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Neuseeland IV´10



Neuseeland IV

                                                                   

Meine Arbeit bei Greg,dem Builder in Timaru,habe ich nach 3 Monaten beendet,die Arbeit ging aus,alles was wir anfingen,haben wir ruckzuck beendet,ueber die Weihnachtsfeiertage wolllte er etwas  Ruhe  und Zeit mit seiner Familie verbringen.Ich habe einen guten Einblick bekommen wie man so arbeitet in Neuseeland,speziell im Baugewerbe,wir haben  Daecher gedeckt mit Wellblech Platten und Klarsichtplexiglas,Holz,-und Malerarbeiten ausgefuehrt,ebenso Schloesser und Rollen von Tueren ausgetauscht und komplette Badezimmer in Hotels erneuert,-renoviert.

Auf Standard von 2010 gebracht,vieles war noch aus den 60-70iger Jahren,Beton arbeiten wurden auch erledigt,sei es fuer ein Gartenhaus oder Garagenstellplatz,es kam aber jedesmal eine Betonpumpe,sodas wir leichtes Spiel hatten und nur wenige male mit der Schubkarre hin und herfahren mussten.Das groesste Projekt war ein Farmschuppen eindachen und Trennwaende aus Holz samt Tor einbauen.Fuer mich wurde es auch Zeit,das ich zur Nordinsel  hoch kam,war ich inzwischen schon neun Monate mit insgesamt 17.000 gefahrenen Kilometern nur auf der Suedinsel unterwegs.Richtung Norden fuhr ich ueber saemtliche Gravelsroads,Mount Olympus,Lake Coleridge und die Bank Peninsula unterhalb Christchurch,dort traf ich ein deutsches Paar mit Leihmotorraedern,XT 600 und KLR 650 aus dem Ruhrpott,wir verbrachten knapp zwei Tage zusammen.

Ich blieb an der Ostkueste,weil ich diese zuvor noch nicht gefahren bin,Kaikoura nach Blenheim,man kommt dort am Lake Grassmere vorbei,hier wird Salz gewonnen,riesige geflutete Felder mit Meereswasser,was leicht pink schimmert,waren von weitem  Sichtbar,die groesste Salzgewinnungs- anlage in Neuseeland.
Picton, die kleine Hafenstadt im Marlboroughsound,wo die Faehren zwischen beiden Inseln verkehren ,hier traf ich den langzeitreisenden Peter.
Ehemals aus Deutschland kommend,zuvor lebte er schon 15 Jahre in Neuseeland,er fuhr aehnlich mir ,allerdings von Frankreich aus, wo er die letzten Jahre lebte und arbeitete nach Neuseeland,lernte in Thailand seine  Frau  Su kennen  und  heiratete diese prompt.

Fuer Interessierte,seine Webseite lautet  www.bedda.free.fr  ,Ihr Endziel  ist erreicht, beide wollen hier sesshaft werden,viel Glueck.
Die Faehrueberfahrt  auf der Cookstreet verlief Aalglatt,war fast ohne schaukeln vollbracht,die Faehre kostete 115,-NZD,etwa 70,- Eumel nach Wellington,hier musste ich mir ein neues Zelt und Schalfsack besorgen,mein fast 5 Jahre altes Auriga von Exped war nicht mehr Wasserdicht ,alle Reissverschluesse machten auch Schwierigkeiten,der Boden war loechrig und das Aussengewebe zum zerreisen duenn,muerbe.Der Schlafsack war erst zwei  Jahre alt,aber der taegliche Gebrauch hinterlaesst seine Spuren,ausserdem musste ich einen neuen deutschen Reisepass beantragen,da der alte im Maerz 2010 auslaeuft,kosten von 150,- Eumel  kamen auf mich zu,wegen Auslandsunzustaendigkeit,allerdings habe ich gleich einen mit 48ig Seiten beantragt,vier bis sechs Wochen sollte es bis zur fertigstellung dauern.
Die nutzte ich, um schon das Umfeld von Wellington zu erkunden,Te Papa das riesige Museum nahm schon einen ganzen Tag in Anspruch,eine enorme Maori Ausstellung, die permant hier untergebracht ist,zeigte einen guten Einblick in die damalige Zeit, vor und waehrend der Europaeischen Bevoelkerungs Invasion und die Vertreibung der Urbewohner.

