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Neuseeland III´09



Kia ora
Hallo
                                                                   

Neuseeland Teil 3

Pechwelle reisst nicht ab ?
Nachdem ich am 29.9.09 einen Monat frueher wie gewollt nach Neuseeland zur
Suedinsel  retour kehrte, weil es Probleme mit der Bergziege beim Kawasaki
Haendler in Timaru gab.

Dort angelangt hiess es das meine CDI Box defekt sei, das Mopped war nur
unzureichend repariert, eigentlich war ich schockiert ueber den Zustand, hatte ich
noch vor der Abreise zur Genesung nach Australien den kompletten Reparaturpreis
in Bar bezahlt, es hiess, dass man mehr Stunden an der Bergziege gearbeitet hat
wie im Kostenvoranschlag genannt.

Mit anderen Worten es war Baustopp nachdem das Geld ausgegangen war, das
schlimme ist, das Mopped wollte nicht anspringen nachdem ich es dort wegholen
wollte und bei Stu und Mark, zwei ortsansaessige Biker, die mir Ihre Hilfe anboten,
in deren  Garage ,es selbst zuende reparieren.

Man teilte mir mit die CDI Einheit (teuerstes Elektroteil am Krad)sei defekt, was ich
jedoch verneinte, das Mopped lief nach dem Crash ohne Startprobleme und fuer
laengere Zeit, trotz mehrmaligem Starten und warten das die Temperatur des
Wasserkuehlers automatisch den Zusatz-Ventilator anschaltete war mir klar, dass
es keine Probleme beim Unfall mit den Motor gab, nur eben Plastikteile etc. sollten
ausgetauscht werden, samt Sturzbuegel und Kofferhalter richten, auch die
24.000km Inspektion, samt neuem Vorderreifen.

Es ist schon was dran, wenn man sagt, verlass dich auf andere und Du bist
verlassen.

Nach laengeren hin und her solle ich in zwei Stunden wieder kommen, was ich
tat, allerdings in Begleitung von Stu und Mark.

Es hiess gleich, das Mopped laeuft, also doch nicht die CDI Box defekt, wollte man
mich abzocken und mehr  Geld von mir haben, es gab auch keine Antwort
darauf, woran es gelegen hatte, wisse man nicht ??????

Ich startete und war auf den Weg nach Marks Garage, etwa 2 km vom
Kawadealer, ruckelte und stotterte der Motor und ging aus, mitten auf einer
Kreuzung, ich sprang ab und schob die Bergziege an die Fahrbahnseite, nach
mehrmaligen starten nichts, mir viel auf das beim fahren das Intrumenten Panel
etwas herabsackte, ich schob es hoch und startete, die Bergziege sprang an, ich
schob es herunter der Motor stoppte,ahaaa, also ein kleines elektrisches Problem
mit Kurzschluss war die Ursache, easy zu finden und fixen.

Die Inspektion fuehrte ich selber durch,plus Oelwechsel, nichts hatte man
erledigt, trotzt Bezahlung, das Ventilspiel ist Ok und muss erst wieder bei 48000km
geprueft werden.

Ulrike und Denzil Paterson, die deutsche Krankenschwester und ihr Ehemann, die
mir zuvor schon bei dem Unfall und Krankenhaus Aufenthalt geholfen hatten,
besuchte ich des oefteren und wurde sehr oft zum essen eingeladen, vielen lieben
Dank dafuer, auch meine Waesche konnte ich jedesmal dort waschen und
trocknen.

Nun war es aber an der Zeit den Rest der Suedinsel unter die Raeder zu
nehmen, was ich zum Zeitpunkt des Unfalles im Mai nicht erledigen konnte solle nun
noch bereist werden ..

Anfang Oktober, es war der kaelteste und feuchteste Oktober seid 70ig Jahren,
machte ich mich auf dem Weg ueber Meyers Pass zur Hakataramea Road, der

Strecke wo ich den ersten Unfall mit dem ueberbreiten Maehdrescher hatte (Mai
2009), es war schon ein komisches Gefuehl den Ort wieder zu sehen, kein
Anzeichen war mehr vorhanden.

Das Hakatarameavalley mit schoener Landschaft, z..Zt. war eine Millitaeruebung zu
gange, grosse Millitaerfahrzeuge zwangen mich immer wieder von dem Track
auszuweichen, noch sass die Angst von dem Unfall im Nacken, wollte dieses kein
weiteres mal erleben, deshalb fuhr ich sehr langsam und gab immer den Weg frei,
indem ich weit in die Pampa auswich, auch des staubes wegen.

Die Blackforest Road ueber LAKE BENMORE war wegen Lammzeit der  Schafe 
geschlossen.

Lake Tekapo, mit dem einzigen Sternen Observatorium in Nz, (1200m) Mount
John, gab einen schoenen Ueberblick ueber die Gegend die ich nicht befahren
durfte.

