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Indonesien VI´07



Flores,West,-und Osttimor
                 

die Kurvenreichste aller Inseln,in
Indonesien,es gibt kaum ein Strassenstueck das laenger als 200m gerade aus
geht,eine Kurve jagt die andere,schoen fuer Biker,wenn da bei diesen
schmalen Strassen,nicht staendig mehr Fahrzeuge in den Kurven auf meiner
linken Seite entgegen kommen ,hier faehrt man sich die Reifen
rund,allerhoechste Konzentration ist beim Kurvenfahren angesagt.Unfaelle mit
Kraeder,PKW's, LKWs'-und Bussen stehen an der Tagesordnung,hin und wieder
faellt auch mal ein Einheimischer von dem Dach eines Buses,so wie ich es mit
"Mopped"und einige andere Touris im Entgegenkommenden Bus gesehen
haben,leider hatte dieser Einheimische Pech,da der Bus zu spaet,weil er zu
schnell um eine Kurve kam,wo gerade ein Minibus die Bruecke passierte extrem
stark abbremsen musste und dieser Mensch sich nicht so richtig hat festhalten
koennen,auch noch ausgerechnet in eine 10-12m tiefe Schlucht eines
ausgetrockneten Flusses mit dicken Felsbrocken fiel,er brach sich alle
Knochen im Koerper,der Busbeifahrer stieg in die Schlucht hinab ,waehrend
immer mehr neugierige Menschen auf dem Brueckengelaender zu liefen,er wollte
den toten Koerper aufheben,aber es war wie eine knochenlose Masse,der Bus
wollte abhauen,aber die Menschenmasse versperrte ihm den Weg,ich suchte
meinen Weg durch dieses Gewimmel voll von Fahrzeugen und Menschen ,sagte mir
dabei,Fred sieh zu ,das Du aus diesem Land rauskommst.Es erinnert mich immer
mehr an I.....!Flores,vom 18.-27.7.07,genau 10 Tage verbrachte ich auf
Flores,km Stand Einreise 185.500,genau 870km gefahren,Ausreise Tachostand
186.370km,hier gab es ueberwiegend katholische glaeubige Bewohner,Bier zu
bekommen war nicht das Problem,ebenfalls,hat es bisher keine
Versorgungsengpaesse mit Benzin gegeben,wenn mein Tank voll war,konnte ich
mindestens 550km fahren,um dann wieder an eine der wenigen PetraMina
Tankstellen zu tanken,ausserdem gab es am Strassenrand Einheimische die
Benzin,wahrscheinlich gepanscht,in Flaschen verkauften.Michael,der Schweizer
mit BMW R 80Gs,zog am naechsten Tag 19.7. weiter,weil sein Visa kurz vor dem
auslaufen war,er wollte die naechste Faehre nehmen nach Westtimor,ich wollte
mir mehr Zeit lassen,brauchte etwas Ruhe,mit Strand undso.Schwimmen ist meist
nur morgens moeglich,wegen der Tiede mit viel Wasser,die ueberwiegend
schwarzen Lavasandstraende waren OK,aber manchesmal schwamm viel
Muell,speziell Plastiktueten darin umher,die Menschen sehr nett und mir
Gegenueber,immer am lachen,ich weiss nicht ob es boes,laecherlich gemeint ist
wegen meinem grossen "Mopped" und meiner fuer sie noch nie gesehen
Motorradbekleidung,oder als normal freundliche Geste ?95% sind
katholiken,ueberall gibt es kleinere Kirchen und Sonntags immer samt Familie
in bunten Trachten,gehts zum gemeinsamen singen in die Kirche.Viel
traditionelle Webkunst,speziell Ikat Weberei ,eine hochwertige Qualitaet und
Motivauswahl an Tuechern ect. wurde ueberall angeboten.Der Kelimatu,ein
Vulkanberg mit drei aktiven Kratern und farbigen Seen,etwa 50km oestlich von
Ende,lud zum verweilen ein,die Seen hatten den
Farbton,schwarz-braun,tuerkisfarben und normal,bergseegruen,ich lief um die
zwei groessten Krater,genoss die morgens noch klare Aussicht ins Umfeld und
den starken Kontrast der Seefarben mit dem Umfeld,kein Mensch war mehr dort
oben,und eine Ruhe wie ich es seit langem nicht mehr erlebt hatte.die
Taiwanesische Reisegruppe war schnell durch,sehr laut und stoerend in dieser
Abgeschiedenheit.