Viele Maori-Staemme  stellten sich aber den neuen Eroberern in den Weg und liessen sich nicht so einfach abspeisen und vertreiben,es hat schwere Kaempfte auf beiden Seiten gegeben,auch heute sind die Maoris noch reichlich vertreten,speziell auf der Nordinsel.
Das Wetter war sehr uebel,es regnete den gesamten Januar und Februar,ich habe mir ein Zimmer im Bankhaus auf einem Campingplatz fuer 16,- Nzd die Nacht genommen ,etwa 15km von Wellington entfernt in Tawa,ruhig gelegen,hier konnte ich dann taeglich,trotz regens mit dem Mopped in das naehere Umfeld fahren und vor allem in der Hauptstadt all meine Erledigungen vollziehen,
welches einige Tage in Anspruch nahm.
Alles klappte einwandfrei,nur der Kauf einer neuen Motorradregenhose erwies sich als schwer,selbst Groesse 6 XL war mir zu eng,ich bekam die Regenhose nicht ueber meine Motorradstiefel gezogen,bei einem Farmzubehoer Shop fand ich eine passende Regenhose,die allerdings obenrum zu weit ist und an den Beinen zu kurz,aber es passte nichts anderes.

Cape Paliser,Riversdale Beach,Castle Rock,alles kleine Straende an der Ostkueste,meist mit einem alten Leuchturm und Seeloewen,die zwischen den Felsen am Strand herum doesten.
An den Wochenenden ist es meist voll,da die Einheimischen,begeisterte Wassersportler sind,Kanus,Motor und Seglboote gibt es zuhauf,ebenso die Angler,Kitesurfer und Wellenreiter,bzw.Surfer.
Mir viel auf, das es hier nicht so schoene Gravelroads und Pisten gibt wie auf der Suedinsel, hier ist mehr Wald vorhanden,dem zufolge regnet es  auch mehr,was sich im weiteren Verlauf der Reise nur bestaetigte,ein wenig entaeuschend fuer mich als Motorradfahrer.
Hasting,Napier,das Eastcape von Gisborne nach Te Araora und Opotiki,verkehrsruhig und mit vielen Maorivillages,entlang der Strecke hat man vielmals die Moeglichkeit die alten Versammlungshaeuser
(Marees) vom Zaun aus zu fotografieren,Holzschnitzereien und Paua Muschel Verzierungen in diesen eingearbeitet, glaenzten oft in Regenbogenfarben.
 Rotorua eine Stadt im Bezirk der Bay of Plenty,ringsum dampfte es ueberall,selbst am rande des Sees,heisse Schwefeldaempfe stiegen auf,die gesamte Stadt roch nach faulen eiern,mal staerker und schwaecher,nirgendwo anders habe ich dies so intensiv gerochen.

Das alte Kurhaus mit renovierten blauen Badehaus und dem prachtvoll angelegten dazugehoerigem Park,luden mich gleich fuer einen laengeren Aufenthalt von mehreren Tagen ein.
 Daniel,ein deutscher Radreisender  der zuvor Australien bereist hat und nun in Neuseeland ist,wir hatten uns zuvor auf der Suedinsel  getroffen,mehr unter  www.dani77.wobistdujetzt.com  .
Wir hielten email Kontakt und haben uns fuer einen mehrtaegigen Walk um den See Waikaremoana in Kaitawa verabredet,ueber vier Tage und 54 Kilometer mit Uebernachtung auf dem Campground und Huetten,soll man um diesen auf Wanderwegen herum laufen koennen,was wir auch taten,allerdings vier Tage im Regen,der kaum abbrach und Nebel,von dem 800 Meter hohen Bluff,sah man nur Wolken und Nebel,Sichtweite 5 Meter.
Meine Stimmung war auf dem Tiefpunkt,waere Daniel nicht dabei gewesen, haette ich abgebrochen,wir liefen durch Schienbein tiefes Wasser,die letzte Etappe wurde vom DOC
(Department of Conversation) gesperrt, weil ein Erd,-Hangrutsch stattfand,nur ueber einen weiteren mehrstuendigen Umweg machbar,Daniel wollte diesen laufen,ich nicht,als das Boot mich mit den anderen Wanderern aufnahm,fragte mich der Bootsfuehrer wo mein Kollege sei,ich sagte ,der wolle bis zum bitteren Ende laufen,das waere nicht machbar,weil das Boot ihn dort nicht aufnehmen koenne,mit Boot fuhren wir ein Stueck weiter Richtung Huette,vom Wasser aus sah ich schon das Daniel am Ufer stand um ein paar Fotos zu machen,das Boot fuhr direkt auf ihn zu,der Bootsfuhrer sprach mit ihm,er holte darauf seinen Rucksack von der Huette und stieg enttaeuschend ins Boot ein.