Danseys Pass von Duntroon nach Ranfurly, Alexandria nach Clyde, Bannockburn
und Duffers Saddle, hoechst befahrbarer Pass,1300m in Nz, ueber Nevis Crossing
war der Highlight fuer Biker auf der Suedinsel, nachdem man den Pass ueberquert
hat, folgt eine lange Abfahrt ins Tal, hinter den Remarkables, dort bluehte alles im
Fruehling und ich musste etwa 30ig Fluesse durchfahren, die aber nur maximal
70cm tief, mit klarem Wasser waren, sodass  man die untiefen gut sehen konnte.

Am Ende kommt man dann bei Garston raus, was etwa 70km suedlich von

Queenstown liegt, man blickt von 1000m Hoehe in ein riesiges Tal hinunter und
sieht die Schneebedeckten Berge der Suedalpen Richtung Milford-
Doubtfulsound, Queenstown.

Ein muss fuer Endurofahrer,ebenfalls Radfahrer, einige Abschnitte waren
weggespuehlt und selbst fuer 4 Wd zu schmall, das war Abenteuer pur,nach
inzwischen 16.000km auf der Suedinsel, dachte ich es gibt nichts schoeneres.

Ueber relativ wenig befahrene Nebenstrecken und Pisten ging es weiter nach
Invarcargill zur zweit groessten Insel Stewart Island, meine Bergziege blieb im
Flufzeughanger und ich flog hinueber, was billiger war als wenn ich die Faehre mit
dem relativ teuren Bustransfer genommen haette, ganz zu schweigen  einem
sicheren Unterstellplatz zu finden.

Eine Woche war genug, das Wetter schlechter und kaelter wie woanders, alles was
aus der Antarktis kommt geht hier zuerst als Regen und Schnee herunter..

Ich lieh mir Regenzeug samt Gaskocher und Rucksack um den dreitaegigen Rakiura
Track zu erlaufen, mein lieber Freund Volker aus Duesseldorf, wie Du siehst werde
ich noch zum Wanderer.

Leider sah ich hier keine freilebenden Kiwis, ich hoerte sie nur, nachts, das war
eigentlich ein Hauptgrund nach Stewart Island zu kommen, der Walk war easy,
aber durch das schlechte Wetter wurde es zur Schlammschlacht, teils steckte ich
bis zu den Waden im Schlamm, ausser ein paar Kaka, Kea aehnliche Papageien sah
ich kein Tierleben, auch war es totenstill im Wald, wenn der Wind mal nachlies.

Im Bunkers BBH Backpacker waren fast nur junge deutsche Reisende abgestiegen,
nirgendwo anders auf meiner Reise habe ich mehr deutsche getroffen wie in
Neuseeland.

Mit Stewart Island habe ich nun alle Tracks und Highligts gesehen und erfahren,
nun hiess es nach Timaru zurueck zu kehren, wollte ich mich doch von der
deutschen Krankenschwester Ulrike und Ihrem Ehemann Denzil verabschieden.

Von Invarcargil ging es wieder durch die Catlins nach Balclutha, Dunedin zur
Peninsula, zur Albatross-Kolonie, diesmal konnte man nachmittags die riesigen, mit
bis zu 2m Spannweite, Albatrosse im Wind gleiten, -segeln sehen, beeindruckend
schwebten sie wie die KOENIGE DER LUFT am Taiaroa Head ueber mir.

Port Chalmers, Waikoutai, Moeraki Bolders, Oamaru nach Timaru folgte ich dem
langweiligen Highway schon zum dritten mal,

Wie es der Zufall so wollte, fand ich arbeit bei Greg in Timaru, er ist Builder und
macht allerhand, so komme ich in den Genuss, in der Neuseelaendischen
Handwerkskunst rein zu schauen, reich wird man hier nicht, fuer etwa 15,- Nzd die
Stunde, knapp 7 Eumel, komme ich aber hier gut ueber die runden und kann meine
Rreisekasse dazu noch etwas aufbessern.

So geniesse ich die Zeit des reisens mit zwischenzeitlichen Arbeiten in dem
jeweiligen Land.

Nun komme ich auf die obengenannte Pechwelle zurueck.
Die Wochenenden sind arbeitsfrei, sodass ich mich einigen Bikern hier anschloss um
Ausfahrten in die nahegelegene Umgebung zu machen, dann passierte es, auf dem
kurvenreichen Weg nach Geraldine, bei 130km/h, in einer Kurve ein Plattfuss im
Hinterrad, das Mopped schoss nach rechts ich hielt den Lenker gerade, aber
trotzdem schob es mich voll nach rechts, es war kein Gegenverkehr, kam ohne
Sturz zum stehen, das Herz in der Hose, mein Puls auf 260ig.