All die Nebenstrecken zur Kueste, erwiesen sich als
Hoppelpisten,sodas ich mich nur auf der Hauptroute von West-nach Ost
fortbewegte,mein Vorderreifen bringt mich noch nach Australien,mit etwa 1,0mm
Profil,nicht sehr beruhigend.Maumere,die Hauptstadt,mit einem chaotischen
Hafenviertel,etwa 25 Km ausserhalb an der Kueste gibt es schoene
Bambushuetten am Strand fuer eine letzte Ruhephase um mehrere Tage
abzuhaengen,bevor es über die fast Menschenleeren und Verkehrrsarmen Strasse
nach Larantuka zum Faehrhafen geht,wenn da nicht immer die Fahrzeuge in den
Kurven auf meiner Seite entgegen kommen,Asiaten koennen nicht Kurvenfahren,es
ist eine lebensbedrohliche Gefahr,die es zum russischen Roulett macht,ein
Spiel auf leben und tod,langsam mittig reinfahren,kommt einer entgegen, dann
den Restplatz zum links reinziehen benutzen,einzige Chance um ungehindert die
Kurven geniessen zu koennen.Larantuka,eine kleine Hafencity mit staubigen
Strassen wie ueberall in Indonesien,hier traf ich Michael,den Schweizer R 80
Gs Fahrer wieder,www.travelpod.com/members/pajas,dort den link"Destination
Anywhere" oeffnen,er wartete 5 Tage auf die Faehre,putzte in dieser Zeit
schonmal sein Mopped fuer die Australische Qurantaene,meine Infos hiessen,am
28.7.07 ,Freitach,soll eine Faehre nach ueber 2 Wochen schlechten Wetters mit
hohen Wellen nach Kupang in Westtimor fahren.Fuer war,am morgen gegen 9Uhr
kam sie,bis sie leer und beladen war ging es um etwa 14 Uhr los,voellig
Ueberladen und voll mit Menschen,wenigen Fahrzeugen,Huehnern,Haehnen,Kueken
ect.,jeder freie Quadratcentimeter war ausgefuellt mit Waren,dazwischen
machte man sich auf Matten und Planen ans Lunch und geschlafen wurde auch
dort,das Ticket kam pro grosses Mopped und Ekonomie Klasse B,Plastikstuhl,
131000 Rup.-11 Eumel,nach 2 Stunden wurde die Vip Lounge geoeffnet,die Wege
nach unten wurden verriegelt,als alle Passagiere auf gueltiges Ticket
kontrolliert wurden,wir zogen es gegen Aufpreis von 3,10
Eumel,-40000Rup.,vor,dort hinein zu gehen,weil es nicht voll war und man
etwas schlafen konnte,die Luft war auch etwas besser,dank A/C.15 Stunden
dauerte die Ueberfahrt bei ueberraschend voellig ruhiger See,es war bei
weitem die optisch gammeligste und vollste Faehre,aber sie brachte uns sicher
ueber die Savu See,etwa 180km offenes Wasser,viele haben hier schon ihr Leben
gelassen,in Indonesien sind mehr Faehren abgesoffen,wie anderswo in der
Welt!!!!!Da wir am Samstach morgen um 5.30 Uhr in Westtimor ankamen,war noch
