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Südamerika I´2010



Südamerika I´2010
Argentinien - Chile
                                                                   




Sorry fuer die lange nicht aktualisierung meiner Reise auf dieser Webseite.Es haben sich in den letzten 2 Monaten viele Ereignisse eingestellt.

Am 4. 11. 2010 bin ich von Auckland, Neuseeland nach Santiago de Chile, Suedamerika geflogen. 10 Tage habe ich mich in dieser 6 Millionen Metropole bei sommerlichen 30 Grad aufgehalten und in Ruhe alle Sehenswuerdigkeiten angesehen.Ich wurde mit meinen geringen spanisch Kenntnissen voellig ueberrumpelt, selbst am Airport an der Tourinfo hat niemand englisch gesprochen.

Meine erste Erfahrung am ATM Geld abzuheben endete nach dreimaliger Eingabe mit nichts.Verschiedene Betraege die ich eingegeben habe, wurden nicht anerkannt, ich konnte mit meiner Maestrokarte nur maximal 50.000 Chil. PESO ABHEBEN, was etwa 80,- Eumel sind, worauf ich eine Ge- buehr bei meiner Bank in Deutschland von 5,50 Euro zahlen muss, incl. einer ATM Gebuehr bei der Bank in Chile von 2500,-Chil. Peso, was etwa  4,- Euro entspricht, ganz schoen teuer solch einen geringen Betrag abzuheben, dachte ich mir. Nach einigen Tagen Aufenthalt, fanden sich ATM’S die bis zu 300.000 Chil. Peso rausgeben.

Eine Unterkunft zu finden war easy, fuer 8900,- Chil. Peso, (640 Chil. Peso=1 Eumel), fand ich in Londres –Paris- Viertel, ein ruhiges Einzelzimmer, im Gebauede von 1880, mit Moebeln aus dem selben Jahr.

Nach zehn Tagen hatte ich alles gesehen und erlaufen was sehenswert war.In Santiago habe ich meine Frachtagentur aufgesucht, dort musste ich eine Stunde warten bis ein englisch sprechender Mitarbeiter kam. Eine Gebuehr, fuer die Bill of Lading (242.000=400,-Eumel),die zweimal um 50 % gesenkt wurde, musste ich mit 76.000 Chil. Peso zahlen, etwa 130,- Eumel.

Ich musste 16 Tage ueberbruecken bis mein Motorrad in Valparaiso, einer Hafenstadt unweit Santiago,(120km) ankommt.Mit dem Bus fuhr ich nach Valpo, wie es von den Einheimischen genannt wird, ( 5 Euro).Ich quartierte mich bei der Villa Kunbterbunt ein, eine deutsche, Martina lebt dort mit ihrem Chilenischen Ehemann.Diese sind auch dafuer bekannnt, dass sie Motorraeder und andere Fahrzeuge verschiffen und auch aus dem Zoll und Lagerhaus rausholen.Bei meiner inzwischen fuenften Verschiffung, konnte und wollte ich der Sprachschwierigkeiten wegen, den Zollkrams nicht alleine bewaeltigen und habe dieses gegen Gebuehr, von Enzo, Martinas Ehemann erledigen lassen.

Zwei Tage spaeter nach Ankunft des Frachtschiffes am 20.11.2010,habe ich mit Enzo’s Pick Up meine Bergziege vom 40km entfernten Zolllager abgeholt. Enzo selber musste etwa 2 Stunden Papierkrams erledigen, waehrend ich im Zolllager neben meiner Metalltransportkiste wartete.

DER AUSEINANDERBAU UND ZUSAMMENBAU DER BERGZIEGE DAUERTE EINIGE STUNDEN, was ich in der Villa Kunterbunt erledigte, in Ruhe und gelassen, alles ohne Zeitdruck.

Nach dem ersten Startversuch, stellte sich heraus, dass meine Touratech-Hawker-Gelbatterie ohne Leistung war.Sie wurde zweimal aufgeladen und trotzdem nichts, obwohl der Mopedshop meinte, sie waere nun Ok.
Es musste eine neue her, ein naheliegender Mopedshop hatte eine Wartungsfreie Batterie parat, 50,- Eumel musste ich berappen.Irgendwie geht mir nicht im Kopf warum meine 7 Jahre alte Gelbattierie nach dem zwei monatigen Seetransportweg auf einmal platt war!Von Martina, erfuhr ich, dass in Viedma, Argentinnien ein HU-Meeting ( Motorradreisetreffen) stattfindet.

Auch, dass ein deutscher, mit Ulrich-Gespann bald angereist kommt.Das interessierte mich als eingefleischter Hedingham R 100 GS Fahrer sehr, denn dieser wollte auch nach Viedma zum  HU-Trefffen.Also wartete ich noch einige Tage ab.Nachdem Phillip angereist war, fragte ich ihn gleich, ob er etwas dagegen hat, zusammen zu fahren, Phillip stimmte zu.Drei Tage spaeter hatte er sein Gespann bei Martina und Enzo stehen.