Der Wasserspiegel des Sees ist um einen Meter gestiegen,noch nie haette es soviel Regen gegeben hiess es.Ich brauchte danach zwei Ruhetage,meine Knie taten weh,auch die Gelenke,war ich es doch nicht gewohnt mit einem 15 Kilogramm schweren Rucksack auf dem Ruecken zu laufen,somahl ich ein Zelt,Schlafsack  und Kocher  zum campen mitschleppte,konnte ich ahnen das es immer regnet?
Ueber die Gravelroad bis Murupara ging es anschliessend nach Taupo,mit Daniel wollte ich mich am Tongariro Nationalpark wiedertreffen um den viertaegigen Northern Circuit zu laufen,rund um deni hoechsten Vulkanen auf Neuseeland,aber diesmal nur bei guten Wetter,was zwei Wochen auf sich warten liess.
Ich fuhr den Forgotten Highway,der allerdings leider fast durchasphaltiert ist,von Taumarunui geht es durch bergiges Farmland mit Weiden und Wald,das Wetter war sehr schlecht,immer wieder Regen und keine Weitsicht, ich kam nach Stratford,den Mount Taranaki ,besser bekannt als Mount Eggmount konnte man nicht sehen,weil er in Wolken gehuellt war,diesen wollte ich auch noch umlaufen.
Daniel sendete mir eine email,aus der hervorging das das Wetter in vier Tagen top sein sollte,wir wuerden uns im Ort National Park treffen um den viertages Lauf um die Vulkane zu starten,ich traf einen Tag eher ein.
Am naechsten Morgen war wahrhaftig gutes Wetter, die Vulkane waren sehr gut zu sehen,wir liefen entgegen dem Uhrzeigersinn,weil ein paar Wolken aufkamen.
Diesmal schleppte ich kein Zeltzeug mit,wollte in Huetten uebernachten,war noch gezeichnet von dem Regenlauf um den See Waikaremoana,waehrend Daniel voll aufgeroedelt mit Zeltzeug lief,das ist der Unterschied zum Gelegenheitswanderer und zum Profi.

