[home]  [reiseberichte ab 95]  [reiseberichte`05 bis`07]  [reiseberichte ab`07]  [info]  [gästebuch]  [weltkarte]  [links]

 

Island´03

Eine  Islandreise mit dem Motorrad

Nach gründlichen Überlegungen viel meine Auswahl diesmal auf Island, ich entschied mich deshalb dafür,
weil ich viel Offroad fahren wollte.

    

Die Frage mit welcher Maschine war klar, diesmal mit der XT Kickerversion,
da von vielen Wasserdurchfahrten die Rede war und diese eine große hoch angebrachte
Gepäckbrücke hatte, wo ich zwei Gepäckrollen  eine für´s Campingequipment und eine
für´s persönliche Zeug oberhalb der Sitzbank, geschützt vor Wassereinbruch
positionieren konnte.

    

Bei 3 Wochen entschied ich mich für die schnellere Passage nach Island,
Mopped per Anhänger zum Hamburger Hafen bringen, die Fa. Eimskip (www.eimskip.de)  
sind Experten in Sachen Island,
der Transfer dauert 2 Wochen und kostet für´s Mopped hin –und zurück ca.
500,-€, dank EU Mitgliedschaft gibt es keine Probleme mit dem Zoll und ich flog von
Bremen nach Kopenhagen und von dort nach Island,
ebenfalls Kosten von ca. 500€, so hatte ich 3 Wochen für Island Zeit.

Vor Abflug der obligatorische Anruf im Frachtterminal von Eimskip ob mein Mopped auch
da sei wurde bejaht.
Auf geht´s.

    

Island, 56% der Insel sind Wüste und Ödland, es ist die größte Vulkanische Insel auf der Erde,
12% sind davon vergletschert, die höchste Erhebung ist der Hvannadalshnükur mit 2119m,
Amtssprache ist Isländisch,
aber jeder kann Englisch, wer schon einmal in Norwegen war hat sich an die Preise gewöhnt,
nur das es auf Island noch teurer ist, man sollte eine Reichweite von 550km haben,
denn einige Inlandpisten haben ca. 600 km ohne Spritversorgung.

    

Es stehen überall Hinweisschilder für die Pisten, so gut ausgeschildert
habe ich noch kein Land bereist.
Ein Großteil der Bevölkerung von 280.000 Menschen lebt in der
Hauptstadt Reykjavik und nur dort gibt es einige Bäume, der Rest von Island ist baumlos.
Überall wird Treibholz zum trocknen aufgehäuft .
Das Wetter ist sehr wechselhaft, ich war im Monat August unterwegs und so bekleidet
als wenn ich im winterlichen Deutschland herumfahren würde, unbedingt auf wetterfeste Kleidung achten,
denn Tagesdurchschnittstemperaturen von 5-14° Grad sind für August normal.

Nachdem ich ein paar Lebensmittel gekauft hatte ging es gleich ins Landesinnere nach
Haukadalur zum Geysir und zum Wasserfall Gullfoss,
ich wollte das atemberaubende ausbrechen der Geysire sehen,
mit ihren bis zu 20m hohen Wasserfontänen und den tosenden Wasserfällen,
die sich schon von weitem durch ihre Gischtwolken und tosendem
Lärm ankündigten, sehr beeindruckend dieses Naturschauspiel.

    

Immer weiter in´s einsame menschenleere landesinnere vorzudringen ,
die Inlandpiste F 26  (Kjalvegur ) bis zum
Norden und von dort ins Fjordenland, was sehr zeitintensiv ,aber sehenswert ist,
dann weiter über ausgeweitete
Küstenpisten bis zum südlichen Einstieg der F 35 ( Sprenisandurvegur )
in Landmannalaugar in der Nähe des größten
Gletschers von Island dem Vatnajoköll vorzudringen, mit zahlreichen
Wasserdurchfahrten von 5-50m und teils bis zu 
ein Meter tiefem Wasser, bin ich froh nicht die R100Gs
für diese Reise genommen zu haben.

    

Ich befuhr die Piste F 910 ,die direkt um den Vatnajoköll geht ,
bedingt durch den starken Regen, der nasse Vulkansand
war sehr schwer zu befahren, es blockte mich ein
entgegenkommender Landrover eines Engländers ab.
"Where you are going,  you are alone, you are crazy ".. ich antwortete "what´s happend"...
Er klärte mich auf, daß er schon seit 15 Jahren hier her kommt und drehte deshalb
um und bat mich innigst dieses
Stück nicht allein zu befahren, da es dort noch Treibsandfelder
gibt und jedes Jahr Touristen vermisst werden,
selbst er mit dem Landrover hat es nicht geschafft, da es einfach zu viel Regen gab und auch die
Wasserfurten extrem gestiegen sind und nicht befahrbar waren.

    

Mein Weg folgt nun den Hauptpisten,
da ich noch knapp eine Woche Zeit hatte machte ich in Husavik
eine Walbeobachtungstour und fuhr ausschließlich die teils asphaltierte
Ringstraße südlich entlang des Nordmeeres
vorbei an Gletschern und Seen Richtung Reykjavik, mein Mopped brachte
ich in den Hafen und hielt mich noch ca. 
2 Tage in der Hauptstadt auf bevor ich nach 4500 gefahrenen Kilometern,
davon 3500 km nur Pisten auf dem Rückflug
in die Heimat machte.

    

2 Wochen später holte ich die Xt 600 vom Hamburger Hafen ab und ließ noch einmal Revue passieren,
trotz des hohen finanziellen Aufwandes von 1000 € für den Transport,
war dies ein Urlaub den ich nicht vergessen werde,
weil kaum ein anderes Land soviel Naturschauspiele zu bieten hat wie Island,
Land aus Feuer und Eis.

    

 

[reisevorbereitung]  [reiseinfo]  [presseberichte]  [specials]  [spenden]  [spenderliste]  [sponsoren]