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Indien II´06

Nach 4 Monaten Indienaufenthalt reicht es mir hier in diesem Land,
..."ich bin ein Star holt mich hier raus...."......!
Am 1.2.06 bin ich von Bangladesh nach Indien eingereist und am 30.3.06 von
Chennai-Madras nach 4686km gefahrenen Kilometern per Flug
ausgereist, insgesamt bin ich von November 2005 bis Ende Maerz 2006, 3 mal

nach Indien eingereist und habe dabei insgesamt 10439km gefahren,
aber am 10.02.2006, freitags war es soweit,
ich habe meinen ersten Inder auf die Schippe genommen,
es war ein schoener Morgen, herrliches Wetter und auf dem Weg von Varanasi
nach Khajraho zu den erotischen Tempel, es war wie verhext, als ob alle

Bewohner Mann und Frau zugedroehnt waren mit Drogen, auf dem
Highway, schliefen am Rande, standen und redeten, oder wickelten Geschaefte
ab, ein morgen der haette fuer mich fast toedlich sein koennen.
Staendig musste man hupen um anzudeuten das man Platz machen soll, eine 2
spurige Autobahn aehnliche, auch Highway genannte Hauptstrasse, man machte
auch Platz oder gab zu verstehen das man erkannt wurde, nicht aber dieser
eine Inder, er drehte sich um und blieb mit einen Kollegen stehen,ich hupe
mehrmals, nahm Gas weg und machte einen kleinen Bogen, aber als ich auf deren
Hoehe war drehte sich einer um und stand direkt vor meiner Gabel, ungebremst
nahm ich ihn mit etwa 60 km-h auf die Schippe, im hohen Bogen flog er ueber
mir hinweg ohne meinen Koerper zu bereuhren, nichtmals das Mopped kam aus der
Spur, nachdem ich im Spiegel sah,
kam einer breitbeinig mit erhobenen Haenden hinter mir hergelaufen,
dann war mir klar nichts passiert, Gas und weg war ich!
Ein paar Kilometer weiter hielt ich und sah mir die Bescherung
an, Schlafsackhalter ueber der Gabel total platt und mehrfach
gebrochen, (wahrscheinlich unser beiden Glueck, weil er dadurch einen katapult
effekt erhalten hat und ueber das Mopped drueber weg geflogen ist, die Inder
sind klein und leichte Personen, das klappt so, bei einem Europear wuede ich
keinem empfehlen dies zu probieren, die bleiben der groesse wegen an der
Gabel haengen und bringen euch zum Sturz),
linker Blinker abgerissen, Lampenverkleidung gerissen, Licht defekt, also kaum
Schaeden, der wird diese Aktion in seinem Leben nie vergessen.
Das war sehr schmerzhaft, vor allem die Landung auf dem Asphalt, denke ich.
Nochmals Glueck gehabt, aber so ist das in Indien, jeder Vogel hat mehr Grips
in der Birne wie ein Inder, die fliegen weg wenn ein Fahrzeug kommt, nicht an
sich der Inder, der rennt rein und denkt Budda hilft mir.
Ich habe auf der gesamten Indientour nicht ein Vogel ueberrollt, eine Ziege
ist mir im Dorf vor das Rad gelaufen bin drueberweg aber sie rannte
weiter, vielleicht ist mit Budda doch was dran?
Meine Tour sah von Bangladesh kommend wie folgt aus es ging nach
Kalkutta, diese Stadt hat mir am besten von allen bereisten Staedten
gefallen, trotz der 12 Millionen Einwohner, weil viele Sehenswuerdigkeiten und
das besondere Flair in Chowringhee in der Sutterstreet passte, dann weiter
nach Mahabhodia, die weltweit, heiligste, buddistische Pilgerstadt und
Tempelanlage, dort stahl man meine Bikerboots die ich vor dem Tempel
abstellte um ihn innen zu besichtigen, was will ein Inder mit Schuhgroesse
47, aber so sind sie, erst mal klauen, dann ..............................?
Fuer mich ein grosser Verlust, da ich von da an immer in meinen dicken
Motorradstiefeln fahren musste, was bei 40 Grad und mehr nicht sehr angenehm
ist, Ersatz ist in Indien nicht zu kriegen, selbst Schuhgroesse 47
unmoeglichhhhhh, wenn ich die erwischt haette, haette ich ihnen die Hand
abgehackt, so wie es in einigen Laendern noch gehandhabt wird.
Varanasi mit den Ghats, den Verbrennungsplaetzen am Ganges wo morgens die
rituellen Waschungen zu sehen sind, Wahnsinn, vor allem der
Ganges, unbeschreiblich, dreckig, stinkig, vermuellt ect, hat aber bei
aufgehender Sonne ein nicht vergessenden Eindruck bei mir hinterlassen,ich
unternahm eine Bootstour, wo ich fotografieren konnte, nur die
Verbrennungsstellen durfte ich nicht fotografieren.
die naechste Station war Khajraho, wo die erotischen Tempelanlagen zu
besichtigen sind, dann Mandu-Mandeswhar, wo ein altes afghanisches Fort auf
einem Hochplateau liegt mit riesigen Ausmaßen, die Ellora
Caves, Tempelanlagen in den Felsen gearbeitet, eine regelrechte Stadt wurde in

