist es noch zu kalt und regnerisch, Schnee sollte auch noch drin
sein, nach Aussage einiger Biker die alle auf dem Weg nach Phillip Island waren zum
Grand Prix.

Also gut, dann ziehste durchs Outback in Victoria, NSW nach Queensland hoch, wo
es warm und trocken war außerdem leben meine Geschwister dort, die besuchste
bleibst nee Weile und dann starte ich wieder nach Tasmanien und Neuseeland
durch, allerdings  erst im nächsten Jahr, gesagt getan………………….!

Geelong, Vorort  von Melbourne, viele Australier haben sich hier in riesigen
Wohnsiedlungen niedergelassen, weil es ruhiger, billiger wie selbst in der riesigen
Metropole Melbourne ist.

Bendigo, Stadt mit Goldgräber flair, alte historische Gebäude und ein geschäftiges
Treiben

herrscht hier vor, Hay erst Stadt im Outback und zentraler Verkehrsader
Knotenpunkt, Cobar, die Kupfer, -Kohle und Goldstadt in Australien, man kann
keinen Schritt gehen, ohne den Ursprung zu sehen, überall alte Reliquien der
vergangenen Zeiten, noch heute wird hier in Minen nach dem Kostbarsten Gut in
der Erde gegraben, dem Gold ?

Bourke, Goodooga und Hebel, Grenzstadt zwischen NSW und Queensland im
Outback, mit riesigen Anbauflächen von Wassermelonen, hierher zieht es Jahr für
Jahr tausende von Work and Holiday Visa-Inhabern um zu arbeiten, Arbeitskräfte
sind in dieser verlassenen Gegend von Australien rar und gerne  gesehen, als Gast
in Australien.

Der Staat kassiert etwa 30ig % Steuern an jedem Aussiedollar, so hat jeder etwas
davon, der Tourist  kann seine Reisekasse aufbessern indem er dort arbeitet um
seine Reise fortzusetzen ect. und der Staat nimmt  Steuergelder ein.

Mein vorläufiges Ziel näherte sich, über St. George, Moonie, Dalby ging es zu den
Glasshouse Mountains, eine noch touristisch ruhige Gegend, etwa 80km nördlich
von Brisbane in Queensland  an der Ostküste gelegen, ein Kurvenparadies und
Idyllische Gegend, herrlich um ein paar Tage zum entspannen von dem Outback.

Ich bemerkte schon Tage zuvor das ich Vibrationen in den Fußrasten und Lenker
spürte, die zuvor nicht auftraten, nach dem prüfen des Hinterrades ,merkte ich,
das es sich stockend dreht, ich habe den Verdacht, dass wieder das vordere
Kreuzgelenk der 25000 km zuvor im April, 2006 in Thailand getauschten
Kardanwelle eine Macke hat ,bis nach Caboolture bei Brisbane schaffte ich es noch,
dann aber waren die Vibrationen so stark, dass ein fahren nicht mehr möglich war.

Es half nichts, ich musste den Kardanantrieb zerlegen und nachsehen, tatsächlich
war das vordere Kreuzgelenk kurz vor dem Totalabriss, eine Reparatur  in
Aussieland nicht machbar, da zu sehr defekt, auch war ein Ersatz bei allen großen
BMW Händlern  nicht vorrätig und erhältlich, also musste ich wieder den ADAC um
Hilfe beten, in der Hoffnung mich nicht hängen zu lassen ,aber dies ist eine andere
wahre Gesichte.

Wie es weitergeht erfahrt Ihr im nächsten Teil 3, der erst im nächsten Jahr
erscheinen wird ,vorerst gönne ich meinem Mopped und mir nee längere Pause, in
den insgesamt 29 Reisemonaten, etwa 900 Tagen, bin ich 80000 km gefahren, am
Mopped muss einiges repariert, abgedichtet und umgebaut werden, meine
komplette Ausrüstung muss ich durchsehen und einiges austauschen, weil es
verschlissen, verbraucht, und abgenutzt ist, nach arbeit sehe ich mich auch um,
vielleicht findet sich der ein oder andere Job um meine arg geschröpfte Reisekasse
aufzubessern, denn  Australien geht ins Geld und dann sind da noch meine
Geschwister, die ich seid Jahren nicht gesehen habe, samt  Nichten und Neffen.

Und viel Arbeit mit meinen etwa 15000-20000 Fotos kommt auf mich zu, diese alle
zu sichten und aussortieren, wird etwas  Zeit in Anspruch nehmen, in diesem Sinne,
wünsche ich allen Freunden, Lesern, Besuchern und Interessierten eine schöne
bevorstehende Advents-, Weihnachtszeit, kommt alle Gut ins Neue Jahr 2008,

bleibt gesund,

Fred Klein.

Der ,der loszog, die Welt mit ner Ollen Kuh zu umfahren

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