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Mexiko 2012



Mexiko

Das Fahren in der Vierertruppe macht echt Spass. So, wie in Zentralamerika habe ich Mexico mit Jana, Patrick und Roman auf ihren Transen bereist. Vom 30.3.12-26.4.12 haben wir etwa 7000 erlebnisreiche Kilometer sicher hinter uns gebracht.
Ja und meine Bergziege “Frieda” hat wacker durchgehalten. Obwohl ich mit den Transen und ihr Zweizylinder Power nur durch hartknaeckiges Gas aufreissen und Windschatten fahren dranbleiben konnte, speziell bei Bergauffahrten. Der Oelverbrauch stieg auf beachtliche 1,3 Liter bei 1000 KM, allerdings bei ueber 4500 Rpm. Vorab, ich habe es insgesamt 110.000Km bis Gary in Alabama geschafft, wo ein neuer Motor (3000,-Usd) mit 13 Meilen von einer Unfallmaschine auf mich wartet.

Jana der Tourmanager und Kopf der Truppe, plante tagtaeglich die Route. Ich schloss mich ihnen an und wollte auch nicht meine Meinung einfliessen lassen, das hatte ich schon in Kolumbien klargemacht, obwohl man mich oft fragte und um meine Meinung bat.
Ich genoss es einfach ihnen hinterher zu fahren, mal andere Biker vor einem zu sehen, nach sechs Jahren Solo Reisen eine ganz angenehme Situation.
Patrick der GPS Manager und in Staedten Vorfahrer hatte alles im Griff, ausserhalb, fuhr dann oft Roman der Transen-Jungster vor und gab das Tempo an, mit angenehmen SPEED von etwa 80-100km/h ging es durch Mexico. Bumper , Geschwindigkeitsblocker vor und in Orten machten Jana’s tiefergelegte Transe mit Hauptstaenderaufsetzer Probleme, aber sie meisterte es gut. Ich hatte einen harten Durchschlag und riss eine Schraube meiner Unterbodenplatte ab, die Oelablassschraube blieb unbeschaedigt.
In Mexico fuhren wir von Belize ausreisend nach Yucatan am 30.3.12 ein. Kosten von etwa 50,- Usd waren faellig und eine wieder Rueckzahlbare Kaution von 400 Usd,- Baujahrabhaenig, musste hinterlegt warden. Alles dauerte etwa 1 Stunde, also verdammt schnell, nette Beamte an der Grenze machten alles einfach und Jana wartete meistens draussen bei den Bikes als Security Guy. Obwohl wir / ich mich nie unsicher fuehlte, entgegen vielen Aussagen von anderen Reisenden.
In Yucatan schauten wir uns viele Inkatemple, wie Uxmal, Edzna, Palenque etc. an. Langsam ging es dann Richtung Norden, ueber Chiapa de Chorzo, Oaxaca, Cuautla, Taxco, nach Mexico City zu einer der groessten Pyramiden in Teothihuacan. Wir umfuhren Mexico City weitlaeufig, wollten schliessslich nicht das unsere treuen Gefaehrten einen Hitzetod im Stop and Go Verkehr sterben.
In Guanojuato wurde mir mein Kennzeichen von “Frieda” abgeschraubt, ich sah aus der Ferne wie jemand sich an dieser zu schaffen machte und kam gerade rechtzeitig um dieser weiblichen Person mein Kennzeichen aus der Hand zu reissen. Jana kam mir zur Hilfe, aber die Situation hatte sich entschaerft, man gab mir zu verstehen, dass mein Bike im Halteverbot stand, einige einheimische PKW hinter mir allerdings auch, nur die blieben unbeschadet. Parkraum war wenig bemessen und so parkten wir unsere Bikes wo Platz war um nach Unterkunftspreisen die Uebernachtungslage zu checken.