Die anderen organisierten einen Anhaenger, die Bergziege wurde wieder nach Mark
in die Garage gebracht, zwei Tage spaeter wechselte ich dort gleich den Kettensatz
samt neuem Hinterreifen mit Elefantenschlauch, die alte Kette hielt nur
31.000km, wobei das vordere Kettenritzel schon bei km 22.000 gewechselt wurde,

Nun wurde eine staerkere 520 VM, X-Ringkette eingebaut, ich hoffe der Aufpreis
dafuer macht sich bei der Haltbarkeit positiv bemerkbar.

Glueck im Unglueck dachte ich mir, diese Teile wollte ich sowieso austauschen, der
Hinterreifen, Mitas E 07 hatte mit 14.000km seinen Dienst getan und war eh schon
sehr runtergefahren, nicht mehr Wert den Schlauch zu flicken und alten Reifen auf
zuziehen. (nicht in Neuseeland)

Ende November rueckte naeher, die Burt Munro Rallye, (world fastest Indian)
groesstes Bikertreffen in Neuseeland, in Invarcargil., ich wollte dabei sein,

ich schloss mich einigen Bikern des Timaru Ulysee Clubs an,um gemeinsam am
27.11.09 um 9 Uhr morgens die ca. 700km ueber Waimate, Kurow, Omarama,
Lindis Pass, Cromwell, Alexandra, Gore dorthin zu gelangen

Vor Lindis Pass kam starker Orkan artiger Wind aus dem Sueden, der Antarktis
auf, dieser brachte mich zum tanzen auf der Strasse wurde die Bergziege
geschuettelt wie noch nie zuvor, ich liess meine schweren Alukoffer in Timaru,das
Bike war einfach zu leicht,ab Gore etwa 70km vor Invarcargil kam starker Regen
dazu, zweimal zuvor ruschte mein Vorderrad seitlich weg, beim dritten mal war es
soweit.

Bergauf ein starker seitlicher Windstoss, schob das Vorderrad etwa 20 cm weg, ich
konnte die Bergziege nicht halten, trotz herrunter gehaltener Beine sie schlitterte
unter mir weg, mit etwa 70-80 km/h, ruschte ich ruecklings ueber dem Asphalt
bergauf, wie auf Eis.

Ich stand sofort wieder auf und wollte die Bergziege aufheben, no chance,mehrere
Stoppende PKW-Fahrer halfen mir, ich hatte nur etwas schmerzen im Knie links und
der Hand rechts, mein Regenanzug sah ziemlich zerfetzt aus.

Das Mopped startete nach einigen versuchen ohne Probleme, beide Spiegel
kaputt, die Sturzbuegel haben schlimmeres verhindert, ich wartete auf meine
Gruppe, doch niemand kam retour, ich fuhr noch etwa 10 km Richtung Invarcargil,
in Brydone denke ich,mein Knie war inzwischen sehr dick geschwollen, besser nach
Gore retour zu kehren und eine nacht ueberschlafen.

Was ist mit Knie und Hand,der regen hoert ueber nacht auch nicht auf, auch der
starke orkanartige Wind nicht, am Samstag morgen entschloss ich nach Timaru
retour zu fahren, mir war die Lust auf Bikertreffen vergangen, der Sturz sollte ein
Zeichen sein, das ich dort nicht hin solle.
Das Knie war dicker geschwollen wie am abend zuvor aber kein Schmerz im Knie
selber ,also fuhr ich am Stueck die 450km retour, Samtags abend in Timaru im
Backpacker angelangt, war das staunen gross , warum ich schon wieder retour bin.
Da fahre ich ueber 100.000 km ohne Probleme von Deutschland nach Neuseeland
und hier passieren dann innerhalb 16.000 km fast drei Unfaelle.
Die kommenden Wochen mache ich Mopped maessig nichts, halte mich nur
im                  Umfeld auf, die Arbeit lenkt mich vom geschehenen ab, die
Weihnachtszeit hier werde ich in Timaru verbringen, solange es arbeit gibt und erst
im naechsten Jahr zur Nordinsel aufbrechen.
All meinen Sponsoren wuensche ich auf diesem Wege ebenfalls alles erdenklich
Gute und hoffe auch weiterhin fuer die Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit.
Ebenfalls an den Mann im Hintergrund,ohne den es diese Seite nicht geben
wuerde, Joerg Freter ,mein kleiner,
grosser Webmaster, vielen herzlichen Dank fuer die inzwischen schon 1.945 Tagen
zusammen arbeit, bleib gesund und lass auch Du dich nicht unterkriegen
Allen Lesern, Freunden, Bekannten, Besuchern, Interessierten, Bikern und
unterwegs getroffenen anderen Reisenden wuensche ich ein schoenes
Weihnachtsfest
und alles Gute fuer das Neue Jahr 2010, bleibt vor allem gesund und haltet
eure Spiegel allzeit oben,
Euer Fred Klein 

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