Wir hatten diesmal top Wetter,hatten auch zwei Wochen darauf gewartet um dieses abzupassen,es ging etwa 55km um den Ngauruhoe und Tongariro,aus der Ferne sah man auch immer den Ruapehu.Das erreichen der Huetten war an fuer sich kein Problem,Tagesetappen von 13-18 km standen an,am dritten Tags allerdings startete ich zu spaet,sodas ich 5 km in die falsche Richtung laufen musste um in der nahegelegenen Huette zu uebernachten,am naechsten Tag musste ich diese wieder retour gehen um dann den anstrengenden Tongairio Crossing  hoch zu laufen,loses Geroell erschwerte dies,somahl mir  tausende von Touristen von oben entgegen kamen und noch mehr loses  Geroell vor die Fuesse schoben, alle liefen den 19 Kilometer Tagestrip Tongariro Crossing.
Ueber den Roten Krater(1800m) ging ich noch den Abzweig (2 Stunden) zum Tongariro Gipfel,von dort konnte ich nun den Ngauruhoe und den dahinter liegenden Ruapehue sehen und fotomaessig festhalten,dann musste ich straks zur letzten Huette laufen, um dort kurz vor dunkelheit anzu- kommen,todmuede fiel  ich in den Schalfsack und schlief trotz Geschnarche und Schweiss fuessen Geruch friedselig aber zufrieden ein.
Grundsaetzlich lief jeder fuer sich,aber Daniel wartete immer an gefaehrlichen Stellen,wo etwas unterspuelt oder eingestuerzt war um mich zu warnen,Pausen machten wir immer zusammen,der weg war gut ausgebaut,aber oft sehr schmall ,das man eh nur hintereinander laufen konnte,jeder lief sein Tempo,ich eher langsam und sicher,Fotos wurden hunderte geschossen,immer wieder bot sich ein wunderschoenes Panorama.
Am Ende des vierten Tages ging es wieder retour nach dem Ort Natioanl Park,wo ich Gepaeck deponiert,es wurde wieder gezeltet ,zwei Tage verruht und dann weiter nach der Whanganui Riverroad,in Ohakuhne  traf ich mich 5 Tage spaeter mit Daniel zur Whanganui River Padeltour.
145 Kilometer flussabwaerts padeln,von Taumaranui bis Pipiriki,man darf dies nicht alleine machen,nur zu zweit oder in der Gruppe mit mehreren Personen,aus Sicherheitsgruenden,da es wieder regnete wie verrueckt war es egal,da wir eh im Kanu nass werden wuerden,dies zog ich vor um dann wieder bei gutem Wetter den Mount Eggmonut zu umlaufen.

Mehrmals fragte ich den Boss von  Jeti Tours ob  das Kanu fuer uns zwei  mit den 6 Faessern,wo wir unser Gepaeck wasserfest einpacken konnten auch stabil genug sei,wir haetten sicherlich ein Tiefengang und wuerden haufenweise Steine,Felsen im Wasser,-Untergrund kontaktieren,kein Problem dafuer ist das Kanu ausgelegt ,das macht nichts,jeder zahlte 225,-NZD,
jeder hat drei Tonnen zur Verfuegung um sein Krams unterzubringen,was auch klappte,dann ging es morgens um sieben Uhr los,die etwa 100 Kilometer Anfahrt zum Ablegeort nahe Taumaranui dauerte seine Zeit,weil alle anderen nur die drei Tage Tour buchten und diese eher ausgeladen wurden.
Am fruehen Nachmittag legten wir los, beide seit zig Jahren das letzte mal im Kanu gesessen,wir hatten verdammt viel Tiefgang,da merkte ich schon das das Kanu fuer uns nicht ausgelegt war,fuenf Zentimeter von der Wasserkante ,das konnte bei den etwa 260 Stromschnellen nicht gutgehen.
Natuerlich schlug das Wetter um und es regnete immer wieder,da es aber nicht kalt war und wir eh vom padeln nass waren ,war uns der Regen egal.
Wir machten uns ganz gut,ich musste nach hinten,als Ruderman,Daniel hatte es nicht so gut im Griff,brachte uns immer wieder bedrohlich nahe zu den Felsen und Baeumen,lag wohl an der ungleichen Gewichtsverteilung.
Schon am ersten Tag nach etwa  4 Stunden sah ich einen Riss im Boden an meinem Ende,der etwa 5 cm lang war,es kam Wasser hinein,was sich aber easy auschoepfen lies,die Arme und Schultern verspannten ein wenig,waren wir es beide doch nicht gewohnt in dieser Sitzposition zu padeln.
Der zweite Tag erwies sich da schon einfacher mit dem  padeln, hatten sich die Muskeln nun an den Ablauf gewoehnt,manchmal war es schwierig eine Anlegestelle zu finden,weil es keine richtige Befestigung und Aussteige Moeglichkeit auf den Felsen gab.