alles geschlossen,die Banken hatten eh zu,Internet oeffnete erst gegen 9 Uhr
und die Post ebenfalls,nach kurzem hin-und her,ging es nach einem Frühstück
an der Strasse etwas ausserhalb von Kupang mit einer Fleischkloesschensuppe
ohne grobe Brocken von Fett in den Kloessen gestaerkt weiter bis nach
Atambua,eine Bergstadt etwa 30km suedlich von Ost Timor.Die Strassen durch
die Berge waren gut,besser wie in Flores,wenig Verkehr und gelassen zu
fahren,weil weniger Kurven mit entgegen kommenden Fahrzeugen,auf unserer
Seite.In Atambua tauschten wir Sonntach morgens noch Ind. Rup. in Usdollar
retour,wegen Osttimor,dann ging es zum Grenzuebergang,wo eine Problemlose
Abfertigung auf beiden Seiten von statten ging,bei dem Zollpapier vom
Mopped,mussten wir den Zollbeamten sagen was Sie wie ausfuellen mussten,das
Millitaer wolte uns auch noch sehen, Michael musste eine Gepaeckrolle öffnen
und schon waren wir in dem juengsten neuen Land weltweit,Timor Leste.Nettes
Grenzpersonal und eine Easy Abfertigung,das Visa wurde im Pass
eingestempelt,gueltig fuer 15 Tage und kostete 30 Usd,Rup. wurden nicht
anerkannt.Welcome to Timor Leste begruesste man uns,das Land Nummer 21auf
meiner Reise um die Welt.Der Weg von etwa 150 Km,bis zur Stadt Dili,zog sich
wunderbar an der Küste entlang,Meer und unberührte Landschaft vom Tourismus
keine Spur,die Mensch lebten in Huetten,waren aermer wie die Indonesier,ich
hatte teils den Eindruck ich bin in Afrika,man rief uns auch Money Money
zu,ob es an Michaels Schweizerflagge lag,die er vorne ueber seiner Lampe
befestigt hatte,sah man uns als Hilfsorganisation an,2 Biker mit
Riesengrossen glaenzenden Alukoffern ,dort konnte nur Geld drin sein,die
kommen vom Red Cross.Landschaftlich,weil naturbelassen und unerschlossen vom
Tourismus, gefiel mir Osttimor sehr gut ,die Menschen nett,scheu,teils
zurueckhaltend aber ueberwiegend sehr arm.Lebend unter der Armutsgrenze,ich
sah in ihrem Augen ihr Leben,das nach den Kampf und all dem Leid,den die
Indonesier ihnen zugefuehrt hatten,zu Unrecht an,was sie durchgemacht
hatten.VieleHilfsorganisationen,UN,WHO,Unicef,Worldbank,usw.,sowie 2000
Australische Soldaten,+Neuseelaender sind dort stationiert,um dem juengsten
Land der Welt auf die Beine zu helfen,Anfang August 2007 wird ein neues
Parlament gegruendet und man befuerchtet wieder Unruhen,ich hoffe es bleibt
ruhig.Dieses seid 1999 neue junge Land ,hat erst in 2005,alles verloren,was
die Australier und Hilfsorganisationen in 5 Jahren arbeit muehselig aufgebaut
hatten.

