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Tasmanien ´08



Tasmanien
                                             

Nicht mehr weit vom Suedpol entfernt , Tasmanien.

Der vorletzteTag des Monats April, (29) sollte fuer mich der Aufbruchtag nach
Tasmanien werden, nachdem ich mich von der Schule abgemeldet habe, wo ich mein
Englisch verbessern will.

Es hat sich schon winterspeck angesetzt, bei dem Aufenthalt bei meinen
Geschwistern, wenn ich jetzt nich loskomme dann gar nicht mehr, der Winter steht
bevor, was heisst das die Tagestemperaturen auf Tassi wie von den
Taswegians (Einheimischen) schon fuer” Moppedfahrer” unangesagt sind, etwa 8-15
Grad und nachts unter null bis unter 8 Grad, aber Du kommst ja aus Germany, dann
bist du sicherlich das Wetter gewoehnt und macht dir nichts aus hiess es.

Die Kawasaki KLR 650 ist gepackt, mein neues Mopped, Modell 2008 etwa 5000
Eumel,auf Testfahrt wie immer ist der aeusserliche Eindruck, das ein Europaer
unterwegs ist auf reisen, aber was soll ich dazu sagen, die Gepaekrolle ist etwa 10-
15 kg mit Campingzeug voll, das werde ich auf Tassi wohl nich mehr brauchen, weil
ich, wenn es zu kalt und feucht ist auf Backpacker umsteige, billige ueberdachte
Unterkuenfte, mit billig meine ich etwa 18-32,-Ad die Nacht, was ganz schoen ins
Geld geht.

Also werde ich dieses wie zuvor bei meiner Reise (in Asien,teilweise 1 Jahr
unbenutzt) durch die Welt fahren. Auch sind diesmal dicke warme Motorradsachen
dabei, wie die zum tagtaeglichen Einsatz kommende Windstopper Unterbekleidung
und die wasserdichten dicken Handschuhe von Reusch,die mir von Polo-Motorrad in
Duesseldorf gesponsort wurden,deren Motorradstiefel kommen erst zu einem
spaeteren Zeitpunkt zum Einsatz,da meine alten jetzt absolut aufgetragen werden.

Ebenso wird der Automatische Kettenoeler der Firma Scottoiler getestet, auch das
Helmkamerasystem der Firma Pacelog ist montiert und wird seinen Einsatz erst
richtig auf Dirt,-Gravelroads zeigen-, bewaehren muessen, was ich jetzt schon
weiss ist, das die Windstopper Unterbekleidung und Handschuhe von Polo-
Motorrad unbezahlbar sind, wegen den Temperaturen und auch der automatische
Kettenoiler der Firma Scottoiler, wenn es regnet, stelle ich die Oelung ein paar
Stufen hoeher, mit dem grossen 400ml Touringtank, bin ich bis nach Melbourne
runtergekommen, was heisst, das dieser etwa 7100km vorhaelt und er war nicht
ganz voll als ich Ihn damals auffuellte.

Ebenso das Wilbers Federbein und die Gabelfedern,ausgelegt auf mein Gewicht
und Bike,alles ist neu und muss,- wird sich erst im Einsatz als tauglich erweisen
muessen.

Von Brisbane aus startete ich die Ostkueste runter bis Melbourne wo die Faehre
Spirit of Tasmania fuer den 15.5.08 gebucht war, folgende Strecke legte ich
zurueck, es sind auf direkten Weg etwa 2000km, ich bin 3100 gefahren, hielt mich
ab Byron Bay, Hippiehochburg in Queensland stets der Kueste fern, auf dem
Gebirgszug die Great Dividing Range ,die sich von Victoria bis kurz vor Queensland
zieht, Hoehenlagen von 300 bis 1700m lagen vor mir.