Oefters machten wir Pause auf einer Sand,-Steinbank,das erste mal  flutete unser Kanu in den Stromschnellen,wenn dreimal  Wasser herein schwappte dann war das Kanu voll und wir gingen unter,die Tonnen waren mit Gurten verspannt und konnten nich herausfallen,das Padel musste  jeder fuer sich selbst festhalten ,die Schoepfkelle war auch angebunden,einfach am Kanu festhalten und zusehen das man ans Ufer damit schwimmt,ueber Kopf das Wasser raus und den Rest schoepfen,der Riss war nun schon etwa 10 cm lang und  knapp 1 cm breit und es kam haufenweise Wasser rein,zuviel um es staendig auszuschoepfen.
Am dritten Tag kamen wir mit Muehe zum Campground an den auch eine Huette war,die von Rangern besetzt war,diese sendeten einen  SOS- Notruf los,es war Samstag nachmittag,das DOC Hauptcenter geschlossen.Wir brauchten ein neues Kanu,konnten mit dem jetzigen nicht mehr weiter,zuviel  Wasser kam herein,auch liessen die Ranger uns nicht mehr damit fort,weil ab hier der Fluss breiter wurde und viele Stromschnellen kommen,es geht teils durch Canyons durch wo es keine Moeglichkeit gibt um ans Land zu kommen,die Sicherheit geht vor,teilten uns die beide weiblichen ranger mit.
Ein Jetboot Fahrer gab auf den Funknotruf eine Antwort, er lebe 20km weiter flussabwaerts in einer Lodge und wuerde ein Ersatzkanu am morgigen Vormittag hochbringen,dies teilte uns einer der beiden Ranger am Abend mit,bevor ein jeder in sein Zelt kroch.
Alle anderen Touristen padelten schon am naechsten Morgen frueh los,unser Ersatzkanu kam nicht,gegen Mittag hoerten wir ein Jetboot Geraeusch von Flussabwaerts ,ich eilte runter zum Fluss und siehe da ,ein Jetboot mit einem blauen Kanu quer drauf,huhuh.
Der Fahrer legte an und sagte dies kostet 250,- NZd,ich sagte das Jeti Tour dafuer aufkommen muss,wir koennen ohne Kanu nicht weiter,er packte das loechrige Kanu quer auf sein Jetboot und fuhr retour .Wir packten alles um,nun hatten wir keine Befestigungsbaender um die Faesser zu sichern,pressten sie einander fest und nutzen meine Zeltschnuerre um diese ein wenig zu sichern,mit diesen Kanu,selbe Bauart  wie unser vorheriges,hatte wir die weiteren zwei Tage keine Probleme,trotz mehrfachen Fels,-Stein Bodenkontakt,ich vermute das Jeti  Tours aus Ohakuhne uns schon ein kaputtes Kanu mitgegeben hat,denn keiner von uns pruefte zuvor den Boden auf Loecher?

Nun gut,der Whanganuifluss und die Stromschnellen wurden immer staerker,ich denke das es so an die zehnmal war,das wir fluteten und untergingen.
Ich sass hinten und Daniel vorne in der Luft,wenn hinten mehrfach Wasser einschwappte sank ich zuerst,warnte Daniel das wir gleich untergehen,einmal verloren wir all unsere Faesse,ich schnappte mir das Kanu,mein Padel  und zog drei Faesser mit mir ans Ufer,Daniel schwamm den anderen Hinterher in der Hoffnung diese einsammeln zu koennen,was auch klappte allerdings zwei bis dreihundert meter flussabwaerts auf der gegenueberliegenden Seite.
Ich entleerte das Kanu,was sich als schwierig erwies da wir die Schoepfkelle verloren hatten,auch unser  langes Sicherungsseil,um das Kanu am Ufer zu befestigen.
Die drei Faesser band ich mit den Zeltschnuerren wieder zusammen,setzte mich rein und gab volle Mannpower um den Fluss quer zu kreuzen,was ganz gut klappte.
Daniel half noch anderen weiblichen Kanuisten ,weil an dieser Stelle einige kenterten,als wir soweit waren und alles wieder festgebunden hatten,ging es weiter,noch einige male kenterten wir,was sich als nicht so schlimm erwies,da wir das Kanu fest hielten und ans Ufer schwammen.
Der Spass war gross aber so manches mal war es mir nicht dannach,wir trugen Schwimmwesten und es war viel Holz,-Baeume und Felsen im Fluss, leicht haette sich einer mit dem Kopf aus Knocken koennen und dann waere es gefaehrlich geworden.