In Mexico wird oftmals viel Strassenmaut fuer private Autobahnen verlangt, ein Beispiel, etwa 300km fuer 10 Eumel, da kommt schon einiges zusammen, allerdings kann man ungestoert und ohne Geschwindigkeits Bumper fahren und Kilometer runterreisen.
Ich plante ueber den Copper Canyon der im bergigen Inland liegt zu fahren, waehrend die drei Transen die Kuestenstrecke vorziehen wollten, wir wollten uns weiter oben nach einigen Tagen wiedertreffen. Am anderen Tag gesellten sich dann doch die drei Transen zu mir um die Copper Canyon Gegend gemeinsam zu bereisen, es ist eine abgelegene Gegend und nur eine asphaltierte Strassen geht hindurch, wo schon einige Ueberfaelle auf Reisende, auch Biker veruebt worden sind. Sie meinten als meine Eskorte mitkommen zu wollen, eine nette Geste, es war auch eine schoene Strecke fuer Biker, teils oftmals zu kurvig, weil man nicht schnell fahren konnte.
Wieder gemeinsam vereint ging unsere Vierertruppe durch die traumhafte Gegend und umging somit auch die teure Strassenmaut entlang der Kuestenstrecke. Roman und ich trennten uns zwei Tage vorher von Jana und Patrick, weil wir vorausfahren wollten um in Hermosillo, neue Reifen und Oelwechsel an den treuen Bikes machen wollten.
Alles klappte gut, Reifen waren schnell gefunden und auf dem Rueckweg vom Reifenshop zur Unterkunft erwischte ich ein glasiges Spiegelglattes Stueck Asphalt in einer Kurve wo meine Frieda einen 180 Grad Toern mit 25km/H hinlegte den ich nicht unbeschadet mit meinen Trekkingsandalen und Hautabschuerfungen am rechten Fuss und linken schlimmen Bein hinlegte. Wollte ich doch erst meine halbhohen Bikeboots anziehen, aber bei 40 Grad Hitze fuhr ich leichtsinnigerweise mit den Latschen und bekam die Strafe dafuer.
Zwei Wochen humpelte ich durch die Gegend und die Hautabschuerfung am linken Schienbein dauert heute noch an, 6 Wochen spaeter habe ich eine nicht heilende offene Wunde dort.
Jana und Patrick kamen einen Tag nach uns in Hermosillo an, eine letzte gemeinsame Nacht und Abendessen zusammen, ich entschloss mich dazu mich von ihnen zu trennen. Nicht weil ich sie leid war, wir waren eine tolle Truppe, sondern meine “Frieda” mit einem neuen Motor in Alabama versehn wollte.
Ich habe ein wenig Zeitdruck, weil ich Alaska hinter mir bringen will und Ende Juli in Vancover sein muss um Traute, meine Reisebegleiterin in Equador wiedertreffen moechte.
Jana, Patrick und Roman wollen in die Grand Canyon area und einige weitere Nationalparks bereisen, dies werde ich auf meinem Rueckweg im September, Oktober 2012 machen, mit weniger Zeitdruck. In allem war es eine gelungene spassige Gemeinsame- ,Unterhaltungsvolle Reise in der Viertruppe, ohne nennenswerte Zwischen-,oder Ausfaelle. Ich folgte die Mautfreie Landroute nach dem Grenzuebergang Agua Prieta in den USA. Wir alle mieden die bissy Strecke ueber Noagles in die USA. Die Einreise war wirklich easy und ausser ein paar uebliche neugierige Fragen wie man solange allein Reisen kann und die finanzielle Hintergrundfrage wer mich finanziert war ich ruckzuck in den Staaten. Hier ist keine vorlaeufige Einfuhrform fuer das Motorrad von noeten, bei Landesgrenzeinreise.

Die Ausreise von Mexico dauerte nur 10 Minuten, die Rueckerstattung der 400,-Usd Caution fuer das Mopped wurde auf mein Visakartkonto retour erstattet. Voellig easy und unbuerokratisch, aber man hat meine Fahrgestelnummer vom Bike gruendlich kontrolliert.

Welcome to the USA begruesste mich der Beamte an der Grenze und wuenschte mir einen guten Aufenthalt, aber dazu demnaechst mehr, ueber den Aufenthalt in der USA,

bleibt alle gesund,

Fred.

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