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Nepal´06

Am 6.12.2005 Nikolaus, bin ich mit einem Kilometerstand von 154.570km,nach
ca. 2 std. Aus-\Einreiseformalitaeten von Indien nach Nepal eingereist,ein
entsprechendes Visum fuer

Nepal erhaelt man gegen 30US_Dollar,Gueltigkeit 60
Tage, direkt an der kleinen Grenze die an einem Fluss grenzt der per Bruecke
2fach ueberquert werden muss,man meint niemals ,das dies der Grenzuebergang
ist,aber die vielen Menschen die dort verkehren,sagen einem hier muss es
richtig sein,ich bin vom Westen aus richtung Corbett Nationalpark
eingereist,um Nepal dann komplett vom Westen nach Osten zu durchfahren,es
gibt auch nur diesen einen Nationalhighway.
die Zollpapiere wurden mit einer solchen Einfachheit ohne Computer in
Buechern eingetragen und erledigt,daran sollten sich andere Laender ein
Beispiel nehmen die dieses Verfahren sehr umstaendlich machen und es sehr
lange dauert.
Das Preisniveau ist fast wie in Indien,der Sprit kostet etwa 80 Eurocent der
Liter und Unterkunft im Low Budget Bereich gibt es mit Toilette und Dusche
schon ab 3 Euro, wobei nicht immer warmes Wasser vorhanden ist, man muss dann
gegen Kleingeld einen Eimer mit heissen Wasser kaufen, das geht ganz
gut, Essen und Getraenke ab 1Euro.
Der Kurs lag bei etwa 83 nepalesische Rupees fuer ein Euro.
Das Wetter war ueberwiegend sehr gut, immer Sonnenschein mit
Tagestemperaturen von 25-35 Grad, morgens und abends wurde es dementsprechend
kalt, da man sich auf einer Hoehenlage von 500-2500m bewegt je nachdem wo man
ist, Pokhara,ca. 1300m , Kathmandu, ca.1700m, Nagarkot,2000m, Daman
2500m, Jiri+Kodari ca. 1500m ueber Meereshoehe, das Regenzeug brauchte ich
auch hier nicht.

Im Bardia Nationalpark blieb ich einige Tage um einen "Djunglewalk" zu machen
und mich von den Verkehrsstrapazen in Indien zu erholen, da hier kaum
Strassenverkehr herrschte, wenige Busse ,Lkw und kaum Pkw´s, aber dafuer umso
mehr Fahrradfahrer und Rikschas.
Hier konnte ich,da Nebensaison war ausgiebig mit
Elefanten, Rhinozerosse, Dammwild mit meinen Fuehrer einhergehen, da kaum
Touristen da waren und es sehr ruhig im NPark war, sodas ich viele dieser Tiere
aus naechster naehe sehen konnte, siehe auch den link auf meiner Webseite zum
Bardia-NPark.
Von dort ging es immer richtung Osten, bis nach Lumbini,dem Geburtsort von
Buddha, wo viele Laender sich mit Glaubenshaeusern im Landestypischen Stil
verewigt haben, auch Deutschland ist vertreten mit einer Monasty
unglaublichen Ausmasses und einer Schoenheit die viele andere Laender in den
Schatten stellt, kaum jemand weiss dieses in Deutschland, auch ich war verwundert
wie ich dieses sah, dort steckt viel Geld drin, aber es ist sehenswert und
steigert das Ansehen Deutschlands als wohlhabendes Land.

Pokhara eine Touristenhochburg, nach Kathmandu an zweiter Stelle, von dort
fuehren viele Trekkingtouren ins Hochgebirge des Himajalah, ich nahm
Abstand, da ich untrainiert bin und nicht weiss ob dies meinem Asthma gut
getan haette, ich bin mit dem Motorrad durch so viele Bergregionen gekommen
mit Hoehenlagen von bis zu 3000m, mit wunderbarem Blick auf das Himajalah-
gebirge das ich mir dieses teure Geld gespart habe, das verlangt wird.
Es war wieder eine kleine Inspektion faellig , Oelwechsel und Kerzen tauschen
nach 8500km, Ventile wurden auch eingestellt, das erste mal bei der Reise, da
der Einlass zu stramm-eng war, sodas mein Mopped danach wieder ruhiger
lief, den Oelfilter wechsle ich nur jedes zweite mal da ich nicht genug
vorraetig habe.
In Kathmandu habe ich einen vorherigen Reisekollegen,
Ingo, (www.ingoweltweit.de) wieder getroffen, wir verbrachten einige Tage
zusammen,er hat sich von seinem Ueberfall in Indien erholt.

Ich blieb
geschlagene 3 Wochen in Kathmandu, Thamel, wo ich unters Volk die Weihnachts,-
und Neujahrestage verbrachte, da ich sowieso ca. 2 Wochen auf mein indisches
Visum warten musste.
Die ind. Botschaft, war taeglich mit ca. 100 Reisenden ueberlaufen, die
ersten kamen schon um 2 uhr morgens und warteten, ich beauftragte eine
Agentur die fuer etwa 15 Euro mehr dies fuer mich erledigte, so konnte ich in
Ruhe mein Bangladesh Visa holen das ohne Probleme noch am gleichen Tag
fertig war gegen 36 US_Dollar fuer 3 Monate.
Ich hatte hier Zeit um alle Sachen durchzusehen und flicken und naehen zu
lassen, da ich meine Hosen vom Schneider habe enger machen lassen muessen, die
Stiefel mussten auch genaeht werden, dies war das erste mal in den letzten 5
Monaten das ich so lange an einem Ort blieb, es tat mir und dem Mopped
gut, hier herrschte viel Tourismus und Pkwverkehr, ganz Kathmandu lebt vom
Tourismus, ich besuchte in dieser Zeit den beruehmten Affentempel, die Buddha
Stupa in Boudah, Patan einem alten Stadtteil mit Tempelanlagen, ebenso Durbar-
square in Thamel , Bakthapur alles alte Tempelanlagen, die nicht gepflegt
werden sondern langsam aber sicher dem Verfall drohen, wenn Nepal nicht etwas
unternimmt, ebenso den Pashupatitempel wo nur Hindus hinein duerfen, hier
habe ich auch zum ersten male die Holzscheiterhaufenverbrennung von Toten
gesehen was mich sehr tief bewegte, da ich mir dieses habe nicht vorstellen
koennen, die Familienangehoerigen nehmen Abschied bei der letzten Waschung
des Leichnams im Bagmatiriver, der sehr dreckig ist und kaum Wasser hat,
zum Schluss werden die Ueberreste in den Fluss
gekehrt, wo die Seele ihren Frieden findet, man kann sich aber auch vorstellen
das nicht alles verbrennt?