5 Generationen von Moenchen und Heiligen erschaffen in Knochenarbeit, dann
Mumbai-Bombai, die 15-18 Millionenmetrople, verkehrsmaessig nicht schlimmer
wie alle grossen Staedte, liebe Freunde alle warnten mich vor Indien der
Ueberbevoelkerung und grossen Staedte wegen, ich reise schon seit den 80iger
Jahren, es ist nicht schlimmer wie in Kairo, Istanbul, Paris, Marseille ect., mir
macht es nichts aus, man muss nur die Nerven behalten, denn die bescheuerten
Inder koennen einen zur Verzweiflung bringen, weil jeder versucht voran zu
kommen, sein vorteil zu nutzen, obwohl es nichts bringt, man riskiert nur das
Leben anderer, aber dies ist hier nichts wert bei einer Bevoelkerung von mehr
als 400 Millionem Menschen, die LKW und Busse ueberholen wo sie wollen, in den
Kurven tagtaeglich die Situation, ich komme schoen geschwungen um die Kurve
und dann mit 80 Vollbremsung, bei 45 Grad Neigungswinkel, ein fast stehender
LKW, versucht einen anderen zu ueberholen, ich bleibe dann teils wenn ich es
hinbekomme vor ihm stehen sodas er stoppen muss und gebe handzeichenmaessig
zu verstehen, ob er spinnt, manchmal stelle ich mein Mopped auf dem
Seitenstaender und gehe zu ihm hin und versuche in 1.4m hoehe in sein
Fuehrerhaus zu kommen und er soll mir seinen Fueherschein zeigen, den ich dann
zerissen haette, habe aber nie einen zu Gesicht bekommen, dann ist ein
grosser Verkehsstau in dieser Zeit aufgelaufen, dann ziehe ich meine Bahn und
verschwinde und alle hacken auf dem LKW-Fahrer oder Busfahrer rum.
In Mumbai bin ich bei einem Motorradkollegen und seiner Frau eingeladen
worden, Udo und Ingrid, aus Diepholz der fuer mehrere Jahre berufsmaessig


