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Südamerika II´2011



Südamerika 2

Chile und Argentinien.

 

 Rio Gallegos und Ushuaia auf der Halbinsel Grande Tierra del Fuego trennen nur  800km. Erholt und gestaerkt ging es nach Weihnachten weiter runter ueber der Routa 3 nach der suedlichsten Stadt der Welt Ushuaia.
Die Faehrpassage ueber der Magellanstrasse dauerte nur 45 Minuten und verlief ruhig, ein Pistenstueck von etwa 150km war auch easy zu bewaeltigen.

Es gab Benzinprobleme und streiks, oftmals musste ich drei Tankstellen anfahren und meinen Tank zu fuellen. Der Turtle Pac, ein 20ig Liter rollbarer Benzinsack von der gleichnamigen Australischen Firma, liess ich jedesmal fuellen. Trotzdem blieb ich einmal liegen, als bei sturmartigen Wind, meine Bergziege bei Vollgas nur max. 80km/h fahren konnte und ich nach 180km auf Reserve stellen musste.

Ich stoppte an einem Haus, aber diese hatten kein Benzin, die naechste Stadt war 70km entfernt.

Also stellte ich mich an den Strassenrand mit meinem Benzinsack unterm Arm t und hielt den Daumen heraus, um per Anhalter mitgenommen zu werden, nach 45 Minuten und passieren von 30 Fahrzeugen, stoppte

Frank aus Deutschland mit seiner BMW GS 1200, wir kannten uns schon von dem HU-Meeting aus Viedma.

Er wollte Benzin fuer mich holen, ich machte den Vorschlag, das ich mich hinter einem LKW klemme und den Windschatten nutzte um spritsparend bis zur  70 km entfernten Tankstelle zu kommen. Dies klappte tatsaechlich ohne unterwegs liegen zu bleiben.

Ich Dank Dir Frank, fuer den Begleitschutz.

Am 28.12.2010 gegen abend erreichte ich Ushuaia im Regen, sofort fuhr ich dem Nationalpark Tierra del Fuego nahegelegenen Campingplatz Rio Pipo an und  stellte erstaunt fest, dass dort keine Biker mehr waren, sondern nur einige Franzosen mit Gelaendefahrzeugen.

Der Besitzer sagte, das dieses Jahr nur wenige Mopedfahrer aus aller Welt hier waren und die letzten am 26.12. abgereist seien.

Schoener Mist dachte ich, bist nun am Ende der Welt und keine weiteren Biker hier, egal trotzdem entschloss ich mich dazu, bis zum Jahresanfang 2011 dort zu campen.

Am anderen Morgen wurde ich von Ben Wright aus Australien , Brisbane geweckt, ebenfalls KLR 650 Fahrer. Ben ist in 2,5 Monaten von Los Angeles in Amerika bis hierher gefahren um hier vor Sylvester anzukommen .

Gemeinsam verbrachten wir die Abende am Lagerfeuer und tranken auch das ein und andere Glas Bier und Whiskey gemeinsam.

Ben hatte nur wenige Monate Zeit fuer diesen Trip, als ihm das Geld noch ausging, musste er seine Reise beschleuingen.

Suedamerika war teurer wie er gedacht hat, fuer mich ebenfalls, von anderen Reisenden habe ich erfahren, dass es  bis 2008 noch sehr guenstig war, aber die Rezession hat alles verteuert und die Massen an Touristen, die vorher hier waren blieben aus.

Am 31.12.2010 kamen gegen Abend noch etwa 10 weitere Biker, die es vorzogen in umliegenden Hotels und Gasthaeusern zu naechtigen, das Wetter war ab 29.12. 2010 ausgezeichnet gut, sonnig, wenig Wind und verhaeltnissmaessig warme Naechte,  kein Grund um im Hotel etc. zu naechtigen.

Gemeinsam hielten wir ein Asado( Grillabend) ab, jeder brachte etwas zum Grillen und trinken mit, eine schoene Runde in der viel geredet, geraucht und getrunken wurde.