Es ging aber alles gut,als letztes Kanu erreichten wir Pipiriki,der Besitzer von Jeti Tours meinte nur wir sollten uns im Buero in Ohakuhne melden und 350,-Nzd zahlen.
Ich sagte nur, kein Cent wuerde ich zahlen,ihr habt uns ein zu schwaches Kanu gegeben,was unser Gewicht nicht traegt und wohl schon einen Riss vorab drin hatte,weil das andere  Kanu nichts hatte nach zwei Tagen und saemtlichen Steinkontakten am Boden.
Es wurde laut und gedroht,ich drohte zurueck,Daniel hielt  sich zurueck,wir gingen allesamt zur Polizei,diese meinte das es eine Gerichtliche Auseinandersetzung waere und der Polizei nichts angehe. Man schlichtete aber,ich zog mich zurueck,weil  ich dem Boss den Hals umgedreht haette.
Daniel regelte alles,wir einigten uns als Vergleich,jeder zahlte 75,- Nzd und die Sache war vom Tisch,das Kanu war reparabel,es ging um die Kosten fuer den Jetbootfahrer,sonst wuerde der nie wieder irgend jemanden helfen.
Fuenf Tage waren definitiv zu lang,die drei Tage Tour haette auch voellig ausgereicht dachten wir im Anschluss,es aehnelt sich eh alles.
Als naechstes verabredeten wir uns, um den Mount Eggmount,auch Mount Taranaki genannt zu umlaufen,an der Westkueste nahe New Plymonth gelegen.
Der zwei Tage Pouakai walk,ging einmal etwa 37km um den Vulkan herum,uebernachtet wurde in einer Huette,es ging entlang der Dieffenbach  Klippen,spektakulaere Blicke in die Vulkanwelt,der Fanthamspeak,mit seinen 2000 Meter Hoehe war fuer mich der hoechste Punkt.
Zu steil und viel loses Geroell zum Gipfel des Eggmount hinauf,entmutigte mich diesen zu besteigen,

wollte ich es geniessen dort hinauf zu kommen,allerdings auch nichts riskieren,weiss ich zugut, wo meine Grenzen sind und diese nicht ueberschreite.
Wieder hatten wir mit dem Wetter Glueck,auch diesmal warteten wir eine Woche darauf,kaum Wolken und kein Regen,dafuer hatte es die letzten Monate zuvor auch reichlich geregnet,es war ein kroenender Abschluss des wanderns fuer mich,nun wollte ich kuerzer treten,meine Knie und Gelenke brauchten nun eine Pause,es sollten keine Mehrtaegigen Wanderungen mehr stattfinden,nur noch Tageswalks.
Hier trennten sich unsere Wege,Daniel wollte wieder zur Suedinsel runter und ich weiter noerdlich hoch,es war fuer uns beide angenehm,diese Wanderungen nicht alleine gelaufen zu sein,trafen wir doch teils wenig andere Wanderer,auch schon aus Sicherheitsgruenden,manchmal war es ein wenig gefaehrlich wenn man schmalle, steile,steinige,weggespuelte Passagen passieren musste und wir konnten wieder in unserer Heimatsprache deutsch reden,denn so manche Woerter hat man schon vergessen,wenn man laenger auf Reise ist wie wir.
Ich blieb noch einige Tage in New Plymonth um mich von den wandern zu erholen,bin ich doch  fast 200 Kilometer in den letzten drei Wochen gelaufen,ganz abgesehen von der 150 Kilometer langen Padeltour.Von New Plymonth fuhr ich der Kueste folgend ueber die Uruti,Moku und Kiwiroad einige Pisten entlang,hier kam  ich durch etliche alte handgegrabene Tunnel aus dem 18. Jahrhundert,von den damaligen Farmern gegraben um das Vieh nicht ueber die gefaehrlichen Berge zu treiben,speziell im Winter zum Verkauf in die Staedte und zur  Kueste zu bringen,alles weiches Limestone,einfach zu bearbeiten.Die Coromandel  an der Westseite ,war meine naechste Anlaufstelle,der Hotwaterbeach,wo hunderte von Einheimischen und Touristen sich bei Nierdrigwasser Loecher in den Strand buddeln und das aufsteigende heisse Thermalwasser von dem Vulkanischen Untergrund  diese damit fuellt und sich mit dem Meerwasser vermischt.
Anschliessend legt man sich hinein um diese als Hotwaterpool zu nutzen,es waren einfach zuviel Menschenmassen hier.In Hatei,auf dem Parkplatz traf ich die deutschen Biker,mit ihren brandneuen Yamaha Tenere’s,sie hatten keine Zeit und waren extrem kurz angebunden,hatten sie nur ein Jahr Zeit fuer ihren Weltrip im schnelldurchlauf um die Welt.

