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Burma´07



Das Land der drei Namen????????????????
Birma,Burma oder auch Myanmar,das Land der goldenen Pagoden .
Mein Entschluss stand in Vietnam fest auch dieses Land unter die Pedale zu
nehmen,trotz das es von einer Millitaerdiktatur regiert wird,vorab,davon
habe ich auf meiner gesamten Reise nichts mitbekommen.
Aber das zweite kleine blaue Wunder erwartete mich????????????????
Das Fahrrad liess sich auf der BMW hinten quer drauf gut transportieren,nur
musste ich immer daran denken das ich etwa je 40cm Ueberbreite links und
rechts habe,vor allem beim ueberholen und in den Staedten wurde es so
manches mal eng,speziell in Bangkok,ich war froh dort ohne Zwischenfaelle
angelangt zu sein .

Ich suchte gleich den bkk motorcycle,(BMW Haendler) auf und liess
meine BMW fuer die kommenden 4 Wochen Burma Aufenthalt dort,es mussten eh
einige Kleinigkeiten wie Simmeringe am Getriebe wechseln,da sich dort ein
Oelverlust bemerkbar machte,erledigt werden.
Samt ausgesuchtem Minimalgepaeck und Fahrrad radelte ich anschliessend quer
durch Bangkok,um in der Sukumvit Village nahe der Khao San Road,am Fluss
gelegen eine annehmbare Unterkunft fuer die kommenden Tage der Vorbereitung
fuer Burma zu finden,dabei stellte ich fest,das mich die Grossstaedte mit
Ihrem Verkehrschaos so langsam auf den Geist gehen,am Anfang machte es mir
nichts aus,aber so langsam hasse ich es,dort hindurch zu fahren.
Visa fuer Burma ueber eine Reiseagentur besorgt,2 Tage 30 Usdollar,normal 18
Usdollar,(fuer 28 Tage Aufenthaltsberechtigung),aber dort spielen sich
aehnliche Sachen ab wie in Nepal bei der indischen Botschaft,man muss schon
sehr frueh dort sein,denn mehr wie 20 Visa pro Tag werden nicht
abgefertigt,wenn man Glueck hat bekommt man es am selben Tag,
meisst aber doch erst am darauf folgenden.Den Flug bei
www.Airasia.com,
per online gebucht,incl. return,115 Eumel.
15 Kg Gepaeck sind erlaubt,in den Bestimmungen stand aber auch etwas von
Sportgeraet bis 32 Kg,was sich aber als falsch herausstellte,letztendlich
musste ich pro Kg 140 Baht,ca. 3 Euro draufzahlen,bei 7 Kg etwa 21 Eumel.
Volker ein deutscher aus Duesseldorf,den ich zuvor in 2006 in Nordvietnam
mit Bikeranne kennenlernte,traf ich in Bangkok wieder,es war verabredet,er
brachte mir einige Teile fuer die BMW mit und einige andere kleine Oster
Ueberraschungen von meinen lieben daheimgebliebenen Freunden,Peter und Doris
Tennigkeit,Va Peter mit Freundin und Woelfi,vielen lieben Dank dafuer,es war
echt eine Ueberraschung,auch Dir lieber Volker,das Du den Boten gespielt
hast,auch fuer die mit zurueckgenommenen Sachen,wie das alte Carnet de
Passage usw., speziellen Dank dafuer.

Am 16.3.2007,der vierte Tag meiner Ankunft in Bangkok,war es soweit,der Flug
nach Burma stand an,mit dem Sammeltaxi morgens um 5 Uhr zum Airport und
ohne Zwischenfaelle ab nach Burma.
Burma,etwa doppelt so gross wie Deutschland,52 Millionen
Menschen,Lebenserwartung 57,3 Jahre,Saeuglingssterberate pro 1000,etwa 77,
ca. 15% Analphabeten,Yangon,die Hauptstadt mit 5Millionen und Mandalay,mit 1
Millionen Menschen bewohnt,die Zeitgroesste aller Staedte .FluesseThanlwin
2816 km,Ayeyarwady 70 km unnd chindwin mit 960 km Laenge,der hoechste Berg
ist der Hkakabo Razi mit 5881m.