Am fruehen Neujahresmorgen verschwanden alle wieder, Ben und ich blieben noch zwei weitere Naechte. Ich machte mich danach langsam auf dem Weg nach Norden.  Puerto Natales, El Calafate, zum Moreno Gletscher und den Nationalpark Torres del Paine, El Chaiten mit dem Fitz ROY Berg Massiv wollte ich mir trotz hohen Eintrittspreisen von teils 20 Eumel nicht entgehen lassen. Die groesste Entfernung ohne Benzinversorgung belief sich auf 380km, Benzin wird in Suedpatagonien subventioniert und kostet weniger als anderswo im Land. In  Argentinen etwa 80 Eumelcent der Liter und Chile 1 Euro.

Die legendaere Routa 40, eine Piste, teilweise schon asphaltiert im Norden des Landes Argentinienen und Chile, waehrend im Sueden ueberwiegend Gravel und steinige Abschnitte vorherrschen, aber fuer Enduros keinerlei Probleme darstellen. Der starke Wind ist hier seltener aufgetreten, waehrend auf der gesamten Routa 3, die der Ostkueste folgend gen Sueden herunter, Orkanartiger Wind herrschte im Dezember.

Die von Radfahrern  gepraegte Careterra Austral bei O’Higgins , wo Motorradfahrer nicht weiterkommen ist Schluss. Ich befuhr von den insgesamt 1200 km, 1000km. Viel Regen und schlechtes Wetter begleitete mich waehrenddessen, viele sagen das die Careterra Austral das Beste fuer Mopedfahrer ist, ein Muss.

Nicht fuer mich, genauso wie die ROUTA 40, es sind beides Pisten, die mal  weniger und mehr steinig sind, aber fuer eine gut gefederte Enduro keinerlei Probleme darstellen. Die Careterra Austral ist fast windstill, weil sie sich durch Waelder und sehr nahe an den Andenbergen zieht und der Wind  hier hinueberfegt.

Ein sehr beieindruckendes Stueck Wegstrecke, ist um den See Buenos Aires herum. Mit den Orten Chile Chico, Perito Moreni und ueber der sehr steinigen Routa 45 nach Puerto Ingeniero Ibanez zog ich vor, um nicht immer auf der regnerischen Careterra Austral zu fahren.

Dann passierte es, auf der wenig befahrenen Route 45 !

Ploetzlich hatte ich kein Antrieb mehr, liess das Motorrad ausrollen, bei etwa 90 km/h ruckte es und der Motor war aus ?

Meine Antriebskette war am Kettenschloss gerissen und wickelte sich aufgrund des hohen Tempos um das vordere Kettenritzel. Dabei riss ein Aluschutz zum Lichtmaschinengehaeuse weg. Die Kette verkeilte, bzw. frass sich in der Aluschwinge rein.

Ich hatte keine Chance die Kette selber zu loesen, mein Bordwerkzeug war nicht ausreichend um die Antriebsmutter oder Schwingenschraube zu loesen, um die Kette frei zubekommen.

Ich war schon zu leichtsinnig geworden, vertraute darauf das nie etwas passiert, nun wurde ich eines besseren belehrt. Nur 1Liter Trinkwasser mit mir und 60km von Moreto Moreni entfernt. Kein Wasserlauf, wo ich mit meinem Katadynfilter haette Trinkwasser gewinnen koennen, zudem keine Farm im Umkreis von 20km und dazu starker Wind.

Ich bereite mich langsam auf eine Nacht im Outback vor, dann kam aus dem nichts ein 4 WD von der Foresty (Forstwirtschaft) Institution herangefahren.

Durch Handzeichengab ich zu verstehen, das ich Hilfe brauche, prompt stoppte dieser auch.

Mit deren spaerlichem Werkzeug  konnten wir  die Kette auch nicht freigaengig machen, deren Entschluss stand fest. Die Bergziege nun diagonal zu dritt auf die viel zu kleine Pritsche hinaufzuwuppen.

