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Indonesien I ´07



Sumatra
                                                   

die Ausloesung des Moppeds vom Belawan Port hatte etwa eine Stunde
gedauert,Folgekosten von etwa 30 Euro vielen an,fuer die Papiere und
Warehousegebuehren und ein freundlicher Helfer,der mich schon erwartete,habe
ich mit 8 Euro ueberbezahlt,somit brauchte ich aber keine Uebernachtung in
dieser hektischen unbedeutenden Hafenstadt etwa 30km von Medan,der
Hauptstadt Sumatras einzulegen.

Mein Mopped habe ich unversehrt uebernommen,nur das der Seitenstaender noch
schraeger stand als zuvor und die Gabel verdreht ist,denke manch einer setzte
sich mit ausgeklappten Seitenstaender aufs Mopped,weil die Indonesier kurze
Beine haben,deshalb steht der Staender so schraeg.Die Personenfaehre fuhr
etwa 6 Stunden,Indonesien hat eine Stunde Zeitverschiebung zurück gegenüber
Malaysia,der Tachostand der BMW ist 179920km,1 Liter Benzin auf Sumatra
kostet etwa 4500 Ind. Rupees,etwa 40 Eurocent,Preise von denen ihr in
Deutschland traeumt,oder?.Der Strassenverkehr is hektisch,teils
chaotisch,speziell in und um Medan,100km,haben etwa 4,5 stunden gedauert,eine
Tagesleistung von 160km waren nur moeglich,das bei 8-9 Stunden Fahrzeit.
23.5.2007,Sumatra 3 groesste Insel der Welt,insgesamt 5200km zwischen dem
asiatischen Festland und Australien sind in Indonesischer Hand ein riesiges
Reich an ethnischen,kulturellen,tropischen Lifestyle,mit ueber 500 Sprachen
und Dialekten die dort gesprochen werden,zudem gibt es etwa 17000 Inseln und
eine Bevoelkerung die weit mehr wie 200.000.000 Menschen eine Heimat
bietet,die Religion ist ueberwiegend moslemisch,es ist die groesste
Islamische Nation, weltweit.Die Jahresdurchschnitts Temperaturen liegen bei
21-33 Grad,in den Bergen kuehler,1999 hat sich Timor in West und Ost
geteilt,West ist indonesisch und Ost-Timor nun eigenstaendig,man braucht ein
separates Visa dafuer,staendig gibt es Reibereien und Machtkaempfe dort.

Touristen aus Europa erhalten gegen 25 Us Dollar ein 30 Tage gueltiges Visa
bei Ankunft,ich besorgte mir aber ein 60 Tage gueltiges fuer 35 Eumel,bei der
Botschaft,weil dieses verlaengerbar ist,was bei dem 30ig taegigen nicht
moeglich ist,laut Aussage der Botschaft in Kuala Lumphur und dem
Genearlkonsulat in Georgetown auf Penang in Malaysia,denn ich werde eine
Verlaengerung brauchen,in 60 Tagen durch diese wundervolle Inselwelt zu
brettern is nich mein Ding,ab Bali wird relaxt gereist und viele
Zwischenstops am Strand eingelegt.Aber nun zu Sumatra,die Sehenswurdigkeiten
liegen konzentriert nah beisammen ansonsten bietet es nicht allzuviel fuer
Touristen,der Tsunamigefahr wegen,bewege ich mich dort und auf Java nur im
Landesinneren,halte mich der Kueste fern,wenn ich vorzeitig sterbe,dann auf
dem" Mopped" und nich durch eine Flutwelle die feige nachts oder morgens
ueber die Menschen kommt.