Longyi,der allgegenwaertige Wickelrock,sowohl von Frau wie Mann landesweit
getragen,viele Gesichter sind mit einer Creme eingerieben,dies ist die
Thanaka Paste,sie kuehlt die Haut und schuetzt vor Sonnenbrand,die Betelnuss
wird auch gekaut,so sehen auch die vielfach zerstoerten Knabberleisten
aus.Im Strassenbild sind viele altertuemliche Busse,Jeeps,Fahrradrikschas
und Ochsenfuhrwerke zu sehen.Auf jedem Meter ist der Buddismus der den Alltag
der Menschen praegt zu spueren,die Strassen sind teils nicht den Namen Wert
und manch ein Hotel oder Guesthouse verdient es nicht, so genannt zu werden.
Es ist das sagenumworbene aller Suedostasiatischen Laender,welches vom
Tourismus noch nicht so erschlossen ist und fuer viele ein Weg in das
unentdeckte,bisher stand fuer mich Indien an erster Stelle der
Stromausfaelle,aber Burma uebertrifft es bei weitem,viele Generatoren laufen
am Abend und zu der staendigen Brandrodung des Djschungels,tragen die dazu
bei, das alles in Nebel,Rauch versinkt,ich habe zuvor kein anderes Land
bereist wo ich so wenig Wald und so viel Rauch und unklare diesige Sicht
hatte,leider ein nachteiliger Einfluss von Devisenbeschaffung,viel Teakholz
wird nach China und Thailand verkauft,wenn das so weiter geht hat Burma in
10 Jahren keine Waelder mehr,die vielen Edelsteinminen werden teils schon
von auslaendischen Firmen unterhalten,die Goldschuerfer an den Fluessen und
in den Minen arbeiten fast ausschliesslich fuer die vielen neuen und alten
zu vergoldeten Pagoden im ganzen Land,wofuer der Grossteil aller Goldfunde
aufgebraucht wird.

Sie sind aber auch geschaeftstuechtig,aus einem 20 Gramm Goldstueck,das ca.
1200 Usdollar kostet,machen die Goldschlaeger in Mandalay Blattgold fuer
umgerechnet 4000Usdollar,eine schwere koerperliche Arbeit, wo das zu Paketen
von etwa 7200 Stueck,aus zusammengelegten Blattgoldpapieren mehrere Stunden
(ca. 6) lang mit einem 5 Kg schweren Hammer beschlagen wird,sodas dann das
einzelne Goldpapierblaettchen nicht mehr wie ein tausendstel Millimeter dick
ist.Eine zudem sehr geraeuschvolle Arbeit,die monoton,aber in deren Augen
ein sehr anerkannter geachteter Job ist.
Ich hielt mich der wenigen Uebernachtungsmoeglichkeiten unterwegs wegen, an
folgende Strecke,auch dieses ist ein Problem in Burma,es gibt unterwegs
Guesthaeuser bzw. Hotels,wo aber keine Auslaender uebernachten
duerfen,selbst am spaeten Abend ankommend,wurde ich abgewiesen
und musste teils in eine 100km entfernte Stadt fahren,sehr aergerlich.

Die Strecke,von Yangon nach Bago,dann zum Golden Rock nach Kyaikhto,dort
zurueck der Uebernachtungsmoeglichkeit wegen nach Bago,dann noerdlich nach
Toungoo,weiter nach Meiktila,von hier oestlich nach Kalaw,dann zum Inle See
nach Nyaungshwe.
Von Nyaungshwe ueber Nebenstrecken nach Mandalay,dann dem suedwestlichen
Verlauf des Ayeyarwadyflusses folgend nach Nyaung U und
Bagan ,weiter suedlich nach Magwe,Taungdwingyi und Pyinmana,dann zurueck
ueber Toungoo,Bago nach Yangon,insgesamt etwa 2000km mit dem
Mopped,200 km
mit dem Fahrrad,210km mit der Eisenbahn und 100km mit dem Bus.