Und mich zurueck nach Moreto Moreni zu bringen, um eine Werkstatt zu finden. Die, die 27iger Ritzelmutter loesen konnte, was sich als schwierig erwies, weil sie ein wenig festgerostet war. Mit einem Zweizangenabzieher, wurde die Kette dann von der Getriebeausgangswelle gezogen.

Ein neues Kettenschloss sowie vorderes Ritzel fuehrte ich als Ersatz mit und tauschte beides wegen Verschleiss und Verlust aus.

Am anderen Tag fuhr ich mit gemaessigten Tempo ueber die Routa 45 weiter, mein GPS zeigte mir eine kuerzere Route nach der Careterra Austral zurueck, allerdings verlief diese ins Leere. Die Grenzstation war schon seit Jahren verlassen und ausser Betrieb, sodass ich etwa 80 km retour musste um nach Puerto Ingeniero Ibanez zu kommen.

Wahnsinnige Views auf den See Buenos Aires sah ich auf dieser Strecke, auf der in den Berg geschlagenen Piste.

Zurueck auf der Careterra Austral, ging es auf Asphalt nach Coihaique, wo ich einige Tage verruhte um mich von den Strapazen der letzten Tage zu erholen.

Auf meinen Spaziergang durch Cohaique traf ich auf die Hamburger Biker www.wir-in-seudamerika.net.

Wir trafen uns abends zum Essen und redeten ueber unsere Reise, diese haben leider nur drei Monate Zeit fuer ihren Suedamerika auftritt.

Nach gemeinsamen Schrauben in einer Autowerkstatt, trennten sich nach zwei Tagen unsere Wege. Beide waren Werkzeugmassig wie eine mobile Werksattt ausgeruestet und hatten mehr Werkzeug mit wie Phillip mit seinem Zweitenwagen HU Gespann.

Ich folgte weiterhin der Careterra Austral, ueber Puerto Aisen, Poyuguapi, Chaiten und Caleta Gonzalo, ging es durch langsam langweilig werdende Landschaft, weil es sich haeuft und alles aehnlich aussieht.

Drei Tage musste ich auf der Faehre nach Hornopiren warten,

man verkaufte mir in Chaiten kein Ticket, weder nach Chiloe-, Quellon oder Castro. Immer seien die Faehren voll hiess es.

Ich zog es vor, einfach zum Faehrhafen zu fahren und auf die Faehre zu warten. Fuer Motorraeder gibt es immer Platz, wie sich schon mehrfach herausstellte.

Die Ueberfahrt war einigermassen ruhig, in Hornorpiren hat es stark geregnet sodass ich ein Hospedaje ,billiges Gasthaus  vorzog. Am naechsten Tag war ich in Puerto Montt und blieb wegen Regenwetter 5 Tage dort.

Machte mich dann auf dem Weg nach Chiloe,  eine Halbinsel die im 1800 Jahrhundert von Europaern besiedelt wurde, traumhaftes Wetter begleitete mich fuer die komplette Woche.

Von Quellon der suedlichsten Stadt, wollte ich mit der Faehre nach Chaiten herueber, wieder verkaufte man mir kein Ticket. Ich soll am 11.2. um 20Uhr am Ticketoffice sein, als ich dort ankam war es verschlossen. Ein Passsant auf der Strasse, brachte mich zu einem anderen Gebaeude und dort rief man per Telefon einen englisch sprechenden Angestellten, der mir dann mitteilte,dass die Faehre schon abgelegt hat und voll sei. Ich sagte, dass kann nicht sein, ich habe hier keine Faehre gesehen, da ich schon seit Stunden hier warte.

Man teilte mir mit, dass die Faehre etwa 5 km weiter in einem tieferen Hafenbecken  geladen wurde und gleich hierher kommt um noch 8 Stunden vor Anker zu liegen, bevor sie abfaehrt nach Chaiten. “Schoene Scheisse” sagte ich auf englisch, wohlwissend das der Angestellte mich verstand, dann  teilte ich ihm meine Erfahrungen mit all den Faehren in Chile mit.