Die Highlights sind Bukit Lawang in den Bergen,etwa 100 Km sued-oestlich von
Medan,2003 kamen durch den angestauten Fluss (Erdrutsche,der starken
Regenfaelle wegen)mehr wie 400 Menschen ums leben,wegen einer riesigen
Flutwelle,dort unternahm ich eine 2taegige Trekkingtour,samt naechtigen im
Urwald,die Oran Utan,Longtailaffen und Black Gibbons konnte ich Hautnah
erleben,das anschliessende Schlauchrafting zurueck,brachte als Abschluss ein
Spass an den ich lange denken werde.Es sind nur wenige Touristen
unterwegs,die Betreiber von Hotels-und Guesthaeusern bedauern dieses,seitdem
die Tsunamisache passiert ist und dieVerkuerzung und Kostenpflicht des Visa
kam,bleiben die Touristen aus,heisst es.(vorher gab es bis 2002-3 ,90 Tage,frei)
Fuerwar,in Thailand und Malaysia sah ich mehr Touristen.Die
Strassenbeschaffenheit ist sehr schlecht,es gibt kaum guten
Strassenbelag,meist sehr loechrig,grob und teils in den Bergen durch
Erdrutsche verschwunden und nur mangelhaft repariert,somahl der Regen
jedesmal von vorne alles wegspuelt,ausserdem stelle ich fest das mein alter
Vorderreifen merklich an Profil verloren hat und das erst nach 2200
Gesamtfahrkilometer in Sumatra,es wird sehr knapp bis nach Australien,haette
in Malaysia doch auch den vorderen Reifen tauschen sollen,aber er hatte noch
80ig % Belag,nie wieder Bridgestone Trailmax,sie sind fuer das hohe Gewicht
der BMW anscheinend zu weich.

Ein Highlight meiner Reise war das besuchen der Freilebenden Oran Utans im
Djschungel von Indonesien,eine Vulcan Klettertour auf den aktiven Mount
Sibayak 2400m ebenfalls,(in Brastagi),die Schwefelausstoesse stinken
zwar,wenn man falsch zur Windrichtung stand, aber ein erhabenes Gefuehl
ueberkam mich,direkt am Kraterrand eines aktiven Vulkans zu stehen,was waere
wenn ein Ausbruch stattgefunden haette,die Nachwelt konnte in dem Buch der
Rangerstation lesen ,dass ein Fred Klein diesen am morgen bestiegen
hat,wohin sollte man meine letzten Habseligkeiten schicken koennen,zu meinem
Reisepaten?

Diese Reise birgt doch so einiges an Gefahr mit sich,aber wie heisst es so
schoen,wenn man nicht gerade zur falschen Zeit am falschen Ort ist geht alles
gut,oder wie war das doch gleich.
Zum ersten mal auf meiner Reise kommen mir diese Gedanken von dem Tod,ich
stelle erst jetzt so richtig fest wie schoen es doch auf der Welt ist und
sein kann,man muss nur die richtigen Orte anfahren und alles bisherige in dem
Leben aendert sich,der Triste berufsalltag in Deutschland und das teils
demuetige Wetter dazu,ach Leute,Freunde Leser und Biker allgemein,wenn ihr
auch so einen Wunsch,Traum habt, irgend etwas in Eurem Leben zu tun,dann
macht es und wartet nicht bis das Leben voerueber ist,denn dann ist es zu
spaet,geniesst es wenn ihr noch jung,fit,gesund dazu seid.
Nach Brastagi,der Vulcanwelt in Sumatra,ging es zum Lake Toba,ein Hoehensee
in ruhiger Atmosphaere,weit ab der hektischen Indonesier und des
Verkehres,einige Tage zum wandern und entspannen blieb ich hier,dort traf ich
Atulah und Sonja mit Ihrer Yamaha TDM 900 aus England wieder,wir verschifften
unsere Motorraeder zusammen von Malaysia nach Indonesien,er sorgte dafuer das
mein Mopped heile vom Zwiebelfrachter per Kran kam,er war bei Ankunft des
Bootes im Frachthafen und passte beim Entladevorgang auf,mehr ueber die
beiden unter,www.on-twowheels.blogspot.com/ und Ihrer Reise die im Fruehjahr
2006 begann.

