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Cambodia 06

Das 17.te bereiste Land meiner Welttour, namens Cambodia.

Das erste Reisejahr ist fast vollendet und ein Ende ist nicht
abzusehen,meinen 45igsten Geburtstag feierte ich in Vietnam,was ich mit
einer neuen Reisebegleiterin und mit dem Umstieg von Motorrad auf Fahrrad
kundtun will,da in Vietnam von auslaendern keine grossen Motorrareder mit
mehr als 150ccm hereingebracht werden duerfen.aber dazu spaeter mehr.


Maden,Vogelspinnen,Grashuepfer,Schlangen,angebruetete Eier mit Kueken
drin,soll gut fuer die Gelenke sein,tierische Eingeweide,alles gegrillt,soll
sehr schmackhaft und proteinhaltig sein,aber nichts fuer mich,so begegnete
mir Kambodscha gleich in den ersten tagen,meine Route sah wie folgt aus,die
Grenze von Laos Veun Kham nach Bang Khuron passierte ich schnell,1 Usdollar
fuer die Stempelung des Passes,denke das dies in die eigene Tasche
geht,obwohl alle einreisende diese Summe zahlen mussten,der Zoll,bzw, die
Einreiseformalitaten fuer mein Mopped wurden nicht gemacht, es waere hier in
Kambodscha nicht von noeten ,ein Carnet de Passage kannte man an diesem
kleinen Grenzuebergang nicht, der mitten im Wald lag,bin gespannt was bei
der Ausreise passiert,ansonsten fahre ich einfach am Zoll vorbei,sodas ich
unbeqeme Fragen aus dem Weg gehe auch um eine Konfrontation mit den dortigen
Zollbeamten zu vermeiden.

Der 9.6.06 war mein Einreisetag nach Kambodscha,meine Ausreise am
19.7.06,das inzwischen 17.te Land was ich auf meiner Reise um die Welt
bereiste,hier bin ich etwa 4200 Kilometer mit der BMW gefahren,insgesamt ab
Start 44.764 Kilometer,von der Grenze ging es ueber Strung Treng,(1000
Inseln),wo ich tags zuvor Tanja und Christian,die www.enduroreisende.de
wieder traf,sodas wir noch einige Tage zusammen reisten.
Hier waren auch noch im Mekong die Suesswasserdelphine zu sehen,diese sah
ich zuvor schon in Nepal,dann nach Kratie,Phnom Penh,zur Kueste nach
Sihanoukville wo ich zwei Wochen Badeurlaub machte und zum zweiten male
meine Namensschwester Annemarie Klein,die ich im Januar in Nordindien,Sikkim
getroffen hatte ,wiedertraf.
Eine deutsche allein reisende nette Frau,Bikeranne ist schon 4 Jahre mit dem
Fahrrad auf Weltreise nach Neuseeland, www.bikeworldtour.com ,dort viel auch
mein Entschluss mich ihr anzuschliessen und die Weiterreise nach Vietnam mit
dem Fahrrad gemeinsam zu machen,da
DIESES LAND FUER MICH MIT DEM MOTORRAD NICHT ZU BEREISEN WAR,AUSLAENDER MIT
EIGENEM MOTORRAD MIT MEHR WIE 150CCM ,IST DIE EINREISE NICHT
ERLAUBT,WARUM,DAS SIND DIE BESTIMMUNGEN,MEHR SAGTE MAN NICHT,
an der Kueste im Reachsay Guestehouse ( nicht weiter zuempfehlen) am
Serendipitybeach wurde ich das erste mal bestohlen,als einziger Gast im
Guesthouse fehlte mir am anderen Tag ,nachdem ich fuer etwa 4 Stunden mit
dem Mopped die Gegend erkundete und zurueck kam, meine Silberkette mit 2
Silber Anhaengern,ich sah sofort das jemand in meiner Abwesendheit alles
durchwuellt hat,das versteckte Geld fand man nicht,trotz Polizei,die ich
eingeschaltet habe,keine Aussicht meine Kette wieder zu bekommen.
Der Wechselkurs, fuer ein Euro bekam ich 5100 Riel,ein Liter Benzin kostet
etwa 4200 Riel,dieses kleine Land mit Rechtsverkehr,hat noch viele
Naturstrassen,Erdpisten, die im Regen zur Toutour mit dem Motorrad
wurden,alles verklebt und ist extrem rutschig,allerdings hatte ich
ueberwiegend Asphalt unter mir und der Monsumregen zeigte sich von seiner
guten Seite, sodas es an der Kuetse vormittags und nachmittags regenete aber
im landesinneren selbst meist nur nachmittags,sodas ich immer 200-300
Kilometer trocken zuruecklegen konnte,ein riesiges Ameisennest mit Millionen
von Eiern hatten sich in mein Topcase eingenistet,( eines meiner Glaeser
hatte sich geoeffnet) ,ich transportierte teils Erdnussbutter und Marmelade
mit mir,damit ich mal,Baguettes die es uebnerall zu kaufen gab als
Wegeszerrung unterwegs zu mir nehmen konnte,denn die ueberalll angebotene
Nudelsuppe mit Yellow or Chinesische Nudeln (klarsichtige) konnte ich nicht
mehr sehen und hoeren,bei 35 Grad morgens schon eine ebenso warme Suppe zu
essen,brachte mich zu schweissausbruechen,aber den einheimischen machte es
nichts aus,so unterschiedlich sind die Essensgewohnheiten,morgens ,mittags
und abends immer Nudelsuppe,bei den Temperaturen von 25-40 Grad,kein Wunder
das die alle duenn wie heringe sind,nichts auf den Rippen haben,die
proteinhaltige Kost mit allen Insekten und tierischen eingeweiden,alles
gegrillt,mag wohl sehr schmackhaft sein,Annemarie probierte Vogelspinne und
Schlange,sie meint es waere wegen der Marinade sehr schmackhaft,aber bei der
Spinne hatte sie doch einen etwas komischen Gesichtsausdruck,aber sie liess
es sich schmecken,ich lehnte dankend ab.