Daraufhin telefonierte er und sagte es gibt einen Weg mich auf die wartende Faehre zu bringen. Ich muesste allerdings 10.000 Chil. Peso, etwa 17 Eumel einem Fischerboot zahlen, damit die mich herueber bringen, um dann mit dem Kran der Faehre an Bord gehievt zu warden.

Gesagt getan, alles dauerte zwei Stunden und ich war an Bord der Faehre, dort sah ich sofort die BMW 1200 GS von dem deutschen Frank, den ich auf dem HU-Meeting in Viedma kennenlernte. Der mir zuvor auch schon Benzinbegleitschutz gab.

Der Kapitaen machte Aerger, wie ich ohne Ticket auf die Faehre kaeme, nach erklaeren und einem Telefonat seinerseits, war alles klar. Ich bekam sogar eine Freifahrt und musste keine 33.500 Chil. Peso, etwa 50ig Eumel zahlen.

Eine Entschaedigung fuer all das Faehrtickettheater in den letzten Monaten, fand ich als gerechten Ausgleich, etwas Glueck muss ich ja auch mal haben.

Frank hatte ne Pulle roten mit, den wir genuesslich im Alkoholverbotenen Bereich heimlich sueppelten, prost.

In Chaiten angelangt, regnete es wieder, allerdings nur ne Kaffeetasse lang, dann zogen wir gemeinsam weiter um den leider unspektakulaeren Futaleufu Pass nach Argentinien hinueber zufahren. In Trevelin trennten sich am anderen Tag unsere Wege. Ich wollte noerdlich hoch nach El Bolson und Frank die Careterra Austral

suedlich runter.

In El Bolson nahm ich mit einem Biker Kontakt auf, der in sechszehn Jahren um die Welt fuhr und dort sechshaft geworden ist, samt Familie. Ich lass mal darueber, dass er dort eine Werkstat fuer Reisende eingerichtet hat um  Fahrzeuge fit zu machen, bzw. um kleinere Arbeiten auszufuehren, aber ohne vorherige Terminabsprache und Einladung war da nichts zu machen. Wollte eh nur ein wenig schnacken unter Langzeitreisenden mit Auslandsarbeitseinsatzen und Oelwechsel machen, was ich dann in der City bei einem Hinterhofschrauber erledigte.

Bariloche, noerdlich El Bolson, dort nahe dem LAO LAO Ressort im Nationalpark Nahuel Huapi, habe ich einige Tage gecampt, ruhig und weniger stark besucht wie die hektische Stadt mit unbegruentem Ruhestreifen fuer Passanten an der Seeflanke .

Osorno mit dem gleichnamigen und schneebedecktem Vulkan fuhr ich auf 1300m hoch und umrundente diesen ebenfalls by bike.

Valdivia, Panguinpulli, Villarica, Pucon besuchte ich ebenfalls, genauso wie ich die Route der 7 Seen in Argentinien im Umfeld von  San Martin de Los Andes, Pichi Traful, Traful, Junin de Los Andes.

Auf chilenischer Seite gibt es die Route der 7 verlorenen Seen die sich ebenfalls durch bergiges Seengebiet schlaengelt, alles auf easy zu befahrenden Pisten, -Gravelroads, bzw. Ripio wie man diese hier nennt.

Von Phillip bekam ich eine e-mail, dass er einen Crash hatte und nun einige Tage in Zapala, Argentinien sei, um dort sein HU-GESPANN zu reparieren. Da ich nur 150 Km entfernt war,entschloss ich einen Biker und Reisegefaehrten, mit dem ich zuvor schon gereist bin, nicht haengen zu lassen.
Einige Tage verbrachten wir in Zapala, das Krad wurde fahrbereit gemacht und gemeinsam beschlossen wir einige Strecken zusammen zu befahren, Temuco in Chile war eine weitere Anlaufstelle, hier lernten wir durch Zufall den alteingesessenen Biker-Eduardo kennen, der hier eine KFZ- Werkstatt betreibt und Bikern gegenueber hilfsbereit ist. Weitere kleinere Arbeiten wurden an dem Gespann ausgefuehrt.