Die ersten 2 Wochen bis Melbourne, sollte wettermaessig Camping noch moeglich
sein, die Bergwelt verliess ich nur um in Sydney, Canberra einige Tage
zwischenstation einzulegen, herrliche Natur,-Berg und Landschaften durchkreuzten
meinen Weg,auch merkte ich das es stets kaelter wurde, jeh tiefer suedlich ich
kam, die Temperaturen fielen weit unter 10 Grad, tagsueber liess es sich mit 20
Grad gut aushalten, in Sydeny ging es auf unter 10 runter, abends und nachts.

Ab die Snowy Mountains, suedwestlich von Canberra hatte ich das erste mal
Minusgrade um die 8 Grad,in einer Bergwandererhuette, ging es auf 3 Grad plus
runter, dank des Kaminfeuers.

Tagsueber konnte ich dank der Windstopperunterbekleidung und Handschuhen von
der Fa. polo-motorrad angenehm mit meiner Motorradbekleidung fahren, wenn
eiskalter starker Wind aufkam, zog ich mir meine Regenbekleidung ueber, die den
Wind abblockte und ich mich Pudelwarm fuehlte, nur der halboffene Helm, gab mir
das Gefuehl, das es ganz schoen kalt ist ( 5,8 Grad+).

Schliesslich in Melbourne angelangt, der Stadt in der ich im Juli 1961, das Licht der
Welt entdeckte,

fuehlte ich mich nicht heimisch, keinerlei Erinnerungen sind geblieben, mit meinem 7
ten Lebensjahr gingen meine Eltern, samt vier Kindern wieder retour nach
Deutschland.

Ich begab mich nach Kensington und Footscray, unser damaliger Wohnort, kaum
vorzustellen, das ich in dieser, fast ” Stadtmitte von Melbourne” mal als Kind gelebt
habe, unvorstellbar fuer mich,

”Back to the Roots”, aber ich bin wirklich an dem Ort angelangt wo ich vor 40ig
Jahren das erste mal zur Schule gegangen bin und diese in der zweiten Klasse
verlassen habe. Wauh, das ich das jemals noch erleben konnte, mit eigenem
Mopped all den (fast dreijaehrigen) Weg hierher, ohne Unfall, bis in Indien die
kleine Angelegenheit, mit der menschlichen Roadblocker Sache und etwa
inzwischen fast 100.000 Km, selbst gefahren.

Eine riesen Metropole, der Strassenverkehr bereitet mir keine Probleme, auch das
durch Schilder angezeigte links einordnen und halten vor Ampeln, wenn man nach
rechts abbiegen will, weltweit wohl eine einmalige Sache. Viele Einbahnstrassen
bringen etwas Ordnung in dieses Chaos, besonders wenn der Berufsverkehr
startet und endet.

Ich begab mich nach Williamstown, nicht weit von Harburg, im suedlichen
Hafenbereich, viele Orte haben hier deutsche Namen, ein Dank an die fruehen
Immigranten aus Deutschland, dort habe ich mit David Bell von Mityre im Vorfeld
schon Kontakt aufgenommen, ein Reifenhaendler, der Mitas Reifen Importiert, wo
ich vor der Ueberfahrt nach Tassi meine Reifen wechseln wollte, er gab mir einen
Nachlass, vielen Dank dafuer David, uebrigens ist er aus Suedafrika hierher
gekommen, sein Lager ist in 4 Ganton Court, Williamstown, die GPS Koordinaten
lauten, Sued 37* 51.299,Ost 144* 51.243.

Dann besuchte ich alte Freunde meiner Eltern aus den 50igern, hier genoss ich
einige geruhsame Tage, Edeltraud und Peter Braun sind 1958 von Bayern nach
Aussi ausgewandert und hier haengen geblieben, jedes zweite Jahr besuchen Sie
Deutschland, auch Euch beiden ein Dank fuer die Uebernachtungsmoeglichkeit samt
speis und trank.

Nun aber sollte der Tag meiner Ueberfahrt nach Tasmanien kommen, am 15.5.08,
abends um 20 Uhr sollte es losgehen, vorher reinigte ich per Hochdruckreiniger das
Krad, damit die Qurantaene dort keine Probleme bereitet, auch Tasmanien hat
Angst vor der Einfuhr von irgendwelchen Sporen, Samen oder sonstigen Erregern,
die dort deren Oekologiesystem durcheinander bringen koennte.