Drei Tage reichten mir um die Swedagon (10Usd)und Sulepagode( Frei),samt
aller anderen Tempel,sei es der chinesische Kheng Hock Keung( Frei) am
Fluss,die St. Marys Church,oder die Botaung Pagode,(Eintritt 2Usd)ebenfalls
am Yangonriver gelegen usw.zu besichtigen,die vergoldete Swedagon pagode
ist schon ein sehr beeindruckendes Arenal von Pagoden,wenn man bedenkt das das
Durchschnittsjahreseinkommen bei etwa 780 Usdollar pro Jahr liegt,also ein
recht armes Land ist Burma,aber welch ein Goldglanz die jeweiligen Pagoden
austrahlen,wahnsinn,speziell die Weltberuehmte Swedagonpagode,Pilgerstaette
weltweiter Buddhisten,mit 60 Tonnen von Gold belegt und tausenden von
Edelsteinen,ein Ort der Meditation,Besinnung und Ruhe.Sie ist etwa 100m
hoch, mit 13000 Goldplatten belegt,ihre Geschichte geht bis vor etwa 2500
Jahren zurueck,Erdbeben und Feuer zerstoerten sie vielfach,mitte der 90´er
Jahre wurde sie aufwendig restauriert.

Eine kleine Runde mit der circle Line um Yangon,dauert etwa 3 Std. ,es
verkehren auch manchmal Dampflokomotiven,am Schalter am Bahnhof zu
erfragen,Passport und einen passenden 1 USdollar Schein mitbringen,grosse
Scheine koennen nicht gewechselt werden,man bekommt einen schoenen Einblick
in die verschiedenen Menschen die dort mitfahren,der Zug ist immer voll.
Guten Mutes machte ich mich samt Fahrrad Richtung Bago,ueber eine
Nebenstrecke paralell zur Hauptstrasse auf,morgens null Problemo,40 Km in 3
bis 4 Stunden,dann aber im laufe des Tages bei etwa 40 Grad plus,merkte ich
bei Steigungen,das ich einen Erbrechungsreiz bekam und mich uebergeben
musste,ich dachte so fing das in Vietnam auch an,nun gut weiterradeln,in
Bago angelangt bekam ich abends erhoehte Temperatur,hatte noch von Vietnam
her Paracetamol, Fiebersenkende Tabletten die ich einnahm,von da an,war klar das
Radfahren sofort zu stoppen,ich besichtigte am anderen Tag die Pagoden und
Tempel von Bago,u.a.,die vier Buddas von Kyaikphun,die Shwethalyung
-Mahazedi-Shwegugae- und die schoenste,die Shwemawdaw-Pagode,mit dem 114m
Landeshoechsten Stupa in Burma,so langsam bewahrheitet sich, kennst Du eine
Pagode kennst Du alle!

Das Land Burma hat doch auch mehr wie Pagoden und Tempel zu bieten,abgesehen
von den freundlichen Menschen,hoffe ich,denn so langsam kann ich keine mehr
sehen.( Pagodas)Aber es wird mich während meines gesamten Burma Aufenthaltes
immer wieder verfolgen,Stupas,Pagoden,Tempel.............................?