An meiner KLR Hinterfelge zeigen sich kleine Haarrisse, die langsam weiter reissen, teils an beiden Seiten des Speichennippelloches sind Haarrisse, meine Erkundung nach Ersatz in Suedameika verlief erfolglos, auch Martina von der “VILLA Kunterbunt”  brachte keine Hilfe, alles wird aus den USA eingefuehrt und ist dementsprechend teuer.

600,- US Dollar sollte eine neue Felge kosten, dann kommt noch Transport usw, dazu.

Zuviel fuer mich, ueber ebay in Deutschland ersteigerte ich eine alte Tengai Felge aus den 90iger Jahren und fand durch Zufall auf dem Weg ueber den Pass Pehuenche, einen chilenischen Biker, der fuer zwei Wochen in Duesseldorf beruflich zu tun hat und anbot, mir diese mitzubrinegn nach Santiago de Chile.

Per Post wies ich den Versand nach Wolfgang Schiedeck, einem alten Espelkalmper BIKERKUMPEL an.

Wolfgang hat das Hinterrad zerlegt und einige Speichen, samt dem Alufelgenring nach Duesseldorf gesandt.

“Wolfgang, Dir vielen Dank fuer deine Hilfsbereitschaft, auf Dich ist immer noch verlass, obwohl wir uns schon fast 6 Jahre nicht gesehen haben”.

    

  Am 4.4.2011 soll die Felge laut Javier Iglesis in Santiago bereitstehen, nur ich werde dann noch nicht dort sein. Weil ich mit Phillip noch ein paar Pisten und abgelegene Strecke um Vulkanen fahren moechte.

Zudem haelt mich Phillip fest, weil er notoperiert werden musste aufgrund einer Blindarmentzuendung, wie sich in Mallarguee, etwa 600km suedlich Mendoza in Argentinien herausstsellte.

Nachdem wir extrem beeindruckende Landschaften durchfuhren und knapp zwei Wochen ausserhalb der Zivilisation verbrachten, rund um den Vulkan Domuyo, einige Pisten waren steil und mit Geroellfeldern bestueckt. Ich konnte oft nur an flachen Teilabschnitten stehen bleiben, um meine Kupplung zu schonen, mit der vollbeladenen Bergziege dort anzufahren haette der Kupplung geschadet, aber beide haben wir es geschafft. Nur zweimal musste ich Phillip ein wenig Anschiebehilfe bergauf bei Geroellsteucken helfen. Das Gespann hat sich wacker geschlagen, ebenso die Bergziege die kurz vor dem Limit war, bei den steilen Auffahrten und losem Untergrund.

Viele Wasserdurchfahrten brachten Abwechselung und Spass  bei der Tour, sowie das oeftere Asado und selbstverpflegen bei Lagerfeuer.

Mein seit 1999 treuer Cooleman Benzinkocher Typ 442 machte Probleme, er brennt nicht mehr. Die Benzinduese spritzt nur einmal Benzin ein und zuendet, dann brennt es ab und nichts weiter.

Phillip sein “snow peak” Benzinkocher kam fast immer zum Einsatz.

Nachdem ich in Malargue Waschbenzin, also gereinigtes Benzin im einem Farbstoffhandel gekauft habe und dieses damit versuchte brennt er wieder.

Nun fahre ich zudem immer 1Liter gereinigtes Benzin druch die Geged um zu gewaehrleisten das mein Benzinkocher funzt.

Ich schliesse das auf verunreinigtes Benzin zurueck, bzw zuviel Farbstoffe darin, die meine Duese verstopfen.