Auch unseren Moppeds zu Liebe,die noch weiter 1 Woche lang im
Container auf den Weitertransport nach Darwin warten,ich fliege am 7.8.07
schon vorab nach Darwin weil ich einige Sachen besorgen muss.Es wird fast
alles aus Australien eingefuehrt,ist dementsprechend teuer und fuer
Einheimische unerschwinglich,selbst ich fuehle mich hier finanziell
ueberfordert,fuer eine Backpacker Dormitry,10 Usd die Nacht mit shared Dusche
und WC,nach langem suchen fand sich diese einigermassen ruhige und saubere
Unterkunft,um unsere Moppeds fuer die Verschiffung und ich meine Reinigung
fuer die Qurantaene vorzubereiten.Zu unser Pech viel der Frachter,vom 6.8.07
aus,wegen Problemen in Singapur,mussten also insgesamt fast zwei Wochen auf
dem verschiffen warten,genug Zeit zum reinigen des Moppeds,was 1,5 Tage
gedauert hat,dann ein Tag die komplette Ausruestung saeubern,dann zum SDV
Frachtbuero,der mit dem Containerversender Perkins zusammen arbeitet,ein
Tag,mit Moppeds in Container packen-verzurren,die vor dem Frachtoffice SDV
bereitstehen,Zoll,Carneterledigung selbst im Hafen erledigt,25Usd gespart,
und letztendlich die Frachtpapiere bekommen,gegen Bezahlung von je 236
Usd.Angaben zu Kosten und VerschiffungSDV FrachtagenturStrasse,Antonio de
Carvalno,dort in der Naehe ist die ANZ Bank und A1 Service,einfach zu
finden,kennt jeder,Einbahnstrasse,unter www.perkins.com.au,findet man unter
International Schedules die Verschiffungszeiten des Frachters nach Darwin,1
Cubikmeter Seefracht 70 UsdBaf (?) 15 Usd pro CubikTax 2,64 % per
CubikWharfage etwa 7 Usd per BikeCustomsinspektor,pro Bike 25
UsdCarnetabfertigung,25 Usd per Bike,kann man easy selber machen, im Port
rein 50m rechte Hand das Customshouse,15 Minuten,dann zum SDV Office
zurueck,dort stehen die Container ,Mopped selber verladen,-zurren,Baender und
Gurte mitbringen,Kopie Carnet wird gemacht und nach Zahlung der
Frachtgebuehr,bekommt man den Frachtbrief,fertig,etwa 1 Tag einplanen,wegen
Mittagspause von 12-14 Uhr,no electronic cash,der ANZ ATM ca,400m
entfernt,schmeisst Usd raus,eine BMW R100Gs bei Einzelversand,kostet etwa 270
Usd,fuer eine Strecke von etwa 750 km per Wasserweg,dauert 2 Tage,der
Flugfrueh genug buchen per Internet,da nur kleine Flieger(20-30 Sitze) und
schnell ausgebucht,weil nur eine Gesellschaft
fliegt,www.airnorth.com.aukostet etwa ab 216 Usd Dili,man findet sich easy
zurecht,da Einbahnstrassen teils 2 spurig den Weg weisen,staubige Stadt,eine
Uebergrosse Jesusstatur etwas ausserhalb,von weitem zu sehen,die man
innerlich besteigen kann,ist ein Highlihgt,der zu Fuessen liegende Strand
eine am Wochenende überlaufene Szenerie,ansonsten,kann man wunderbare Fotos
machen,von Menschen und dem Umfeld mit UN Fahrzeugen,die Menschen lassen
Touris in Ruhe,wobei ich glaube,das Michael und ich die einzigen Touris dort
waren,alle anderen arbeiten fuer irgendwelche Hilfsinstitutionen,wer sich
selbststaendig machen will,sollte Hochdruckreiniger einfuehren und verkaufen
oder vermieten,oder eine Carwasch- Anlage bauen,so etwas gibt es noch
nicht,koennte ein Renner werden.Ansonsten war Ost Timor ein fuer mich
normales Land,zu keiner Zeit fuehlte ich mich bedroht,belaestigt oder sonst
was,egal ob tagsueber oder spaet abends.Internet ist teuer und hat eine
schlechte Verbindung,-Lahm,so wie zuvor in Indonesien auch.Keinerlei
Einschraenkungen bei der Versorgung,die Australier bringen alles rein,selbst
super gut geil schmeckende Pizza bekommt man und VB Bier,Prost.

Demnächst mehr aus dem Land Nummer 22,meinem Geburtsland Australien.

Resumee
Insgesamt bin ich in Indonesien,vom 23.5-29.7.07,in 68Tagen,6920 Km gefahren,in
Osttimor in 10 Tagen 200km,865 Liter Benzin von guter Qualitaet liefen durch
die beiden dicken Bing-Vergaser,der Liter kostete 4500 Rup.,etwa 40
Eumelcent,die Indonesier nervten mich manchesmal,sodas ich froh bin am 7.8.07
aus Asien raus zu sein,ich freue mich auf Australien und Neuseeland,echt.

Beste Gruese an alle,bleibt wohlauf und viele schoene Reisen und Touren

wuensche ich euch,Fred.

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