In der Coromandel gibt es haufenweise,einsame Buchten,speziell  innerhalb der Woche ist wenig los,hier war ich mehrmals im eiskalten Meer baden und sonnte mich ein wenig,genoss es einfach zu relaxen und Tageswalks zu unternehmen,die komplette Kueste ist mit top ausgebauten Wanderwegen versehen und ein ideales Revier fuer Wassersportler,ich begnuegte mich allerdings nur mit sonnen und lesen,wurde es hier in der Sonne doch noch ueber 30ig Grad warm.
Da die Osterferien nicht mehr weit entfernt waren und ich vor den Touristenmassen an Cape Reinga sein wollte entschloss ich mich langsam, nach Norden auf zu machen.
Ich hatte schon seit  geraumer Zeit email Kontakt mit den Motorradreisenden,Katharinna und Thomas,Dr 400Z und Trans Alp,ebenfalls aus Deutschland,Sleswig und schon seid 2007 auf Moppedweltreise,wir wollten uns eigentlich hier treffen,da sie mit einem Mietwagen unterwegs waren und viel schneller reisten als ich,klappte es leider nicht mit einem Treffen,mehr ueber ihre Reise unter, www.globusbiker.de
Auckland durchfuhr ich auf meinem Weg,hier werde ich mich noch naeher umsehen,wenn ich mein Motorrad verschiffe ,zwei Wochen sollten ausreichen um die groesste Stadt Neuseelands zu besuchen.
Cape Reinga,der fasst  noredlichste Punkt Neuseelands,ich fuhr ueber den Ninghty Miles Beach,der allerdings nur 90km lang ist,bei  Niedriwasser,der Sand war hart wie Asphalt,easy zu befahren,am Ende geht es dann durch einen mit niedrigwasser fuehrenden Suesswasser Fluss,auf der linken Siete kommt man an etwa 90 Meter hohen Sandduenen vorbei,ich fuehlte mich ein wenig wie in Afrika zurueck versetzt.
Es war sehr beeindruckend fuer mich,wenn da nicht die vielen Touristenbusse waeren und die schreienden Sandduenen Surfer,Touris die mit brettern die Duenen hinab gleiten.