Touristen zahlen 10 Usd fuer ein 5 Tage gueltiges Ticket als
Eintrittsgeld,dannach fragte ich in meinem Guesthouse nach wegen einem
Bustransfer nach dem Golden Rock,wollte von nun an Etappen mit dem Bus
machen,aber da von Maerz bis Ende Mai Schulferien sind,waren alle
Oeffentlichen Verkehrsmittel voll,das Problem war mein Fahrrad,alle
Ladeklappen fuer das Gepaeck unten und oben auf dem Dach waren voll,teils
wollte man 12 Usd,nur fuer den Fahrradtransport haben,was sichtlich das 10
fache des normalen Preises uebertraf,ich bot dem Guesthouseeigner mein
Fahrrad zum Verkauf an,der es sofort kaufte,wollte am naechsten Tag dann mit
Bus und Bahn weiterreisen,am Abend lernte ich einen Guide kennen,der mir eine
Rundfahrt andrehen wollte,ich lehnte dankend ab und frage Ihn ob ich hier ein
kleines Mopped leihen koennte und er sagte mir ja,ich wurde hellhoerig und
ging mit Ihm zu dieser ''Moppedverkaufs'' und Reparaturwerkstatt hin,es sah
gut aus,die wollten 10 Usd pro Tag,ich handelte gleich fuer 2 Wochen pro Tag
auf 9 Usd runter und entschied mich fuer eine der zwei vorgestellten
Moppeds,die eine 125ccm Honda Dream,aber extrem runter gekommen und die
jenige,das 2te kleine blaue Wunder,107 ccm Chiang Jeng,Made in China,die
sollte es sein,ob 107 oder 125 ccm,das spielt bei meinen 100kg Koerpergewicht
auch keine Rolle mehr,am abend alles klargemacht,denn am naechsten morgen
sollte es frueh losgehen,der Guesthousebesitzer von San Fransico Motel,
kannte auch meinen Moppedvermieter,man kann sich auch an Ihn wenden
wenn man in Bago
ein Mopped leihen will,nur handelt ihn runter,auch bei den Bustickets
schlaegt er immer drauf,alles was bei Ihm geordert ,bzw. durch die Hand geht
ist teurer,also immer handeln oder selber in die Hand nehmen.
Nun gut der langersehnte morgen kam und ich stellte gleich um 6 Uhr in der
Frueh einen hinteren Plattfuss fest,das Mopped wurde am Abend zuvor ins
Motelgebracht ,nachdem ich eine Probefahrt machte,man wolle noch Oel ect.
wechseln hiess es,nun der Plattfuss,
faengt ja alles gut an,bin froh das ich im Laufe
meiner Reise schon ruhiger geworden bin und alles nicht mehr so eng sehe und
nehme,auch die Antwort das der Reifenreparatur Typ an der Strassenecke erst
um 9 Uhr anfaengt,da kann ich mir eben 3 Std. Zeit lassen beim Fruehsteucken
und dem Strassentreiben draussen in Bago zusehen,es existieren 2
Bruecken,wobei eine in Handarbeit restauriert wird was Jahre dauern muss und
der gesamte Verkehr in abwechselnder Weise von Polizisten ueber die eine
Bruecke gelotst wird,ich konte stundenlang dem chaotischen Treiben zusehen.

9 Uhr,9,30Uhr Reifen fuer 400Kyat geflickt,1200Kyat etwa 1Usd,billiger geht
nicht,die bauen allerdings wie auch in Vietnam nicht das Rad aus sondern
ziehen die Decke halb runter und den Schlauch raus und begeben sich auf
Lochsuche,dann Flicken drauf und Luft fertig.

Mein Weg nach dem Golden Rock,zur Stadt Kyaikhto war etwa 120 km weit
entfernt,mit etwa 40Km die Stunde ging es durch die trockene Gegend,teils
leicht hügelig aber ansonsten nichts besonderes,mittags angekommen,bezog
ich in einer Holzhuette fuer 4 Usd die Nacht Quatier,erkundete das nahe
Umfeld und plante fuer den anderen Tag den Pilgerpfad, von Kinpun Camp
sollte es ueber 15 Km,von etwa 20 Hoehenmeter auf 1100 Meter gehen,
im Guidebuch schrieb
man von 4 bis 6 Std. Zeitaufwand,ich brauchte etwa 8,5 Stunden,hatte am
abend vor dem dunkel werden nicht mehr genug Zeit den Golden Rock aus der
Naehe zu sehen ,so sparte ich mir den Eintritt von 6 Usd,verpasste abends
auch noch den letzten Bus runter,der um 18 Uhr gehen sollte,was ich
allerdings nicht wusste ist,das die Bushaltestelle nicht oben sondern etwa 2
Km unterhalb des Eintrittgates zum Golden Rock ist,also Trinkwasser noch
aufgefuellt und ab geht es,teils fast 45 Grad Steigung runter gehen ist
schwierig,tut in den Gelenken weh,nach etwa 1,5Std hoerte ich hinter mir
einen Lkw,ich stoppte Ihn,er war voll mit Einheimischen,auf schmalen Planken
als Sitzgelegenheit,unmoeglich fuer mich dort zu sitzen,ich legte mich ueber
3 Brettreihen und hielt mich fest,ein Geschaukel ohne Ende,war froh das es
nach etwa 15 Minuten zu Ende war,am anderen Tag traf ich on the Road
Reto,einen Schweizer Radfahrer,nette Begegnung,immer wieder trafen wir uns
auf der Strecke oder in verabredeten Hotels,er ist Radreisender auf besimmte
Zeit,ist schon viel rumgekommen in seinen kurzen Urlauben.
Von Golden Rock sollte es nach Toungoo gehen,die. naechste
Uebernachtungsmoeglichkeit etwa 220Km entfernt.auf dem Rueckweg bis kurz vor
Bago,bemerkte ich einen Leisungsverlust bei meinem kleinen blauen Wunder Nr.
2,der vierte Gang fuhr sich nicht aus,also nach Bago statt vorerst nach
Toungoo,veraergert kam ich in Bago beim Moppedvermieter an,er begab sich
sofort an die Reparatur,irgend ein Ring bei der Halbautomatik war
kaputt,deshalb fuhr der vierte Gang nicht aus,am anderen morgen ging es dann
nach Toungoo,wie ich feststellte wurde der Motor getauscht,er war viel
besser wie der zuvorige,Leistungsstaerker,Toungoo erreichte ich am
Nachmittag,eine Aerztefamilie betreibt die Myanmar Beauty Guesthouse
2-3 mit dem besten Fruehstueck in ganz Burma,ich sah mir die alte Stadtmauer,
die Shwesandaw(der3,6m grosse Budda dort wurde von einem Mann gespendet der