Die Ueberfahrt erwies sich als sehr, sehr ruhige schaukellose Reise, die Bassstrait
die dort uberquert wird, soll ganz schoen unruhig werden koennen sagte man mir.

Der einfache Weg hin samt Mopped im Schlafsessel, (Ocean View Liner), kostet
124,-Ad, weil nun Winterzeit ist (ab 1.5) und es einen 50ig Prozent Nachlass gab,
auf den Personenpreis, die Spirit of Tasmania 2, www.spiritoftasmania.com.au, ist
etwa 200m lang, eine riesen Faehre, dann muesste die See schon sehr unruhig
erden um diesen Koloss in Unruhe zu bringen, dachte ich mir.

Nach 10 Stunden in Devenport angelangt,im starken Regen, der jedoch aufhoerte
wenn die Fahrzeuge das Schiff verliessen, mit einer zugezogenen Wolkendecke,
nicht gerade einladend empfang mich die Qurantaene, ausser der Frage nach
Frucht, Pflanzen und sonstiger Mitnahme sah man sich das Krad genauer an, ich
durfte aber dann nach kurzer Inspektion fahren, also fuer alle die rueber wollen,
reinigt eure Fahrzeuge von offensichtlichen Dreck, Erde und sonstigen Schmutz,
das kann sonst Aerger geben auf Tasmanischer Seite.

Tasmanien, Tassi wird es liebevoll von den Einwohnern, den Taswegian
genannt,beeindruckende, riesige, wunderschoene, wilde unerschlossene Gebiete,
ein Outdoorparadies fuer alle. Die alte Vergangenheit der elenden Strafkolonien ist
laengst vergessen und kaum noch zu erkennen, die spaerlichen Ueberreste sind
hier und da zu sehen, Port Arthur ist eine davon.

Vorab schon mal, bei der Rueckfahrt gab es nur einen Sicherheitscheck nach Gas-,
Benzinflaschen, ect. auf Tassi Seite, in Melbourne selbst keine Qurantaenekontrolle
mehr.

Da ich den ganzen Tag vor mir hatte und lediglich nur bis Stanley an der Nord-
Westkueste wollte, guckte ich mir einen Weg entlang der Kueste aus und fuhr jede
Piste der Kueste entlang ab, fast alles ist asphaltiert, angezogen wie im Winter in
Germany, denn es war kalt hier, 10 Grad und ein frischer suedarktischer Wind aus
dem Sueden kam hoch, das Wetter aenderte sich und aus den Wolken wurde ein
blauer Himmel mit Sonnen durchfluteten wunderbaren Bikerwetter.

In Stanley, the Nut von Einheimischen genannt, ein schon von weitem sichtbarer
Felsen mit platter Oberflaeche,der einem Tafelberg aehnlich kommt, hier blieb ich im
einzigen Backpacker, der dem Campingplatz gehoerte gleich drei Naechte, da mir
der Eigner das Zimmer alleine fuer 12 ,-Aussiedollar die Nacht gab, er hatte etwas
Mitleid mit mir, einem Weltreisenden Biker der zur unmoeglichsten Jahreszeit im
Winter nach Tassi geht.

Das Wetter war immer sehr wechselhaft, starker Wind,der ueberwiegend von der
Westkueste kam, brachte auch immer Regen mit sich, die Westkueste hat kein
Trinkwasserproblem, waehrend die Ostkueste teils Probleme damit hat, die
Daemme sind nur zu 43 Prozent gefuellt, die hohen Berge auf der Westseite halten
die Regenwolken davon ab bis zum Osten vorzudringen.