Diess  ist ein kleiner Einblick aus dem  Leben als Langzeitreisender von den letzten 4 Monaten, inzwischen bin ich hier 17.000 km gefahren. Meine Reifen und Kettensatz muss baldigst ausgetauscht werden, Ersatz liegen in Valparaiso bereit. Teile die ich schon von Neuseeland aus mitgebracht habe. Dies wird mit dem Felgenumbau ausgetauscht, sowie eine Ventilinspektion beim Kawadealer in Santiago, dann geht es weiter noerdlich Rrichtung der Atacama Wueste, wo es hoffentlich angenehmere Tagestemperaturen gibt.

 

Mein Eindruck zu den Menschen hier ist folgender, ich war in den letzten Monaten in der Haupturlaubszeit unterwegs, alles ist sehr ueberfuellt und die Eintrittspreise bei den Sehenswuerdigkeiten steigen. Auslaender zahlen grundsaetzlich mehr wie Einheimische.

Jeder ist sich selbst der naechste Leute reisen um zwei Uhr morgens auf den Campingplaetzen an , starten dann noch eine Kochsession und sind sehr laut. Ruecksicht auf den Nachbarzelten gibt es nicht.

Mehrmals habe ich mich beschwert und auch die Rezeption wachgeklopft um auf den geraeuschvollen Nachbarn hingewiesen.

Muell wir oftmals in der Gegend-, Landschaft zurueck gelassen. Asado, jeder grillt sein Essen, dementsprechend verraeuchert sind

einige Campingplaetze, der Rauch zieht ueberall hin, unangenehm, wenn man in solch eine Wolke sein Zelt stehen hat.

Die sanitaeren Anlangen, nah ja, speziell bei den staatlichen CP- Municipal, pfui Teufel. Vieles ist runtergekommen und wird nicht repariert, obwohl reichlich Einnahmen vorhanden sind.

Kinder gruendsaetzlich laut und noergelnd bekommen ihren Willen bei den Eltern  durchgesetzt.

Hunde sind teils agressiv in den groesseren Stadten und wollen Biker vom Bock holen. Ueberwiegend wird nur geklaefft, ein wenig mitgerannt und gut ist.

Die Menschen sind hilfsbereit, aber trotzdem habe ich das Gefuehl abgezockt zu warden. Frage ich nach dem Preis was es kostet, wenn ich selber Hand anlege um z.B. Oel zu wechseln,sagt man wenig und dann praesentiert man mir ne Rechnung ueber 20 Euro und ich sage, das ich doch fast alleine daran gearbeitet habe und Material mitgebracht hatte. Deshalb find ich es manchmal ueberteuert.

Mein spanisch ist schelcht, komme mit den alltaeglichen Sachen zurecht, kann aber nicht mit Leuten kommunizieren, englisch spricht hier nur die Minderheit.

Einheimische reisen auch mit ihren kleinen 125-250ccm Motorraedern umher, meist juengere Leute, die Jugend ist sehr interesseirt daran. Diejenigen, die groessere Bikes besitzen sind besser betucht und haben studiert, sprechen meist auch englisch.

Die Kosten sind in Argentinien ein wenig niedriger wie in Chile, Camping ist und bleibt die guenstigere Variante, aber die Naechte werden schon kuehl und Dunkelheit ist ab 19.30 ,Tageslicht etwa 7.30 in der Frueh vorhanden.

Ostern steht vor der Tuer und Ferien, dann ist wieder alles ueberfuellt. Ich hoffe nicht so wie im Sommer um doch noch einige ruhige Plaetze zu finden.

Allen Leser, Interessierten und Besucher meiner Webseite,

wuensche ich schoene Osterfeiertage und viel Glueck bei der Eiersuche. Die hoffentlich bei sonnigem Wetter draussen stattfinden kann, bleibt gesund und haltet allzeit die Spiegel oben,

Fred klein.

 

Info vorab,

noch in 2011 wird mein Webmaster Joerg Freter eine komplette neue Seite gestalten, die ich selber Pflegen und aktualliseiren kann.

 

Noch sind wenige verguenstigte Autorenexemplare vom Buch vorhanden.

 


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