Am 2.12.2010 ging es fuer uns beide los, ueber den San Fransico Pass wollten wir nach Argentinien, Mendoza einreisen.Nach 170km blockierte sein SEITENWAGENRAD, die Bremse sass fest. Diese loeste sich nach kurzer Zeit und mehrmaligen betaetigen des Handbremshebels. Weitere 30km spaeter, setzte ein Zylinder aus, ich fuhr hinter Ihm und sah das beim zuegigen Ueberholvorgang schwarzer Qualm aus seinem Einzelendtopf heraus kam.Danach fing eine Einwoechige Schrauber-Grundkurslkehre fuer Phillip und selbst mich an. Denn es kamen Sachen zum Vorschein,die selbst ich mir nicht erklaeren konnte und die unbegreiflich sind und waren. Irgendwie sind wir bis Viedma, Argentinien gekommen,  nachdem fast einmal taeglich die rechte Zuendkerze durchknallte und ausgetauscht werden musste um weitere Kilometer vorwaerts zu kommen.

Auf seinem Blog, www.Mr. Churchill goes south.de,kann man mehr ueber die Sache lesen, von seinem voellig (Elektrik) umgebauten Ulrich R 100 GS Gespann.Das Hu-Meeting in Viedma, na ja, hatte mir eigentlich mehr Program darunter vorgestellt, aber es waren etwa 12 Biker aus verschiedenen Laendern vertreten und viele wollten Richtung Ushuaia, zum alljaehrlich stattfindenden Globitreffen auf der Campsite Rio Ripo runter fahren.

Phillip schaltetet ueber Oscar, dem Veranstalter des HU Meetings in Viedma Schrauberkontakte. Alles erfahrene Schrauber mit zahlreichen Bikes, nach drei Tagen war es soweit, dass wir weiter konnten, Richtung Peninnsula, Valdez, die durch ihre Tier- und Artenvielfalt bekannt ist. Es klappte auch ohne weitere Probleme, wie Phillip verhiess. Ich folgte der Kuesten Piste, weil ich nicht wieder 100 plus Kilometer ueber denselbigen Asphalt retour fahren wollte, den ich gekommen bin. Eine erste Erfahrung mit Pisten, Sand und anderen Gegebenheiten stellten sich als etwas Anspruchvoller heraus, dass Problem eines Einzelreisenden auf abgelegenen Pisten ist immer ein Risiko, falls etwas passiert. Aber es ging mal wieder gut, es war nach 100 Kilometer sehr desolat und  nur wenig frequentiert. Unwissend meinerseits, Phillip folgte mir, zog dann aber doch eine kuerzere Version vor und fuhr auf Asphalt bis zur Insel Valdez weiter. Er traf am spaeten abend ein und konnte nicht fassen, dass ich die gesamte Kuestenstrecke gefahren bin!Sein Boxergespann lief ohne Problem, also hat es doch nur an den zu grossen (180er) Hauptduesen gelegen,(jetzt sind 160er drin) zuviel Benzin im Brennraum, verrusste die Zuendkerzen und verursachte auch, dass hin und wieder eine Durchpfiff. Nun war alles im Lot, meinten wir beide.

Nach der Insel Valdez trennten sich unsere Wege, ich wollte nach Sueden zu Ushuaia, weil dort zwischen Weihnachten und Neujahr  Globetrotter ein Treffen abhalten. Zumal es die suedlichste Stadt der Welt ist und mal wohl nur einmal in seinem Leben dort auftaucht. Nach Puerto Pyramides, auf Valdez, fuhr ich nach Gaiman, wo es walische Siedlungen gibt. Dort auf dem Campingplatz bin ich wegen zwei  Pfadfinder Gruppen , die sehr geraeuschvoll und unachtsam mit Feuer und umher springende Glut umgingen, am anderen Morgen abgehauen.

Meine Bergziege machte sich prima, auf Gravel und Strasse, nur der orkanartige Wind hebte meinen Benzinverbrauch von 5 Litern= 100km auf das doppelte an. Meinen rollbaren 20 Liter Benzinsack von der australischen Firma www.Turtleback.com.au, fuellte ich aus Sicherheitsgruenden mehrfach.