In der Bergregion im Landesinneren,das Craddle Valley, Lake St. Clair, gab es
Schneefall im Mai und Frost bis Minus 8 Grad, die Tagestemperaturen dort lagen
dann bei unter 10 Grad und am spaeteren Nachmittag schon fast um die Null Grad,
waehrend es in den Kuestenbereichen meist tagsueber bei 8-15 Grad und Nachts
um die 5 Grad lag.

Wurde es zu kalt, was meist der Fall war, zog ich meine Regenbekleidung ueber,
sodas kein Wind und Regen mehr durch kam, so war es angenehm fuer mich mit der
Windstopper Unterbekleidung und dicken Handschuhen zu fahren und
Temperaturen um die 3-8 Grad nichts ausmachten.

Meine alten Motorradstiefel loesen sich so langsam auf, saemtliche Naehte oeffnen
sich,die Sohlen sind fast durchgelaufen und die Reisverschluesse machen auch
Probleme, sie halten hoffentlich noch bis Brisbane retour, wo ich neue liegen habe
die mir ebenfalls von polo-motorrad gesponsort wurden und auf den Einsatz fuer
die kommenden Jahre wartet.

Nun liegt Hobart vor mir, die Hauptstadt dieser Insel, wo alles nicht weit
voneinander entfernt liegt, der Mount Wellington, 1267m hoch, liegt wie ein
Beschuetzer vor dieser Stadt, der Derwent River auf der anderen Seite .

Ein Blick von der Spitze, die mit dem Fahrzeug erreichbar ist, schafft einen
unbeschreiblich schoenen Eindruck von der Umgebung, Bergwelt und Fjorde die
sich ins Land ziehen, vorausgesetzt man hat keine Wolken, ich musste es zweimal in
Angriff nehmen um dieses unvergessliche Panorama bestaunen zu koennen.

In Hobart 130.000 Einwohner, zweitaelteste und suedlichste Bundeshauptstadt,
blieb ich einige Tage(5) um mir die Cascade Brauerei, alten Gebaeude des
achtzehnten Jahrhunderts, Hafenviertel samt Salamanca Market anzuschauen.
Viele Einbahnstrassen halten etwas Ordnung in dieser Verkehrsreichen City, dann
zog es mich weiter gen Sueden, nach Southport.

Entlang des Huonrivers, Name von den hier gefundenen riesigen,uralten Weichholz
Huonpines Baeumen, folgte ich der Kuestenlinie, ich fuhr nur schmalle
Nebenstrecken, fuer 180km, brauchte ich fast 6 Stunden, viele Farmen, dieFisch,
Rinder-und Schafzucht betreiben sah ich, atemberaubende Landschaftliche
Eindruecke und eine Stille die man nur selten erfaehrt.

In der Wilderness Lodge blieb ich mehere Tage allein, machte viele Walks und
Moppedtouren ins Umfeld, bis eine 12 koepfige Reisegruppe die Stille zum
Laermhaufen machte, Zeit fuer mich weiterzuziehen. Naechste Station war die
Tasman Peninsula, Eaglehawk Neck,Port Arthur ehemalige Gefangenenstadt, am
Eaglehawk Neck war die beruechtigte Dogline, eine schmalle Enge wo scharfe
Hunde angeleint wurden und dafuer sorgten, das wenn Gefangene fliehen wollten,
diese bellten.

Sodas die Waerter aufmerksam wurden und die Fluechtenden erschiessen oder
stoppen konnten, selbst auf dem Wasser wurden Pondongs errichtet wo Hunde
plaziert wurden.

In den Backpackern hatte ich so manche Auseinandersetzung mit
Einheimischen,Aussies und Taswegian, die nachts um 2 Uhr SMS erhalten,
telefonierten oder vollgekifft, vor sich hinredeten und lachten, ich lasse mir dass
nicht gefallen, mache das Licht an und sagen denen meine Meinung, das Sie einen
Tritt in den allerwertesten (Arsch) bekommen und in der Kueche,-TV Raum schlafen
koennen.