Zusammen reisten wir ueber Bukkittingi,eine hektische Laute Stadt mit dem
nahegelegenen Ngarai Sianok Canyon,der Muezin weckt die Bevoelkerung und
Touristen bereits um 4,15 Uhr,ab jetzt wird bei der Unterkunftsuche immer auf
Moscheetuerme im Umfeld geachtet.Der Panoramapark,das Fort de Kock,ein
Betonkastennachbau des damaligen Fort der Hollaendischen Besatzungszeit von
1816,der Uhrturm im Zentrum.zwei Tage reichten mir hier,denn der Lärm machte
mich verrueckt,ueberall Gehupe,Abgasgestank und Verkaeufer,
Verkaufsversuche,sobald ein Touri erspaeht wird,ist es aus mit der Ruhe,man
versucht krampfhaft irgend etwas zu verkaufen,das geht mir so langsam auf dem
Keks,wenn ich NEIN DANKE sage muss man es respektieren und mir nich mehr
hinterher Rennen und staendig voll labbern,ich weiss naemlich wo das dann bei
mir endet,es kommen Erinnerungen von Indien hoch.dort verstanden die Menschen
auch nur die Koerpersprache,tritt im Hintern,ect.soweit kommt es hier
nicht,nach energischem Absagen,wird man doch in Ruhe gelassen,aber es reicht
mir manchmal doch schon.Nach Bukkittingi war nur noch fahren angesagt bis zur
Faehre nach Java,es gab nichts Sehenswertes mehr laut Reisefuehrer,ausser
Waelder mit Regenwald,noch und noecher,langweilig weil die Sicht auf das
Umfeld versperrt war,Berge kamen nicht mehr zum Vorschein,der Blick
konzentrierte sich mit einem Auge fest auf der Strasse gerichtet, um alle
Loecher zu umfahren und das zweite Auge beobachtete die Spiegel um zu sehen
was sich so hinter einem abspielte und im Augenwinkel,links und rechts
unmittelbar neben einem,hoechste Konzentration war angesagt,das stete
stoppen,Ausweichen vor Loechern und unnoetige Ueberholen der Minibusse die
staendig und ueberall stoppen gilt es besonders im Auge zu halten
,unberechenbare Manoever kamen zum Vorschein,man fragt sich was bei denen im
Kopf vorgeht,aber alles nichts gegen Indien,denn hier rollt es immer noch
auch in den grossen Staedten,es gibt kaum Stillstand,das war in Indien anders.???
Atulah und Sonja teilten die selbe Meinung wie ich,abends unterhielten wir
uns des oefteren ueber die Aktionen des Tages im Verkehr,wir lachten viel,man
kann es als Europaer nicht verstehen wie diese Fahrweise entsteht,es ist halt
so,jeder wird es verstehen der hierher kommt,es gab viele Unfaelle mit
Moppeds die ich sah,man sah sie schon voraus kommen und ich denke warum
bremst der nich,sieht es das Hinderniss nicht,das es gleich knallt und prompt
knallt es,vielleicht sind auch viele Jugendliche vollgekifft,Marihuana steht
bei den Rauchern an oberster Stelle,billiger wie Alkohol und ueberall
erhaeltlich,ich kann mir dieses nur so erklaeren.
Manchmal hatten wir im Sueden von Sumatra Tagesetappen von 460km,weil dort
weniger Verkehr und Regen herrschte,aber immer starteten wir sehr frueh
morgens,nach mehreren Tagen war die Suedspitze Sumatras erreicht Kalianda,die
letzte Uebernachtungsmoeglichkeit,etwa 30 km noerdlich von Bakauheni,dem
Faehrhafen nach Java ,ausser Regenwald hatte ich die letzten Tage nichts
gesehen,nichtmals die hohen Berge,der Wolken wegen,eine wohltat,das Meer zu
sehen,hoeren und riechen,nach etwa 3 Wochen in Sumatra freute ich mich am
naechsten morgen auf die Passage nach Java und noch mehr Verkehr und Chaos
wie ich von anderen Reisenden erfahren habe.Km Stand der BMW nun 182220,seit

Abreise insgesamt 53000km gefahren.

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