sein Gewicht in Bronze aufwiegen liess)-und Myasignon
(1901 wurden von einem deutschen Namens Juergen 2 Bronzefiguren gestiftet,
der eine burmesin heiratete)-und Kawmudaw Pagoden an und fuhr am
darauffolgenden Tag gleich weiter nach Meiktila.

Meiktila eine mit einem kuenstlich angelegten See,zur Bewaesserung der
Reissfelder,ansonsten nur als Uebernachtungsplatz anzusehen,die Pagode auf
dem See,Antaka Yele,laedt zum verruhen ein ,der staendige Wind der ueber den
See hinwegfegt laesst die Pagodengloeckchen laeuten,was mich zum entspannen
einludt.

Von Meiktila ging es nach Kalaw in die Berge auf 1320 m,die Strecke ging
erst ueber Asphalt,dann nur noch ueber Piste und staubige Bergetappen
mit 10-20cm hohen Bulldust,alles extrem staubig und schwierig zu fahren,
aber ansonsten wie alle Strecken und Strassen in Burma,mehr schlecht wie
recht.

Kalaw,ehemaliger englischer Luftkurort mit Flair,nicht nur der angnehmen
Temperaturen wegen,viele alte Kolonialgebaeude sind erhalten geblieben,auch
die vielen verschiedenartigen Menschen die hier leben und zum an alle fuenf
Tagen stattfindenden Markt zusammen kommen,viele Minderheiten,wie
Pa-O,Palaung und Danu, verkaufen hier ihre Feldfruechte als einzige
Geldertragsquelle um sich damit wiederum ich der Stadt Dinge des
alltaeglichen Lebens zu kaufen.Die Christ the King Church,die hochliegende
mit schoenen Blick ueber Kalaw gelegene Thane Taung Pagode,in der naeheren
Umgebung die Hnee Pagode mit einem Budda aus Bambuskern,die Hoehlenartige
Shwe U Min Pagode mit tausenden von Buddafiguren in ihrem Hoehlenartigen
Inneren,eine Oase um Ruhe zu finden und relaxen ist Kalaw,wo ich mich
mehrere Tage aufhielt.

Von Kalaw ging es ueber guten Strassen nach Nyaungshwe zum Inle Lake auf
etwa 900 Hoehenmeter liegend,die billigere Variante der
Uebernachtungsmoeglichkeiten,die Resorts am See sind sehr teuer,ab 80 Usd
aufwaerts,in Nyaungshwe nur 5 km vom See entfernt bietet eine Vielzahl guter
Unterkuenfte,ich stieg im Remember Inn ab,eine Bungalowanlage fuer 5 Usd die
Nacht,mit Strom von 18 -7Uhr,hier traf ich auch den Schweizer Radfahrer Reto
wieder,wir machtem gemeinsam eine Bootstour ueber den Inle See,samt dazu
gehoeriger Verkaufsfahrt, bei den Webereien,,Silber-Goldschmied,den
Longneckwomen,den Papiersonnenschirmherstellern,Schmied,Eisen-und Bronzeguss
und zu guter letzt die Zigarrenhersteller,ein voller Tag fuellte das Program
aus samt Fahrt nach Indein zu dem Pagodenfeld aus dem 17 Jahrhundert,etwa
100000 Intha,so werden Sie genannt,die Menschen die um den See leben, die
alte Fuerstenstadt bietet mehr,jeder Reisende passiert das alte Teakholz,
Kloster,namens Shwe Yaunghwe in der dazugehoerigen Pagode befinden sich
tausende von kleinen Nischen mit Buddafiguren,eine sehr beeindruckende
Atmosphaere im Innern,die Yadana Man Aung Pagode im Stadtzentrum, hat
filligrane Mosaike des Shanstils und allerlei Mitbringsel von Pilgern aus
Burma,der See ist 22Km lang und 11Km breit,die Fischer rudern Ihre Boote
stehend ,mit einem Bein umschlingen sie das Ruder und mit der anderen freien
Hand fischen sie,die Gaerten sind als schwimmende Beete angelegt,eine
mehrmalige Ernte ist jaehrlich moeglich,weil sie mitten im etwa 3 m tiefen
Wasser liegen und alles blueht und gedeiht praechtig ,schmeckt auch
ausgezeichnet,das Wasser im See ist sehr klarsichtig sauber.urdas Nga Phe
Chaung Kyaung Kloster auf dem See ist aus Taekholz gebaut und wird auch
Kloster der springenden Katze genannt,dort leben viele Katzen die verrueckte
Kunststuecke machen und mit den Moenchen spielen.

