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Pakistan´05

Nach etwa 6 Wochen bin ich in Pakistan etwa 6000km gefahren,ausser 2
Plattfuessen,einem geschweissten Seitenstaender,ist dem Motorrad,das jetzt
eine Laufleitung von 150000km hat und mir nichts Nennenwertes passiert
ausgeschlossen davon ein paar Umfaller die mehr oder weniger im Stand
passiert,sodas nichts passiert ist.

      

Die Strecke sah wie folgt aus,es ging von Zahedan Grenze zu Pakistan nach
Quetta,dort traf ich meinen Motorradreisekumpanen Ingo Pietschok der eine
Suedostasien Tour vorhat,sodas wir einen Teil zusammen fahren,dann suedlich
runter nach Karachi,dann noerdlich hoch am Indus entlang nach Multan,dann
Lahore und Islamabad,dann den Karakorumhighway bis zur Chinesischen Grenze
hoch und wieder zurueck nach Islamabad,vom schweren Erdbeben blieben wir
verschont,da wir weiter suedlich waren,Gott sei Dank,von dort nach Lahore
und dann rueber nach Amritsar nach Indien.

      

Vor Multan wurden wir von der Polizei aufgegriffen sodas wir uns nicht frei
bewegen konnten,unsere Zeltlager wurde aufgeloest da diese Gegend zu
gefaehrlich sei sagte man uns,ich bekam bei der naechtliches Aufbruchphase
waehrend wir der Polizei hinter herfuhren einen Platten und stuerzte
fasst,daraufhin wurde ein Pickup gestoppt das Krad darauf gehieft und dann
ging es noch etwa 50-60km in ein Polizeicamp in Multan,dort baten wir die
Zelte auf und brachen am anderen Tag mittags wieder auf nachdem ich mein
Reifen geflickt habe,dann wieder ein Polizeiwagen hinter uns,wir fanden dies
laecherlich,da wir uns hier in Pakistan nicht einmal bedroht gefuehlt
hatten,im Gegenteil,woimmer wir mit Polizei auftauchten wurden wir umlagert
und ersehnten dadurch nochmehr aufsehen,wir beschlossen und dazu den
Polizisten zu entkommen inden wir schmale Pisten reinfuhren und mit
Geschwindigkeit davon fuhren,es klappte auch sodas wir uns weiter auf
Nebenstrecken frei bewegen konnten.

   

Ueberall wo wir aufliefen ersehnten wir Aufregung,da man in manchen Doerfern
wo wir um Nachtquartier fragten im Garten vom Hospital ect. oder Privat,als
deutsche Touristen auftraten,wir waren die ersten Europaer die jemals dort
waren,deshalb wurde wir ausgefragt und bis spaet am abend von teils 20-60
Menschen umlagert,man fand dadurch fasst keine Ruhe da am anderen morgen
dieselben Leute wieder ab hellwerden vor unseren Zelten wartenten und uns
bei allem Zusahen was wir taten,man war keinen Augenblick alleine,aber wir
haben uns unter dehren Obhut sicher gefuelht,sodas nichts abhanden und
passiert ist,manche Kinder mussten von Erwachsenen zurecht gewiesen werden
da sie einfach keine Ruhe gaben,aber wenn man zu verstehen gab das man
schlafen will gingen auch die letzten.

Die Zahlreichen Moscheen sind nicht so huebsch wie die iranischen,meist
farblos neutral,aber man spuert die naehe zu Indien ,da hier auch viele
budhistische Gebetsstaetten vorhanden sind und auch die Frauen teils
unverhuellt herumlaufen,die verschiedenen Religionen mischen sich hier unter
dem  Volk.Die Temperaturen lagen unter denen von Iran so zwischen 24-36 Grad
im Sueden am Meer bei Karachi,vielfach wurden wir eingeladen,was wir oft
auch ablehnten,da uns klar war das wir im ganzen Dorf herumgereicht werden
,man gab regelrecht mit uns an,es beeindruckte die Nachbar,das ausgerechnet
ein anderer wie sie selbst uns als Touristen beherbergen durften und die
Motorraeder wren der Absolute Hit da hierzulande nur 125ccm Maschinen
laufen,600 und 1000ccm unvorstellbar fuer die Einheimischen,ein Automotor im
Motorrad sagte man immer.

   

Die Kosten incl. Benzin beliefen sich so auf etwa 5-10 Euro pro Tag,der
Sprit kostet hier ca. 80 eurocent,Pakistan hat keine eigene
Benzinherstellung,er wird in Iran eingekauft sagte man uns,deshalb der
verhaeltniss maessig hohe Preis dafuer.
Hier trafen wir auch zahlreiche andere Reisende mit Motorraedern wie
Belgier,Hollaender,Australier und immer wieder deutsche,sowie Raimund mit
seiner GS 1100 BMW der auf dem Weg nach Australien ist und sich uns
anschloss einen Teil mitzufahren,fuer uns ist es auch eine Abwechselung zu
dritt unterwegs zu sein,da das sicherheitsgefuehl groesser ist,wenn man
irgendwo einfach frei zeltet.Fuer 1 Euro bekommt man etwa 72 Rupien,das ist
hier schon sehr viel Wert,wenn man bedenkt das ein Mann etwa 5000 Rupien im
Monat verdient.

      

In Pakistan bewegt man sich auf hoehenlagen von ca. 800-2000m im
Schnitt,hier haben wir auch vereinzelt Regen gehabt,was aber bei einer
gefahren Kilometerleistung von etwa 22000 bisher nicht der Rede wert war.
Der Highlight von Pakistan war fuer mich der Karakorumhighway,mit einer
laenge von etwa 1600km ab Islamabad noerdlich hin und zurueck,steigt er von
800m bis auf 4720m,erst ab der Stadt Sost  die auf 2800m Hoehe liegt und
etwa 100km vom hoechsten Punkt entfernt ist steigt er auf diesen 100 km von
2800m auf 4720m an,es geht durch enge Schluchten soda man das ausmass der
schoenheit der Berge nicht so richtig warnehmen kann,erst oben angelangt vor
der Chinesischen Grenze kann man erahnen welche Arbeit und wie viele
Menschen ihr leben bei diesem Gemeinschaftsprojekt zwischen Pakistan und
China gelassen haben erahnen,da auf der gesamten Strecke Mahnmaeler fuer die
Toten zu erkennen sind.

         

Wir fuhren ueber das Swatvalley hoch um nicht sofort mit den Nachwirkungen
des kurz vorher passierten Erdbebens wo etwa 40000 Menschen umkamen,im
Hauptzentrum von Muzafarrarabad,Kaschmir hat es die schlimmsten
verwuestungen und Schaeden gegeben,sodas wir erst noerdlich davon ab Besham
auf dem KKH stossen wo auch weniger Verkehr war,da die ganzen Hilfsgueter
ueber den KKH transportiert wurden bis vor Ort.
Fuer mich war auf dem Rueckweg etwas mulmig im Magen da ich viele leidende
und um ihr Hab und Gut gebrachte Menschen sah,auch die hilfslosigkeit vieler
in den Augen zu sehenden Menschen tat mir im Herzen weh,sodas  mir mein
gehegter Wunsch den KKH zu fahren ein wenig abwegig erschien und ich es
nicht richtig geniessen konnte.

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