EIn bisschen Ruecksicht auf Gegenseitigkeit is doch nicht zuviel verlangt oder liegt
es an meinem alter. Aber wenn ich schon um die 30 Aussiedollar fuer die Nacht
zahle, will ich auch etwas Ruhe haben.

Ich hatte nun genug von dem Wetter, viel Regen, sehr starker orkanartiger
eiskalter Wind reichten mir, alle reden von der Ostkueste, an der ich schon war nur
im Sueden, der Suedpol ist nicht mehr weit entfernt.

Nun ging es noerdlich, folgend der Kueste hoch, Dunalley, Nugent, Oatlands, Ross,
Champhell Town, waren einige der historischen Staedte die ich durchfuhr und einen
Stop einlegte, Sie gaben wieder, wie es etwa um 1880 gewesen sein muss. Cooles
Bay mit seiner Bilderbuchbucht, die ich im schlechten Wetter durchwanderte,
bewies,das es selbst im trockeren Osten auch viel regnet um diese Jahreszeit, es
ist halt Winterzeit auf Tassi.

St. Helens, der Regenbogenbeach, Eddystone Point Leuchtturm, Gladstone,
Bridport, George Town entlang des Tamar River Fjordes brachten mich ueber
Pisten und Asphalt nach Launceston,zweitgroesste Stadt Tassis .Die Pisten sind in
sehr gutem Zustand, easy zu befahren, alles ist schon zu perfect ausgeschildert,
eben wie auf dem Festland auch.

Strassenanordnung im Schachbrettmuster, der Hotspot, Cataract George,eine
natuerliche felsige Schlucht vom Tamar River durchzogen, einige Sehenswerte
Weinkellereien und viel altes historisches Gebaeudewerk umzu, nett um ein paar
Tage auszuruhen und zu wandern.

Nach ueber vier Wochen habe ich wieder langsam Sehnsucht nach dem Festland,
buchte hier meine Schiffspassage fuer die kommende Woche, ueber Westbury,
Deloraine, Mole Creek, Paradise, Sheffield, Railton, Latrobe und letztendlich in
Devenport der Hafenankunfts- und Abfahrtstadt der Spirit of Tasmania
angekommen, verblieb ich noch zwei Naechte, bevor ich nach 5 Wochen Tassi
verlasse. Der Mersey Bluff mit dem Leuchtturm von 1889 ist Devenports
auffaelligste Erscheinung mit wunderbarem Blick der Kueste entlang und Blick im
Hinterland auf die Craddle Mountains Range. Der Hafen nimmt eine wichtige
Stellung ein, da fast alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse von hier verschifft
werden, ansonsten is es hier eher still. Die Rueckfahrt mit der Spirit of Tasmania
war ebenfalls wie die Hinfahrt ruhig wie ein grosser See, den man bei Windstille
ueberquert.

Melbourne, noch einmal einige Tage Aufenthalt bei Edeltraud und Peter, dann
verabschiedete ich mich von meiner Geburtsstadt, David Bell, der Mityre
Reifendealer in Williamstown, sponsorte mir einen Mitas E 07 Hinterreifen, vielen
lieben Dank dafuer, David.

Meine Tagesetappen von etwa 150 km auf Tassi steigen hier auf etwa 400km pro
Tag, es ging auf direktem kurzen unbekannten Weg nach Queensland hoch,
Seymour,Albury am Murray River und Border nach New South Wales, Wagga
Wagga, Cootamundra, Young, Blayney, einige Staedte auf meinem Weg, in
Bathurst, kann man ueber die Rennstrecke Mount Paramount fahren, kostenlos
drehte ich einige Runden auf der berigen, kurvigen Strecke, allerdings im
gemaechlichen Tempo.

Der Weg nach Mushwellbrook brachte mich durch die bergige Great Dividing Range
ueber Pisten, Scone, Murrurundi, Quirindi, Tamworth, alles Staedte die auf etwa
1000m ueber dem Meerespiegel liegen, waren kalt,tagsueber mit Sonnenschein war
es OK und all meinen Klamotten an, samt Regenzeug darueber, aber sobald die
Sonne verschwand wurde es kalt, selbst in den Backpackern wo meist keine
Heizung oder Feuerstelle vorhanden war, fror ich.