Von Inle Lake brach ich ueber Nebenstrecken auf nach Mandalay,ich habe mich
auf die Aussage vom Remember Inn Owner verlassen,eine wirklich einmalige
Landschaftlich kaum zu ueberbietene Strecke ueber Kyon,digonal quer durch
nach Mandalay,versorgungsmoeglichkeiten gab es nur in zwei kleinen Staedten
unterwegs,haette ich einen Plattfuss auf dieser Strecke bekommen haette man
mir nicht helfen koennen,Gottseidank,hatte ich in Meiktila zuvor einen neuen
Hinterreifen samt Schlauch aufziehen lassen,fuer etwa 8 Usd,denn Tage zuvor
hatte ich staendig Plattfuesse und war es leid ,in Meiktila liess ich die
Decke komplett vom Rad runterziehen und sah die Bescherrung,der Reifen hatte
Karkassenbrueche und deshalb rieben sich nach etwa 150Km fahren der Schlauch
durch und es gab einen Plattfuss,nachdem ich den neuen Reifen drauf hatte
bekam ich nur noch einen einzigen Plattfuss hinten,der insgesamt 8te.Die
Strasse bestand teils aus groben Steinen und war sehr hoppelig und
loechrig,aber die bergige Landschaft mit geernteten Feldern und eine
Flussebene durch Schluchten hindurch entschaedigte mich fuer die
Anstrengende Fahrt.

Mandalay,die zweitgroesste Stadt mit 1 Millionen Bewohner,schockte
mich,Laerm,Huperei,Verkehrschaos,Staub und extremer Abgasgestank brachten
mein Asthma in Gefahr,meine Bronchien waren gereizt,ganz entgegen dem was
mir andere Traveller unterwegs auf meiner Weltreise von Mandalay positiv
berichteten war ich voellig enttaeuscht von dieser Stadt,trotzdem blieb
ich 3 Naechte um mir die Sehenswuerdigkeiten wie die am Anfang beschriebenen
Goldschlaeger anzusehen,ebenso das groesste Buch der Welt in der Kuthodaw
Pagode,wo 729 Mamortafeln aufgereiht sind,wuerde jemand hier taeglich 8 Std
lesen, braeuchte man 450 Tage um alles gelesen zu haben.

Den Koenigspalast mit alter erhaltener Stadtmauer und Wassergraben
besichtigte ich nur ausserhalb,vom alten Glaspalast sind eh nur ein paar
nachgebaute Holzgebaeude vorhanden,heute ist es ein Millitaerstuesspunkt,es
gibt einen hohen Turm in innern,aber die Sicht ueber Mandalay ist so diesig
das es sich nicht lohnte,zuvor war ich auf dem Mandalay Berg(237m) und
ebenfalls ,die Sichtweite war beaengstigend wenig,weil es zu diesig ist,die
Pagode auf dem Berg bot sich zum fotografieren an ,da der Sonnenuntergang
bevorstand,aber sonst lohnt sich der muehsame Aufstieg nur bei klarem
Wetter,was wohl sehr selten ist in Mandalay.