Weitere zweimal blieb ich unvorhersehbar liegen, schon nach 189 km, musste ich auf Reserve schalten, unvorstellbar, sonst geschieht dies erst bei 380km, der Wind der oft von vorne und front-seitwaerts kam , blockte meinen Fahrtrieb, oft musste ich Vollgas geben um ueberhaupt 80km/h fahren zu koennen. Wurde ich langsamer, brauchte ich die gesamte Fahrbahnseite fuer mich alleine, weil der Wind mich hin-und her schob, es wurde gefaehrlich, wenn LKW kreuzten, dann kam ich mir vor, wie eine Pusteblume im Orkan. In Punta Tomba, etwa 400km suedlich der Insel Valdez, gibt es eine Manglean- Pinguin- Kolonie mit ueber einer viertel Millionen Tieren. Die groesste Kolonie ausserhalb der Antarktis.

Eintrittspreis fuer Auslaendische Touristen 70 Argt. Peso=14 Eumel,

Einheimische zahlen nur 12Argt. Peso=2,4 Eumel,

fuer mich ist das Diskrimminierung.

Selbst auf Campingplaetzen, wo ich 20 Arg. Peso zahle, brauchten Einheimische nur 15,- Argt. Peso zahlen, so war es in Indien und anderen Laendern auch. Ich bin dafuer, dass Auslaender in Deutschland auch mehr Eintrittsgeld zahlen sollen wie Einheimische.Weltweit, damit andere Bewohner, sich auch Dirkrimminiert fuehlen und diese Laender es hoffentlich aendern, mit den ungleichen EINTRITTSPREISEN,von Einheimischen und Auslaendern. Von Punta Tomba folgte ich der Kuestenpiste nach einer weiteren Seeloewen und Pinguin Kolonie, dann ging es den Highway Nr. 3 straks nach dem Nationalpark Natural Bosques Petrificados, wo es versteinerte 1500 Jahre alte Baeume zu sehen gibt,kein Eintrittsgeld wurde verlangt. Liegt er doch 50 km abseits, nur ueber einer steinigen Piste  zu erreichen, was viele davon abhaelt, diesen Nationalpark aufzusuchen. Die Landschaft aenderte sich, von flacher Pampa in bergiges Umfeld mit Vulkankegeln und verschiedenen Farbtoenen, von Ocker bis Rot. Es wurde ein 2 km RUNDWANDERWEG angelegt, an dem man direkt an bis zu  30 Meter langen und mit bis zu 3 Meter Durchmesser Steinernen Baumriesen vorbeikam. Froh diesen kleinen Abstecher gemacht zu haben, kam ich mit nur einem Sturz, am Abend erschoepft in Puerto S. Julian an.

 Was war passiert, ich zog einen 30 km langen Touristikdrive vor, den Circuit Costero, der entlang der Steilkueste folgt und wunderbares Panorama auf die Klippen und das Meer bot. In einer Kurve, schob mich der Wind von hinten an, sodass ich zuviel Schub bekam und mit 60km/h um einer Kurve geschoben wurde, wobei mein Vorderreifen, Mitas E 07 seitlich wegrutschte und ich mich sachte ,ohne Verletztung ablegte. Der erste Ausrutscher, nach bisher fast 5000 gefahrenen Kilometern in weniger wie 4 Wochen.
Am naechsten Morgen fuhr ich weiter, an den zwei Tankstellen im Ort, gab es kein Benzin. Man verwies mich auf dem Highway, nur 5 Km ausserhalb, dort gab es zwei riesen lange Autoschlangen die alle tanken wollten. Fast eine Stunde habe ich wartend verbracht um mein Tank zu fuellen. Diesmal fuellte ich auch meinen Benzinsack mit 10 Litern, was der einzige Tankwart dort nicht wollte, erst nach mehrmaligen hin-und her, mit Ruecksprache von seinem Boss, befuellte er diesen widerwillig.

Nach 315 km, kurz vor Rio Gallegos, blieb ich wieder liegen. Ich kippte die 10 Liter Reserve in den Tank, Probleme machte der starke Wind auf dem Seitenstreifen, staendig versuchte ich die Bergziege festzuhalten und den Benzinsack mit Schnorchel in dem Tank einzufuellen.Wenn LKW vorbei fuhren, gab es jedesmal einen riesen Luftleeren Raum, dann aber kurz darauf einen extremen Windsog, der mich, samt Bergziege umkippen wollte.

Es ging gut, der erste Regen ueberraschte mich bei Ankunft, eigentlich wollte ich zelten, so zog ich dann einen Backpacker vor, wo ich fuer 50 Argt. P. =etwa 10,- Eumel, ein Vierbett Zimmer bezog und mich ueber Weihnachten dort einquartierte um einige Tage zu verruhen und eine besinnliche Weihnachtsruhepause in behaglicher

Umgebung mit guten Versorgungsmoeglichkeiten einzulegen.

Am 27.12.2010 geht es weiter nach Ushuaia, wo ich die letzten Tage des alten Jahres und beginnenden neuen Jahres verbringen will.

Allen Lesern und Besuchern der Webseite wuensche ich eine schoene Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2011,

mit bester Gesundheit,



Fred Klein    

 


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