Nach Sihanoukville an der Kueste fuhr ich mit dem Motorrad nach Phnom Penn
zurueck,Bikeranne sollte einige tage spaeter mit dem Fahrrad hier
eintreffen,in dieser Zeit besorgte ich mir ein brauchbares Fahrrad und
jegliches Zubehoer dafuer, um die Reise fuer Vietnam vorzubereiten,ein
Problem war es mein Motorrad ueber eine laengere Dauer in Phnom Penn trocken
und sicher unterstellen zu koennen,
schliesslich fand ich einen deutschen Harleyfahrer,Friedhelm,der
berufsmaessig einige Jahre hier zu tun hat,VIELEN DANK fuer die
Unterstellmoeglichkeit meiner BMW bei dir.
Zuvor besorgte ich mir noch 2 neue Reifen bei Lucky Lucky One, 128 Eumel und
einen normalen Simmering 85x110x10mm fuer meinen undichten Endantrieb fuer 3
Eumel,der auch dicht haelt,das staendige Oel nachfuellen ( alle 200-300 Km)
hatte somit ein Ende.

Phnom Penn,Hauptstadt von Cambodia,mit dem Royalpalace und die
Silberpagode,dessen Boden mit 20x20 cm grossen und drei Millimeter dicken
Silberplatten ausgelegt ist,Wat Phnom,die Stupa auf der hoechsten
Erhebung(43m) in Phnom Penn,wo Touris 1 Usdollar zahlen muessen um den
Ausblick ueber der Stadt,wo die hoch gewachsenen Baeume den Blick versperren
und man nichts sieht,all die Nachtmaerkte mit Fressbuden und
Insektenverkaeufer haben was fuer sich ,der tagtaegliche Verkehskampf haelt
sich in Grenzen,Indien ist viel schlimmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmer.
Der nahegelegene Fluss Tonle Sap wo sich all abendlich die Einheimischen
treffen um mit ihrer angebeteten oder Familie ein Picknick zu
veranstalten,mit Blick auf den Royal Palace, hat mich sehr beeindruckt,aber
am besten war die Einladung von annemarie auf ein Bier,in das Restaurant
Tell, wo ich wieder in den Genuss kam, Rotkohl mit Spaetzle und
Schweinebraten zu essen,Deutschland wie sehr ich dich
vermisse,???????????????????????????????????
Annemarie kam dann eingeradelt ins Okay Guesthouse,wo ich zuvor schon etwa 1
Woche Unterkunft bezogen hatte,wir beschlossen, gemeinsam mit dem
Motorrad,Annemarie als Sozius, eine Runde 1050 Km lang,zu machen.
Ueber Battambang,Poipet,wo ich fuer 20 Usdollar mein abgelaufenes Cambodia
Visa wieder erneuerte,nach Seam Reap (Angkor Wat) ,Tonle Sap Lake,groesster
suedostasischer See retour nach Phnom Penn,immer mit dem einem Auge auf dem
17.7.06,da Bikeranne`s Visa am 19.7.06 fuer Cambodia auslaeuft und wir
diesen Tag als Abradeltag von Phnom Penn aus nach der Vietnamgrenze,wo wir
am 19.7.06 auch sein wollten um die Grenze zu passieren.
Battambang,die zweitgroesste Stadt Cambodias,viele Maerkte und ein emsiges
Treiben der Geschaeftstuechtigen Menschen dort,hier besorgte ich mir
Millitaersatteltaschen die ich passend umnaehen liess um meine Sachen auf
dem Fahrrad transportieren zu koennen.
Dann die beruehmt beruechtigte schlechte Strasse von Poipet nach Seam Reap
zu Angkor Wat,etwa 120 Km,von Sisophon nach Poipet etwa 50 Kilometer
uebelste Asphalt Strasse,