Das TeakholzKloster,Shwenandaw von 1782 ist das einzigst erhaltene
Ueberbleibsel des Koenigspalastes,auch in Mandalay sind 10Usd fuer Touristen
faellig um die Sehenswuerdigkeiten anzuschauen,man erhaelt ein
Sammelticket,das auf verlangen gezeigt werden muss.Zum Abschluss goennte ich
mir eine Bootstour ueber den Ayeyarwady nach den Heiligtuemern von
Mingun,Ticket 3 Usd,Boot 3000 Kyat,etwa 2,5 Usd,eine Entspannte Fahrt um
Ruhe vor der laermenden stinkenden Stadt voller Abgase von den allabendlich
eingesetzten Stromerzeugern zu gewinnen.

Mingun ein Ort der groessten Glocke der Welt,3,7 m hoch,Durchmesser 5 m ,90
Tonnen schwer,die Glocke vom Moskauer Kreml ist etwas groesser, aber nicht
mehr funktionsfaehig weil sie einen Riss hat.Die Hsinbyume-und Molmi Pagode
und die Mantara Gyi Pagode auch Mingun Pagode genannt,sollte die
Weltgroesste Stupa mit 152 m Hoehe werden,der heute noch erhaltene groesste
Backsteinbau der Welt das Grundfundament auf der die Stupa drauf sollte hat
die gigantischen Masse von 72x72 m und eine Hoehe von 50 m,ein phantastischer
Ausblick bietet sich von dort oben ,natuerlich nur ohne Schuhe zu betreten,
der Tod des damaligen Koenig Bodawpaya 29 Jahre nach Baubeginn(1790) liessen
den Bau stoppen,ein Erdbeben 1839 zerstoerte einen Teil des Baus,dort
befindet sich der heuige Aufgang.Dies ist ein kroenender Abschluss von
Mandalay,sollte sich jeder Tourist ansehen,lieber einen Tag weniger im
stinkend,staubigen Manadlay verweilen und Mingun anschauen.

Von Mandalay ging es auf Sandpisten durch wuestenartiges, steppenhaftes
Palmenland mit zahlreichen trockenen Fluss durchfahrten ueber der Strasse
Nr. 18,nur in der momentanen Trockenheit befahrbar,ueber Sagaing,Myingyan
nach Nyaung U ,in die Bagan Region.
Die schoenste Strecke bei weitem in Burma fuer mich,ich vermisste innig
meine heissgeliebte Kuh,teilweise kam es mir vor wie in Algerien,Wueste,
trockene Oasen mit Palmenhainen und wenige,aber liebenswerte nette
hilfsbereite aengstliche Menschen samt neugierigen Kindern die weglaufen,
wenn sie einen Auslaender erspaehen,geschweige,der die noch fotografieren
will.

Die Pagodenlandschaft in Bagan ist mein Abschluss der Reise,denn von hieraus
habe ich nur wenige Tage Zeit bis nach Bago retour zu kommen und das Mopped
abzugeben und mich dann nach Yangon zu begeben.
Bagan,ein ca.40 Quadratkilometer grosses Tempelgelaende,neben Angor Wat(
Kambodia) und Borobudur(Indonesien) eine architektonische Gebaeudefuelle von
mehr als 2230 Stueck,meist aus Ziegelstein ,911 Tempel,415 Kloster,524
Stupas,31 Schreine,Biliotheken und Ordinationshallen ect. ein unvor-
stellbares Gebiet,ganz besonders beim Sonnenuntergang,ein fast lebendiges
Arenal,wenn da nicht die voellige Stille waere und kaum Touristen und
Einheimische,auch hier muessen 10 Usd Eintrittsgeld fuer ein 5 Tage gueltiges
Ticket berappt werden,es lohnt sich aber,wirklich.Jeder Herrscher,Fuerst,
Koenig von Burma hat hier in 250 Jahren ein religioeses Heilgtum seiner Macht
bauen lassen,die vielen kulturellen Einfluesse sind auch in den verschieden-
artigen Gebaeuden zu erkennen,ebenso sind auch Malereien vorhanden und einige
Mosaikarbeiten,allerdings sollte man ein Fortbewegungsmittel haben,da es
sehr heiss in diesem Steppenartigen Wuestengebiet ist und alles weit
verstreut auseinander liegt.Unbedingt sollte auch eine Taschenlampe
mitgebracht werden,die Ananda ist der praechtigste Kultbau,die glaenzende
Shwezigon Pagoda,der hoechste Tempelbau ist Thatbyinnyu mit 61 m,die
schoenste Aussicht hat man von der Shwesandaw Pagoda,Nanpaya hat die
feinsten noch erhaltenen Sandsteinreliefs,waehrend Gubyaukgyi die besten
Malereien hat,die filigransten Wandbilder hat Payathonzu und Manuha hat die
ungewoehnlichsten Buddas,dieses sind die Highlights von Bagan,ein Muss fuer
jeden der den beschwerlichen Weg hierher unternimmt.