dort lebt und zu tun hat, es lagen einige Ersatzteile fuer mich parat, die er
aus Deutschland hat mitgebracht, es war wie Weihnachten, Paeckchen aufmachen
und freuen, (danke va-peter), eine Inspektion mit Reifenwechsel vorne hatte
ich in der Garage gemacht, dann ein Leben in Luxusherberge mit allem drum und
dran, Sorry fuer den Computervirus der auf mein Fotospeichergeraet war und
Ingrid einigen Aerger bereitet hat und nochmals Danke fuer Eure
Gastfreundschaft, es war eine heimatliche Ruhezone im Stress meiner Reise die
ich bei euch geniessen konnte.
Ein besonderer dank an Ingrid und Udo, aus Diepholz.
Man trifft viele neugierige Menschen auf solch einer Reise, Menschen die an
einer Hand an ihrem Daumen, einen zweiten Daumen haben, Tiere mit entstellten
Koerpern die von den Besitzern hingestellt werden als heilige Tiere um Geld
zu bekommen, ich mache dort nie Fotos, weil sie sofort Geld haben wollen, habe
genug Geld an Eintrittsgeldern in Indien gelassen, da ueberall Eintritt
verlangt wird, Auslaender zahlen zb. 250 Rupien, ca. 5 Euro Einheimische nur
20 Rupien, nicht mit mir, genug ist genug.
Meine Getriebeausgangswellen Gummimanschette ist gerissen, ich legte eine
Bandage drum aus Stoff und fixierte diese mit Kabelbindern, damit kein Dreck
und Wasser herein kommt um die Kardanwelle zu beschaedigen, hoffe das es
lange gut geht.
Als naechstes lag Goa vor mir eine Strandhuette sollte mein Ziel sein von
der Luxusherberge in eine Bambushuette mit null Komfort, aber auch sehr
schoen direkt am Strand, das Meeresrauschen zu hoeren und zu riechen, ich traf
viele Europaer die hier mit einer Royal Enfield fuer mehrere Wochen oder
Monate unterwegs sind und das Hippieleben vollziehen mit Alkohol und Drogen,
da dies hier wohl noch immer weltweit Touristen aus aller herren Laender
herzieht.

Fuer mich stand aber fest das ich nach 4 Monaten hier raus muss es ist
genug, die staendige Fragerei, .."whats your country,name und mileage"..,wenn ich
zurueck frage, kaum eine Antwort, mit dem English ist auch nur in den
Touristenhochburgen und groesseren Staedten was zu machen viele koennen
auch nicht lesen, wenn ich eine Landkarte zeige um nach den Weg zu fragen, die
staendige Belagerung ums Mopped, es nervt schon mit der Zeit, somal man als
Alleinreisender ueberhaupt keine Erholung hat, sobald ich steh kommen sie,
will ich pinkeln oder sch****** ist dies immer unter Beobachtung der
Einheimischen, da gewoehnt man sich dran, ich hasse es nur wenn man ueberall
drumfingert und alles betascht, teils mein Deckel vom Topcase oeffnet um
reinzusehen, wenn mich jemand fragt dann zeige ich ihnen was da drin ist, aber
sobald ich das Mopped abstelle um die Ecke bin, kristallisiert sich ein
Obermotz raus, der meint den Leuten zu erklaeren was dies und das ist und mit
draufsitzen und alles drehen und tatschen was machbar ist, nach 4 Monaten
reicht es, ich tatsche dann teils auch an sein Mopped rum, sehe in die Tuete
die am Lenker haengt, hole das Gemuese raus zeige es den anderen die dann
alle lachen.
Es gibt auch die verschiedensten Festivals, heilige Feiertage, so wie am
15.3.06, ( in Karnataka) ein Colourfestival wo alles mit Wasser und Farbstoff
bespritzt wird, ganz besonders Motorradfahrer aus Deutschland, die man vorher
hoert bevor man sie sieht, man sah ich aus, aber es lies sich alles
ausklopfen, nachdem das Wasser getrocknet war.
Von Goa ging es nach Hampi, auch wieder heilige Tempelanlagen, dann stracks
nach Chennai-Madras