In Kathmandu habe ich die Shangrilla-freight Agentur ausfindig gemacht, Herr
Kumar tel. 9851023258 im Ortsteil Thamel ist behilflich bei der
Luftversendung von Motorraedern, die auf Alurollplattformpaletten gepackt
werden, das Kilo nach Bangkok, Thailand, kostet 1,44US_Dollar, nach Kuala
Lumphur, Malaysia 2,33 US_Dollar und nach Pennang, Malaysia 2.63US_Dollar,
dazu kommen ca. 6000Rupees handling.
Nachdem ich mein Visa fuer Indien hatte, verliess ich sofort Kathmandu, da

ich zwischenzeitlich Probleme mit mein Asthma hatte, habe 1 Woche inhalieren
muessen, denke das ich bei all meinen laufen zuviel Abgase habe eingeatmet.
(diese Stadt versinkt im Smog).
das naechste Ziel war Nagarkot, 2000m ueber Null, mit herrlichem Blick auf die
Langtang Himalaja Ranges, dann nach Kodari, Grenzort nach Tibhet, wo ich ohne
Visa nicht reinkam und mein Motorrad sowieso haette nicht einreisen
duerfen, es war ein Versuch wert.

Jiri, 1800m, ebenfalls ein Trekkingdorf wo Touren nach den Mount Everest zum
Basislager unternommen werden koennen.

Es hat in Nepal einen kurzen Frieden
zwischen den Maoisten, die eigenstaendig
und eigene Rechte haben wollen gegeben
und dem nepalesichen Koenig, der
diese Maoisten aber nicht anerkannt bis
zum 3.1.2006, danach sind wieder
verstaerkt Schiessereien mit Toten auf beiden
Seiten und in Pokhara Bombem
hochgegangen, wo es viele Tote gegeben
hat, aber Touristen werden daraus
gehalten und sind nie in Mitleidenschaft gezogen worden.
Am 7.2.2006 soll es
in Kathmandu neue Wahlen geben,die ersten seit vielen Jahren,
die Stadt wird eine Woche vorher dichtgemacht
da mit Problemen zu rechnen ist, ich kann nur
jedem raten in dieser zeit nicht in
Kathmandu zu bleiben,
da es wahrscheinlich
viele Schiessereien und Anschlaege geben
wird, ob da Touristen rausgehalten werden
koennen bezweifle ich diesmal?

Unterwegs hoerte ich von einem neuen Budda, es sitzt seit 7 Monaten und 28
Tagen ein 16 jaehriger Junge namens Palten Dorje ( Ram Bojeim) in dem Wald
Ratajone bei Nigjardha zwischem einen Baum und meditiert, kein Wasser, kein
Essen nichts, ich durfte bis auf 10m heran und ein Foto machen, aber fuer mich
sieht es aus als ob er tot ist, seine haende sind an den Fingerspitzen
schwarz und sein Mund zieht sich nach unten aus dem Gesicht heraus,
denke das er dort gestorben ist womoeglich bei dem Versuch
langzeitlich zu meditieren, aber da alles profimaessig aufgezogen ist denke
ich das man eine Geldeinnahmequelle gefunden hat, es kommen taeglich etwa
5-10000 Menschen von Indien und Nepal her um dieses Wunder zu sehen?
Ich denke er ist schon laenger tot!

Mein Abschluss aus Nepal habe ich mit 2 Tagen Aufenthalt im Koshi Tappu
Wildlife Resort verbracht, wo ich viele Vogelarten, einen Gangetic Suesswasser
Delphin, Elefanten und Bueffel gesehen habe, eine Oase von Stille und
Erholung, kein Strassenlaerm, das Wetter hat sich aber geaendert, da ich auf
Hoehenlagen von 100-250m war, kam morgens verstaerkt Nebel dazu und es war
auch kaelter, da die Sonne erst gegen Mittag durchkam, das sollte auch in
Indien so weitergehen, aber dies wird die naechste wahre Geschichte von mir.

In diesen ca. 6 Wochen , 6.12.05-13.01.2006 in Nepal fuhr ich 2063 Kilometer,
es ist ein liebenswertes, nettes, kleinwuechsiges Volk was weniger
Strassenverkehr hat, aber dafuer mehr Fahrraeder und Rikschas, die extreme
Luftbelastung in Kathmandu ist das groesste Problem in diesem kleinen Lande
und die Maoisten werden weiter um eigene Rechte kaempfen und es wird
weiterhin Unruhe herrschen bis der Monarch eine Loesung akzeptiert die fuer
beide Seiten annehmbar ist.

Gegruesst sind alle Reisenden, Fred Klein

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