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Sikkim / Bangladesh´06

Strassenkaempfe in Jaigoan, noerdliches West-Bengalen,
wie ich von Nepal nach Sikkim gereist bin und einen Abstecher nach Jaigoan

gemacht habe um fuer einen Tag nach Bhutan ohne Visa einzureisen, erlebte

ich zum ersten mal auf der Reise hautnah Strassenkaempfe mit jugendlichen,
verfeindeten Banden und der Polizei, worum es ging konnte ich nicht
sagen, gegen Abend hoerte ich auf der Strasse vom Hotel aus das Tummulte
stattfanden, ich ging auf die Terasse wo schon viele Hotelgaeste waren, dann
konnte ich beobachten das alle Autos mit Gewalt gestoppt wurden, die Scheiben
wurden zerschlagen und mit Steinen beworfen, wer nicht bereitwillig nach
dieser Attacke umkehrte wurde von etwa 50 Jugendlichen umringt die
versuchten den Fahrer rauszuholen und das Auto mit Knueppeln bearbeiteten
und umzuschmeissen, spaeter kam die Polizei hinzu die mit Schutzschilden
versuchte dagaegen zu halten, es entstand direkt vor unseren Augen ein Kampf
mit Steinewerfern, die alles bewarfen was im Weg stand, alle Autos wurden
beschaedigt, manch ein Besitzer wollte runter und das Auto wegfahren umsomehr
wurde er beworfen, mein Mopped stand abgedeckt geschuetzt hinter einer
Planierraupe und Strommasten sodas das Krad unbeschadet davon kam, Gott sei
dank.

Alle hatten fuerchterliche Angst auf meiner Frage warum die dies tun sagte
man nur wegen der Ungleichberechtigung, was auch immer damit gemeint ist.
dies war die erste hautnahe Situation die ich erlebte in Nepal in Katmandu
und Pokhara hat man nichts mitbekommen von den Auseinandersetztungen mit
den Maoisten und dem Koenig, da Touris daraus gehalten werden.
Ich haette auch nichts dagegen unternehmen koennen wenn mein Mopped beworfen
worden waere, da hunderte von Jugendlichen Steine warfen die mich schwer
verletzt haetten.
Aber mein Schutzengel ist immer bei mir vielleicht lerne ich ihn eines Tages
kennen?
Nichts desto trotz setzte ich am anderen Tag meine Reise nach Sikkim
fort, das Permit erhaelt man fuer 15 Tage kostenlos, verlangt wurde ein
Passbild, Kopie vom Pass und indischen Visa ,es wird maximum um nochmals 15
Tage verlaengert, dann muss man 3 Monate warten bevor man wieder einreisen
kann, das Wetter war schon Tage vorher ab Nepal ausreise kalt, nebelig, die
Sonne war erst, wenn ueberhaupt gegen Mittag zu sehen, feucht, hin und wieder
Regen, diesig, in Gangtok der Hauptstadt von Sikkim blieb ich eine Woche um
auf besseres Wetter zu warten sodas ich die Sehenswuerdigkeiten zu Fuss
besuchte, als ich eine Tour zum Tsomgo Lake (3780m hoehe) machen wollte, wurde
mir untersagt dies mit eigenem Fahrzeug zu tun, nur ueber eine Agentur mit
Reisegruppe ab 4 Leute , dann erhaelt man auch die Genehmigung dafuer, da dies
alles Millitaergebiet ist und grenznah an Thibet liegt, nachdem sich das
Wetter nicht besserte entschloss ich mich gen Bangladesh suedlich in
waermere Gegend zu fahren.

Am 22.01.06 reiste ich nach Bangladesh ein ohne Probleme mit dem Zollpapier
fuer das Krad, es war ein kleiner Grenzuebergang der von Touris kaum
frequentiert wird, die Strassen waren etwa 120 km sehr schlecht und teils
nicht vorhanden, fuer 1 Eumel bekam ich 83 Taka, ich tauschte auf indischer
Seite auch Rupies zurueck, fuer 100 ind. Rup. gab es 147 Taka, der liter Sprit
kostete 50 Eurocent, 41 Taka die haelfte wie in Indien, ansonsten waren die
Preise gleich, eher etwas guenstiger wie Indien, da hier auch nicht soviel
Touris verkehren stand ich jedesmal im Mittelpunkt mit und ohne Mopped, mit
der englischen Sprache gab es Probleme da nur ein Kleinteil der Bevoelkerung
der Sprache gemaechtig ist und auch nicht alle lesen koennen.
Ich hatte wieder hinten einen Platten, der 7´te insgesamt, hinten 4, vorne 3, aber
diesmal machte es mir Problem die Decke selbst runterzuziehen, ich musste mit
dem Rad und einem angehaltenen Pickup zur naechsten Stadt um die Reparatur
durchfuehren zu lassen, mit 30 Eurocent war die sache erledigt.
Man hat aber nicht immer dies Glueck so nah bei einer Stadt zu sein mit
Reparaturservice.
Es leben hier viele Moslems, ueberall kleine Moscheen und der Muezin ruft
mehrmals am Tage zum Gebet. Die Leute sind nett aber sie packen auch alles
an, Eigentum wird nicht respektiert, lege ich Sachen aufs Mopped oder der
Erde wenn ich aufroedle, dann ist einer gleich da und sieht rein, ich mache
natuerlich das selbe und sehe in seine Tasche, hat er keine da sehe ich in
seiner Kaftantasche nach, meist ist dort etwas Geld drin zeige es allen und
stecke es wieder weg, dann lachen alle Anderen und er ist der beschaemte.
Auf diese Art und Weise schafft man sich der Bevoelkerung gegenueber etwas
Respekt, sonst ist man verloren, aber ich gebe auch eine impossante Figur
ab, man respektiert mich, da ich allen gegenueber koerperlich ueberlegen bin,
geistig sowieso, ein grossteil der Bevoelkerung ist ohne Verstand, weil so
kann man sich nicht verstellen, Indien ist aehnlich.
1 Stunde Rikscha fahren kostet 5 Taka, ca. 10 Eurocent, ich gebe aber immer
mehr, da die Wichte sich teils abstrampeln und ko sind.
Rangpur, Mahanganhar vor Bogra und Dhaka sind die Staedte auf meinem Weg, die
Sehenswuerdigkeiten bieten wie ein altes Fort, den Pink Palace, alte
Moscheen, riesige Ausgrabungshuegel mit alten Tempeln, aber nichts ist
wirklich in sehenswerten Zustand, Touris zahlen teils 150 Taka, ca. 2 Eumel
und Einheimische nur 20 Eurocent, das steht in keinem Verhaeltniss, sie