( zumindest was davon uebrig blieb), Loecher von vielen quadratmetern
Groesse,ein staendiges Lenken und Bremsen um es etwas ertraeglich fuer meine
Schultern und den Koerper zu machen,die Cambodia Airlines soll angeblich
Gelder zahlen, dass der Bau der Strasse verzoegert wird ,damit die Touristen
von Bangkok aus, dort her fliegen und nicht mit dem Bus oder Jeep fahren,die
Strecke von Sisophon nach Seam Reap etwa 70 Kilometer Piste teils mit
Schotter und Erdabschnitte selbst, bei Regen noch befahrbar,aber eben alles
mehr uebel wie schlecht,mit dem Enduromopped kein Problem,sonst waren die
Strassen gut befahrbar.
Seam Reap,ANGKOR WAT,das auch den selben Namen hat wie das einzige Bier
was
hier gebraut wird,das allerdings an der Kueste bei Sihanoukville abgefuellt
wird,ein Besuch wurde mir nicht erlaubt.
Die groessten Tempelanlagen Weltweit,Angkor Wat ein mehrere hunderte
Quadratkilometer umfassendes Gelaende,der Eintritt fuer ein Tag 20
Usdollar,3 Tage 40 Usdollar,eine Woche 60 Usdollar,wir machten am abend
zuvor die schlechte Erfahrung, dass man uns kein Permit gibt, die
Tempelanlage mit dem Motorrad zu befahren,fuer Auslaender nicht erlaubt,aber
die Einheimischen haben alle freien Eintritt und duerfen mit ihren Moppeds
dort rein,merkwuerdige Bestimmungen hier ,auch die Vorsprache bei der
Touristenpolizei brachte nichts,aber ab 17 Uhr allabendlich ist der Eintritt
bis zum Sonnenuntergang etwa 19 Uhr fuer Touristen offiziell frei,wir sind
also auch 2
abende zuvor, dort hineingefahren,sodas ich schoene Fotos von den
Tempelanlagen mit Mopped machen konnte, die zahlreich vertretene Polizei
sagte nichts,wir sind zig Kilometer durch dieses Arenal gefahren um Fotos zu
machen,Angkor Tom,Bayon,Angkor Wat,die Elefantenterasse,ect.,am naechsten
und letzten unserer drei Tage dort, sind wir dann mit ein Tagesticket fuer
20 Usdollar von 4.30-19 Uhr mit Motorrikscha( 12 Usdollar) den ganzen Tag in
das Arenal gewesen ,von einem Tempel zum anderen,Wat Phrom hat mich am
meisten beeindruckt,riesige Baumwurzeln suchen ihren Weg durch die