Am Ende geht es dann noch wenige Kilometer ueber eine Gravelroad zum  Cape,inzwischen komplett durch asphaltiert,das letzte 2 Kilometer Stueck, wurde im April 2010 fertiggestellt.
Retour ging es ueber die Ostkueste,das versunkene Wrack der Rainbow Worrior,ex Greenpeace Schiff liegt nahe der Matauri Bay,heute ein Taucherparadies,ebenfalls die Poor Knights,die Bay of Islands , Kerikeri,Pahia,Russell,ein Paradies fuer Wassersportler,in den Ferien sehr ueberlaufen.
Whangarei,hier traf ich wieder auf Peter und Su,sie wollen sich hier nach Arbeit umsehen und sesshaft werden,das Klima soll besser wie anderswo in Neuseeland sein.
Viele Segler aus aller Welt legen hier Zwischenstation ein,ein Grossteil bleibt haengen,viele kamen von Europa,Australien hierher oder der Karibik,die Winde wehen nur zu bestimmten Zeiten des Jahres so guenstig um diese Passage zu durchsegeln.
Ich entschloss mich, hier ebenfalls laenger zu verweilen,wollte ich nun mein erstes Buch
was ich vor Jahren schon angefangen habe zu schreiben,hier beenden.
Das verschiffen der Bergziege von Auckland nach Valparaiso in Chile,soll eh 60 Tage dauern,weil es keine direkt Frachtschiffe gibt,alles geht ueber Singapur,Hong Kong oder gar Hamburg nach Suedamerika,stelle man sich mal vor,ich packe mein Motorrad hier in eine Metallkiste und diese wird per Frachtschiff ueber Hamburg bis nach Suedamerika gebracht.
Also genug Zeit die ich zu ueberbruecken habe,hier spreche ich die Sprache und habe mich in einem Haus eingemietet,quasi WG,wo ich ein kleines Zimmer  habe und kostenlos Internet nutzen kann.
Peter und Su ,Motorradreisende sind ebenfalls hier untergebracht,ein irisches Paar,wurde nach zweimaliger Verwarnung,wegen Unsauberheit und Laerm hinausgekickt.

1o Nzd sind etwa 5,6o Euros,das Benzin kostet etwa 1,75 Nzd =1Euro,die Verschiffung der Bergziege nach Suedamerika habe ich noch nicht abgeschlossen,der Preis liegt etwa bei 700,-NZD,diese wird aber bald schon vorab verschifft.
Fuer die Bikelose Zeit habe ich mir einen alten Mitsubishi Pkw bei einer Auktion gekauft,denn hier will,-muss ich flexibel sein,es regnet viel  im Winter und ist kalt,wenn man da bei 10-15 Grad von reden kann,es ist der kalte Wind vom Sueden,der es ungemuetlich macht .
Auch will ich das Mopped  mit Pkw und geliehenem  Anhaenger  selbst nach Auckland  zum Frachthafen  bringen.
Wenn irgend jemand im Oktober oder so nach Neuseeland fliegt und einen fahrbaren Untersatz braucht,kann er meinen Mitsubishi Sigma(2.0L) guenstig haben,mit Regio, WOF und Haftpflichtversicherung,meldet euch ueber das Gaestebuch,oder  bei meinen Webmaster,Joerg kann mir eure Emails dann zukommen lassen .

Insgesamt bin ich auf der Nordinsel  in den letzten 6 Monaten 14.000 Kilometer gefahren,das Mopped,meine Bergziege hat nun fast  47.000km gelaufen, allein insgesamt 30.000km in Neuseeland,10.00km davon Gravelroads,das ist schon einmal um die Welt, Kilometermaessig.
Ein Kettensatz,2  Reifensaetze,2  Zuendkerzen,1 Plattfuss hinten,180 Liter Benzin,die mit etwa 3200,-NZD zu Buche schlugen ,habe ich durch den Mikuni- Vergaser verbrannt,die Bergziege  wurde hier fuer Suedamerika durchgescheckt,ein neues Lenkkopflager,hintere Radlager,Antriebsgummiblock,
wurden eingebaut,alle Motorfluessigkeiten ausgetauscht,Lenkerheizgriffe  sind auch
 montiert,ein Metalltransportgestell zum verschiffen, habe ich von einem Ortsansaessigen Moppedhaendler bekommen.Ich persoenlich habe mir schon fuer Suedamerika eine Gelbfieberimpfung verpassen lassen,diese kostet hier etwa 185 ,-Nzd,auch werde ich mich aerztlich,nochmals richtig durchchecken lassen,damit ich genauso fit wie die Bergziege bin und Suedamerika nichts mehr im Wege steht.
Allen das beste ,geniesst die bevorstehende Saison,haltet allzeit eure Spiegel oben,bleibt vor allem gesund,
eurer Fredontour.



 


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