pflegen auch ihre Anlagen nicht, es wird Picknick gemacht und der Muell
landet auf der Wiese, ich spreche sie darauf an und sie sagen das machen wir
immer so, genauso das es keine öffentlichen Toiletten gibt, es wird dort
gesch****n und gep***t wo man gerade ist, Frauen habe ich dabei noch nicht
gesehen, weiss nicht was die fuer eine Technik verwenden.
In Dhaka blieb ich eine Woche weil diese Stadt fuer Touris das meiste zu
bieten hat, in Banami, einem vornehmeren Stadtteil nahe dem
Botschaftviertel, wo die Hotelpreise dementsprechend hoeher sind fand ich
fuer 15 Eumel, incl. Fruehstueck, frei Tee, und Internet ein sehr schoenes
ruhig gelegenes Hotel mit Garage, mein Mopped lasse ich vorerst nicht mehr so
an der Strasse stehen, lege schon Wert darauf das es sicher im Hof oder
Garage steht, der Schreck mit den Steinewerfern steckt mir noch in den
Gliedern.

Dhaka eine ca. 13 Millionenmetropole mit etwa 1 Millionen Illegalen ist in
der Altstadt am explodieren, Muell liegt zu hauf rum, Gestank, die aermsten der
Armen, heruntergekommene Tiere, Menschen alles versammelt sich hier der
Fluss ist biologisch tot ich unternahm eine Bootstour, die Menschen waschen
sich darin und nehmen religioese Waschungen vor, ich wuerde nicht mal meinen
kleinen Finger darein halten, der wuerde mir wahrscheinlich abfaulen.

Aber nach einer Woche Aufenthalt musste ich aus dieser riesigen, chaotischen
Stadt raus, mein Ziel sollte Jessore sein, der Sehenswuerdigkeiten wegen, nach
Cittagong und Coxbasar lies ich ab, da ich denselben Weg hin und zureuck
fahren muesste,ca. 600 km, da mir die Botschaft von Bhutan auch hier keine
Einreisemoeglichkeit mit Motorrad geschaffen hat, ging es ueber Nebenstrecken
nach Jessore, viele Fluesse mussten mit Faehre überquert werden, die
altertuemlich eben wie alles hier waren, aber doch noch
funktionieren, jedesmal ein riesen Auflauf ich mit Mopped, der erste Reisende
aus Europa hier, das muss jeder sehen, unvorstellbar man schenkte mir teils
das Ticket fuer die Faehre, 5 Taka, damit ich bloss hier mitfahre, ich war die
Sensation hoch drei.
Jessore fuer mich enttaeuschend, im Guidebook vom Lonley Planet hob man diese
Stadt hervor, da Hillory Klinton 1995 hier war, ich sah mir die gebaeude an
alles im ungepflegten nicht sehenswerten Zustand, sodas ich tagsdarauf nach
Indien aufbrach um nach Kalkutta zu fahren, die Grenzdurchlaeufe gehen teils
schnell da ich immer mit meinem Mopped direkt vor dem Immigration-office und
Custumhouse vorfahre, so habe ich es im Blick und man behandelt mich gleich
bevorzugt und ich habe Schutz vor der einheimischen Bevoelkerung,
die immer dieselben fragen stellt .."what´s your country",....
..."what´s your name".. und neuerdings auch,
...."what is the mileage from the bike".

Die wollen wissen wieviel Kilometer ich mit einem Liter fahren kann, dann kommt
meine Gegenfrage mit welcher Geschwindigkeit und dann merke ich das ein
Grossteil ein Hirn wie ein Spatz hat, aber so ist das hier in Bangladesh
mehr von mir aus dem naechsten Land Indien das ich zum dritten mal in drei
Monaten betrete.
In Bangladesh bin ich etwa 700 Kilometer in 2 Wochen gefahren, es fehlen noch
einige hundert Kilometer dann habe ich eine Gesamtfahrleistung von 30.000km
voll, das Motorrad dann insgesamt 160.000km.
Einen Namen habe ich noch nicht dafuer evtl.( BMW), bring mich weiter,Baby
mach weiter, oder....
........ ich habe Zeit werde schon einen Namen der zu mir und Ihr passt
finden.

Gruss an alle Reisenden, Fred Klein

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