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Iran´05

Am 6.9.05 bin ich nach ueber 10000km ab Abreise aus der BRD,
in Iran eingereist,auf tuerkischer Seite dauerte es ca.
1 stunde die Iraner brauchten nur 30 minuten trotz Zolldokument
abfertigung, fuer 1 Euro gab es ca. 8000 Rials,1 liter Benzin

kostet 10 Eurocent,die kleinen gelben Strassen auf meiner
Landkarte erwiesen sich als teils unbefestigte Strassen,Pisten
mit hartem Untergrund die mit der Enduro gut zu befahren waren,
in er ersten Stadt( Vafardar) wurde ich gleich von der Polizei,
Passkontrolle und einen Tee als Entschuldigung,
Bin der erste europaer den die hier sehen da ich auch den
kleinen grenzuebergang unterhalb von Dougobazit gewaehlt habe,
auf der Wache wurde noch ein Abschlussfoto gemacht dann war
ich wieder frei.

   

Meine Strecke sah wie folgt aus,es ging ueber das kaspische
Meer nach Teheran,dann nach Esfahan,Yazd,Shiraz zum Sueden
an den persischen Golf, Golf von Oman, Strasse von Hormuz,wo
exotische Temperaturen von tagsueber 52 Grad und nachts noch
35 Grad herrschten,an Schlaf war nicht zu denken.
Die Anfahrt ueber as kaspische Meer fuehrte mich hinter den
Bergen in eine verwunschene welt die gruen Fruchtbar und stark
vereregnet war,deshalb zog ich es vor den grossen Verkehr
entlang dieser Kueste zu entfliehen und dem Regen um nach Teheran
zu fahren hinter dem Keustenstrich eine bergkette mit 2000m hohen
Bergen war die Welt wieder in Ordnung, Sonnenschein und das
Gruen war auch verschwunden, trocken,was beim Moppeddfadhren
unabkoemmlich ist ,das Regenzeug stoerte nur und man muss hoellisch
beim bremsen aufpassen,da hier alle Verkehrsvorschriften nicht
existieren,jeder ist sich selbst der naechste auf der Strasse.

   

   

In Teheran hatte ich Schwierigkeiten mein pakistanisches visa
vom Botschafter zu bekommen,ich sollte eine Bescheinigung von
der deutschen Botschaft holen,die ich aber nach dreimaligen
Versuch nicht bekam da Pakistan fuer Fahrrad-Motorradfahrer als
gefaerhliches Land vom auswaertigen Amt ausgeschrieben wurde,
habe dieses visa aber dann in Zahean erhalten,letzte Stadt
vor pakistanischer Grenze, es ist nur dieser eine grenzuebergang
auf,vvon Zahedan nach Taftan, fuer Touristen.
In den Staedten ist wie immer Chaos, stehender stockender Verkehr,
die Busse halten immer an wenn Leute einsteigen wollen, mitten auf
er Strasse man muss schon sehr aufpassen links und rechts im Spiegel
sehen bevor man irgendeine Bewegung mit dem Motorrad durchfuerht,
sonst hat man gleich einen PKW,- oder Moppedkontakt,weil die hier
auf Millimeterenge auf und neben einen stehen und fahren, Wahnsinn,
wer das nicht kennt,dem vergeht schnell die Lust auf dieses Land;
zumindest mit dem eigenen Fahrzeug. Mir macht es Spass in diesem
Getuemmel mitzufliegen,da ich das schnellste Krad-fahrzeug habe
und mich auch fast ueberall durchschieben kann um in erster
Reihe loszufahren, aber es bedeutet hoechste Konzentration,
viel Wasser trinken und die Nerven behalten, dann klappt es auch
mit dem Nachbar, denn man wird staendig im Verkehr angequatscht,
waehrend der fahrt natuerlich.

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Esfahan

   

   

   

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Die Unterkunftpreise bewegen sich so bei 3-15 Euro die Nacht im
Lowbudget-gaesthaus oder Hotel,ich habe aber auch oft in der
Natur uebernachtet wenn ich einen einigermassen freien Platz
gefunden hatte der ausserhalb der Staedte kein Problem ist.
Hier spuert man noch das Flair vergangener Jahrhunderte der
Orient ruft, die alten Gebaeude und Menschen in ihrer Kleidung,
die Frauen noch verschleiert als ob sie kostbares Kulturgut sind
und niemand sie sehen darf, fuer war hier ist mir dieses extrem
aufgefallen, mit meinem finanziellen Budget von monatlich 500 Euro
komme ich hier gut hin, weil der Liter Sprit fast verschenkt wird,
10 Eurocent.In Europa unenkbar.
In Bandarr Abbas am Golf von Oman flog mir mein Endtopf weg,
ich wunderte mich schon wegen der Lautstaerke, dann war es ganz laut,
konnte ihn schnell aufheben mit Handschuhe bevor ein LKW drueberfuhr,
die Reparatur war schnell gemacht, mit poppnieten rundum, das haelt
erst einmal, die waren vorher auch schon drin,hat auch nichts gekostet,
weil ich Deutscher bin, sagte man mir.
Da ich mich abseits der Tourisdtednstrecken bewegte traf ich auch
keine weiteren Reisenden, ich genoss es wild am Strand zu zelten,
wobei ich mich mehr als nur einmal festfuhr,bei 42 Grad kein wahres
Vergnuegen,das Mopped zu schieben.

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Teheran

   

   

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Nach fast 5500 km in Iran kann ich nur bestaetigen das es auf der Welt
viele schoene Orte, Staedte gibt in denen man das gefuehl hat,als
lebte man noch im Jahre 1600, nur das der Muell und die Luftver-
schmutzung und die Ueberbevoelkerung dazu gekommen ist, die Basare,
Handwerker,Bekleidung der Menschen ist fast noch so wie damals,
ein schoenes Gefuehl mich mit meinem Outfit und Motorrad als
moderner Jediritter von Mars zu bezeichnen, den dies gab ich oft
als Antwort woher ich komme, als Joke.
Natuerlich die meist gestellte Frage von Freunden von zu Hause aus,
das Essen ist gewoehnungsbeduerftig, aber nach ca. 1 Monat im Iran
und nur einmal Durchfall ist es nicht anders, als wenn man in
nordafrika ist, dort erwischt es auch jeden einmal, die Menschen
sind alle sehr nett,ich hatte keine schlechte Erfahrungen mit
Diebstahl betrug zu tun, sicherlich zahlen Touristen einen kleinen
Aufpreis, aber dies ist ueberall auf er Welt so, Iran ist ein
wirklich sehr gut zu bereisendes Land mit ueberaus viel alter Kultur
und best erhaltenen Objekten die jahrhunerte ueberlebt haben, zudem
ist es billig, wenn man es so wie ich bereist, immer mit einem Auge
auf das Geld, umsolaenger kann meine Reise fortdauern und trotzdem
kommt mein innerer Kreislauf nicht zur Ruhe, da ich staendig mit
neuen Eindruecken beworfen werde und diese kaum verarbeiten kann,
dies ist ein wirklich grosses Problem, aber dann nehme ich mir eine
Auszeit zum Relaxen und dann wird wieder durchgestartet.

Auf in neue Abenteuer, das naechste waere dann Pakistan.

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