(6 Millionen) wo ich ueber der Skylark Cargo Services, Air Freight, Shipping,
Clearing Agentur, No 1, Elango Salai, 1st Floor,
Teynampet, Chennai-600018,tel.24345708/52170952/53,fax 044-24345708,
email sky_lark@vsnl.net, fuer 9000 Rupien (ca. 190 EUMEL)
incl. Kiste von fast 4qm3, das Motorrad ohne jeglichen Montagen nach 5 Tagen
Papierarbeit und allem drum und dran habe verschifft nach Port Klang naehe
Kuala Lumphur in Malaysia, ueber Folgekosten in Malaysia konnte man mir dort
in Chennai nichts sagen, wie ich aber jetzt habe erfahren fallen bei der
Oriental Freight System, Suite 11.05, Level 11, Menara Trend, Intan Millennium
Square, no. 68, Jalan Balai laut 4, Taman Intan, 41300
Klang, Selangor, Malaysia, tel. 03-30058599,fax 03-30058699,email
ofsmal@ofsmal.com
Kosten von 385 Ringit an ( 90Euro),die beinhalten
160rm import lcl charges
30rm import edi fee
80rm import documentation fee
110rm import agency
5rm cost recovery fee
Was dies alles genau fuer sachen sind kann ich nicht sagen, auf jedenfall
habe ich dann ohne einen Agenten, worum ich gebeten hatte gegen Bezahlung, was
aber nicht gemacht wurde, die Papiersachen mit dem Zoll in 2 Tagen selbst
erledigt, es hat viele Haare und Nerven gekostet, aber nach dieser Zeit sieht
man wie die einzelnen Behoerden arbeiten, in Indien wurde immer noch Geld
hingeschoben, dieses war in Malaysia nicht der fall, bzw. fuer mich nicht
offensichtlich, ich hatte keine weiteren Kosten wie diese hier
aufgelisteten, insgesamt 280 Euro Moppedversandkosten, dann noch Taxi und
Busfahrten von etwa 20 Euro, der Flug den ich mit Stoppover ueber Sri
Lanka-Ceylon gelegt hatte, kostete 205 Euro, ein direkt Flug nach Kuala
Lumphur kostet 160-180 Euro, ein Flugversand von Kathmandu, Nepal nach Bangkok
kostet auch etwa 500 Euro, allerdings ohne Flug fuer die Person.
Der Service war ok, aber das zwischen den einzelnen Frachtfirmen in Chennai
und Malaysia keine Agenten arbeiten die die Papierarbeiten mit den
Zollbehoerden erledigt ist mir sehr unmissverstaendlich, da hapert es an
Service.

Nichts desto trotz habe ich mein Mopped nach zwei Tagen aus dem Frachthouse
am Hafen geholt wo man auch etwas Geld fuer Kiste aus Lager holen 32rm, (9Euro)
und dann Kiste oeffnen 30rm
wo ich mich geweigert habe diese zu zahlen da die Kiste sehr beschaedigt
war, aber man sagte nur dies ist nicht unsere Arbeit, ich holte mir aus ein
anderem Frachthaus Werkzeug und oeffnete die Kiste selbst, war dannach
klitschnass vor Schweiss aber bei 40 Grad und extremer Schwuele bleibt dies
nicht aus, kam mir verarscht vor das ich ueberall zahlen sollte, dies ist
Service from your freight Agency
sagte ich aber nicht in Malaysia antwortet man mir und lachte, ich montierte
die Spiegel und klemmte die Batterie an und verlies das
Hafenfrachtgelaende, dank GPS_Koordinaten von dem Wheelers Guesthouse in
Kuala Lumphur in Chinatown,( 13 Euro, mit Bad, WC und Airc) fand ich schnell
und ohne Probleme den Weg zur Unterkunft zurueck, Nord 52 Grad 09.516 Ost
8 Grad 39.907.

Den Flugstoppover ueber Sri Lanka-Ceylon, habe ich gemacht damit ich ein
wenig von der Insel, auch Garten-Eden sehe, habe fuer 250 Euro eine
Vollzeittour mit Fahrer gebucht, wo wir in diesen 4,5 Tagen etwa 1400 km
gefahren sind und viele der Hoehepunkte haben abgefahren, es war zu kurz und
stressig, teils da ich manchmal nur 2 Stunden Zeit hatte und es ging zur
naechsten Attrakion, aber ich habe es genossen den dreckigen
schmutzigen, vollgesch*****en, gepi***en, vermuellten Staedten in Indien
entflohen zu sein, 4 Monate waren mehr als genug, um dieses gruene Paradies
mit Teeplantagen im landesinneren und Naturereignissen, wie
Wasserfaellen, Naturparks, Regenwaldatmosphaere zu geniessen.

Die naechsten Reiseerlebnisse erhaltet ihr aus
Malaysia, Thailand, Laos, Kambodscha und hoffentlich Vietnam, dort soll man
angeblich mit mehr wie 200ccm nicht hereinkommen, also immer schoen munter
bleiben, Kraefte sammeln und Nerven aufbauen fuer die anderen Laender die
folgen, beste Gruesse an alle Intressierten und Lesern, haltet eure Spiegel
oben, ich tue dies seit fast 40000 Kilometer.

Gruesse Fred Klein.

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