Tempelmauern,der Sonnenaufgang blieb uns verwart,leider verschwand die Sonne
in den Wolken,nachtszuvor noch Vollmond,dann kein Sunrise,abends dann auch
kein Sonnenuntergang,ebenfalls die Wolken, aber ein Gewitter mit extremer
mystischer Stimmung kam auf, als Abschied von diesen heiligen,buddistischen
und hinduistischen Tempelanlagen.
Hier hatte ich als Fussgaenger den ersten Unfall zu vermerken,eine Junge
Frau mit Sozius und Mopped,SICHERLICH OHNE FUEHERSCHEIN ,fuhr mich von
hinten fast um,sie sind gestuerzt, mir ist ausser etwas schmerzen im Bein
nichts passiert,danke mein Schutzengel,
aber so sind Sie,Touristen duerfen tagsueber mit ihren Moppeds nicht in das
Tempelarenal hinein, aber die Einheimischen ,fahren mit ihren Moppeds die
Touris um,ungerechte Welt,fuer mich als weltreisender nicht zu verstehen
diese Ruls ( Bestimmungen) von den einzelnen Laendern.
Eindruecke die ich niemals in mein leben vergessen werde,auch der Besuch
,der schwimmenden Doerfer auf dem Tonle Sap Lake,drei wundervolle nicht zu
heisse Tage, die wir beide genossen ,mit dem Entschluss ,das 1 Tag in dieser
Tempelanlage fuer uns voellig ausreichend gewesen ist, natuerlich inclusiv
der 2 Moppedtouren zuvor in dem Tempelgewirr.
In Phnom Penn retour,besorgten wir uns das Visa fuer Vietnam,mehr wie ein
Monat( 40 Usdollar) ist nicht moeglich,den Stupiden Angestellten war auch
voellig egal ob wir mit Fahrrad reisen oder nicht,wir sind dann raus um zu
beraten,draussen gab es die Moeglichkeit bei der Sicherheitswache ,wo schon
reichlich Paesse lagen,ein sechsmonatiges Visa zu machen, fuer 90
Usdollar,nach kurzen Verhandlungen und einem Telefongespraech,war alles
klar,morgen nachmittag zur selben Zeit koennen wir die Paesse
abholen,bezahlt wird hinterher,normaler Weise kostet dieses 70 Usdollar,aber
ich denke die arbeiten zusammen,die Sicherheitsleute und die Angestellten um
ihre paar Kroeten in Dong, die sie hier verdienen aufzubessern,kein legale
Art aber wenn es nur soooo geht dann ist es wohl recht,fuer uns und fuer
Sie,zumindest haben wir dann 6 Monate Ruhe in Vietnam und brauchen uns nicht
ums Visaverlaengern oder erneuern kuemmern.

Nach ein paar tagen Ruhe und Erledigungen von Kleinigkeiten bereitete ich
mich schon mental auf die Radreise vor,wie es mir wohl mit meiner neuen
Ausruestung,die etwa Summa Summarum 150 Usdollar gekostet hat und unter
genauester Auswahl der Sachen und Klamotten die ich mitnehmen muss,jedes
Gramm zuviel habe ich dreifach wohlwollend ueberlegt ob ich dieses mitnehme
oder nicht,denn jetzt muss ich selbst strampeln,ein gutes hat es Cambodia
und der Weg nach Vietnam,Saigon ist Flachland,vorerst keine Berge die mir
den Beginn in eine Neue Welt,naemlich das 18.te bereiste Land, Vietnam von
mir, trueben konnte.
Am 17.7.06 endlich, ging es mit dem Fahrrad los ,mit einem Abschlussfoto vor
dem Royalpalace,bis zur Grenze sind es 180km,ueber Noak Luong,Sray Rieng
nach Moc Bai,in drei Tagesetappen von je 60 Km wollten wir diese abradeln,
um mich daran zu gewoehnen,mein Arsch und die Beine,das koennte Probleme
machen,der erste Radeltag ueber 65 Kilometer,brachte es ans Tageslicht, etwa
7-8 Liter Wasser getrunken,alle 10 Kilometer Pause,Kokusnuss getrunken und
gegessen,Saefte und andere nahrhafte Nahrung,soweit man diese am Wegesrand
finden konnte,nahm ich zu mir,esse mehr und trinke ein vielfaches mehr als
wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin,aber die Beine tun mir nicht
weh,nichtmals am folgenden Tag,den 18.7.06,meinem 45.igsten Geburtstag,den
ich komplett auf dem Rad verbrachte,gefeiert wird in Ho Chi MIn
City-Saigon,kein Muskelkater,aber der Arsch,Leute der tut weh,der
Grenzdurchlauf am 3.Tag von Cambodia nach Vietnam,verlief ohne Probleme auch
konnten wir reichlich Fotos machen,mit den Raedern,es scheint doch grosse
Unterschiede zu geben zwischen einem radreisenden und einem
motorradreisenden,aber dazu mehr von einem der von Motorrad auf Fahrrad
umgestiegen ist, um Vietnam das 18.te Land meiner Reise,aus den Augen eines
radreisenden zu berichten.

Mit eigenem Motorrad ist es leider nicht erlaubt,
bleibt alle gesund und haltet eure Spiegel oben die Moppeds uebers Wasser

und neuerdings auch, die Pedale oben,Gruss von Fred.

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