Von hier ging es sued-oestllich nach Kyaukpadaung, zum Mount Popa,ein
Vulkankegel mit etwa 1518m Hoehe,ein heiliger Tempel der ganzjaehrig von
Pilgern besucht wird befindet sich auf der Spitze,aber wegen der sehr
schlechten Sicht beliess ich bei einem Blick von der Ferne,weiter suedlich
kreuzte ich die undedeutende Stadt Magwe,ausser ein paar Villen an der
Strandroad aus der Kolonialzeit gibt es hier absolut nichts zu sehen,dann
stellten sich tagsdarauf wegen extrem hoppeliger Strasse 5 Speichenbrueche
und ein Plattfuss ein,in Taungdwingyi liess sich der Schaden beheben,zuvor
durchfuhr ich Beikthano, Ruinen der aeltesten Pyu Stadt sind hier zu
finden,da meine Zeit knapp wurde und ich feststellte das 2 Speichen schon
gebrochen sind sah ich zu das ich nach Taungdwingyi kam.

Dann ging es ueber Pyinmana nach Tougoo,die Strecke fuhr ich schon hoch,eine
Uebernachtung bei dem besten Fruehstueck in Burma bei Myanmar Beauty
Guesthouse 2,dort entschloss ich mich, samt "Mopped" per Bahn am anderen Tag
nach Bago zu fahren,210 Km fuer etwa 7 Usd, es ging mit fast 4
Std.Verspaetung los,ein uebervoller Zug,der nicht,trotz extremer
Federungsdurchschlaege und Schaukelei nicht aus den Schienen sprang,es
grenzte fast an ein Wunder,das nichts passiert ist,meine Gebete wurden
erhoert,Danke.

Nach fast 5 Std, waren wir in Bago,mit" Mopped" fuhr ich zum San Fransisco
Motel,blieb noch eine Nacht dort,zahlte das restliche Mietgeld fuer das
zweite kleine blaue Wunder und fuhr am anderen Tag mit dem Bus nach

Yangon,wo ich noch anderthalb Tage verweilen konnte um mich etwas zu entspannen
und ein Tag durch die City zu laufen.

Burma,28 Tage Visa Aufenthalt sind fast zu kurz fuer dieses Land mit
schlechten Strassen,wo fast alles unpuenktlich abfaehrt,selbst mein Flug
ging etwa 30 Minuten spaeter,die einzelnen Uebernachtungsetappen liegen sehr
weit auseinander,Strom ist nur in Yangon 24 Std. vorhanden,die Luftbelastung
ist enorm,ich hatteAsthma Probleme am Ende der Reise,die Brandrodungen werden
zum Problem und die Verpestung durch die Stromerzeuger, ueberall laufen
stinkende Generatoren,trotzdem habe ich alles besichtigt was ich mir
vorgenommen habe,das Radfahren ist jetzt vorbei,es war eh ein Versuch nach
Vietnam,aber solange ich in diesem Klima bin brauche ich damit nicht mehr
anzufangen,ich weiss jetzt womit es endet,trotz all diesem Aufwand bin
ich froh das getan zu haben was mir vorschwebt,denn ich befinde mich noch
immer in meinem Kindheitstraum,einmal um die Welt mit dem "Mopped",
vielleicht wird es noch viele andere blaue Wunder fuer mich in anderen
Laendern geben wo ich nicht mit eigenem "Mopped" rein darf.

Demnaechst mehr aus Thailand und dann Malaysia,seid alle gegruesst und
bleibt gesund,

Fred Klein.

Burma ist wirklich eine Reise wert!!!!!!!!?????????

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