Bralla, Armidale, Glen Ines, Tenterfield, in Queensland Stanthorpe, Warwick,
Ipswich, wunderschoene Bergketten ziehen sich entlang diesen Hoehenzuges
(Great Dividing Range), nach etwa 2,5 Monaten war ich wieder Retour bei meinem
Bruder Gerhard and Schwaegerin Daneen .

Welcome arbeit, da mein Bruder gerade gebaut hat, konnte ich Ihm kraeftig unter
die Arme greifen.

Etwa 8000km lagen hinter mir, dank des Scottoilers, www.scottoiler.com brauchte
ich die Kette nach 12000km nur einmal spannen, da ich kein Scottoiler Oel zum
nachfuellen in Melbourne kaufen konnte mischte ich Motorenoel mit
Kettensaegeoel, was auch funktioniert und klebrig ist. Der Mitas,
www.mityre.com.au Hinterreifen, E09, den ich fuer Tasmania aufgezogen habe
gleicht dem Conti TKC 80 sehr und hat etwa 10000km gehalten, 70ig% Asphalt und
30% Pisten.

Die Wilbers, www.wilbers.de, Gabelfedern und das hintere Federbein erwiesen sich
als sehr, sehr gut, keine durchschlaege trotz all mein Gepaeck und mir, auch auf
hoppeligen, Wellblechpisten null Problemo, damit.

Das Equipment der Firma Motorradgarage, www.motorradgarage.com.au von
Perth, Australien, der Hauptstaender, die Werkzeugdose, der Unterfahrschutz
hielten tadellos stand selbst bei oefteren Aufsetzen, Oelwechsel kann
vorgenommen werden ohne den Unterfahrschutz abzunehmen..

Die Windstopper Thermounterwaesche und Handschuhe von polo-motorrad aus
Duesseldorf, www.polo-motorrad.de waren unersetzlich bei dem schmuddeligen
,nasskaltemWetter und wirklich einmalig warm.

Das Paceloghelmkameraset, www.pacelog.com, machte keine Mucken, alles
funftioniert einwandfrei, selbst bei Regen und Kaelte null Probleme, muss nun die
Tapes nun auf den Computer bringen und DVD’s brennen.

Die NGK, www.NGKNTK.de, Iridiumzuendkerze, haelt ihren Einsatz nun 12000km
stand ohne Probleme,weder Kaelte, Benzin, Hitze zeigen negative Einwirkungen.
Die Elektrode sieht gut aus, keine Verschleisserscheinungen sind festzustellen .

Die Landkarten von reise know how, www.reise-know-how.de, haben mir wie
immer den richtigen Weg gewiesen.

Und zu guter letzt die Kawasaki KLR 650,Modell 2008, www.Kawasaki.com.au,
macht sich ausgezeichnet auf Gravel, -und Dirtroads, die handlich- und
Sparsamkeit(5 L/100km) is erstaunlich, gegenueber der BMW (7-8L/100km), der
originale 24 Litertank reicht fuer gute 450km plus aus, nur muss man bei etwa
380km, das Mopped nach links auf die Seite legen, damit von der rechten
Tankhaelfte etwa 4 Liter benzin rueberschwappen. In Sydney bin ich auf dem
Highway liegen geblieben und probierte dies, weil ich beim schuetteln hoerte das
noch reichlich Sprit drin sein muss, somit bin ich noch knapp 100 km gefahren,
480km und habe dann ca.23,8 Liter eingefuellt.

Es gab ein kleines elektrisches Problem in den Snowy Mountains, eines morgens
sprang die Kawa

nicht mehr an, meine Fehlersuche stellte fest das kein Zuendfunke vorhanden war,
die Kerze Ok, auch Benzin kam an, der Seitenstaenderschalter OK, mein Verdacht
,die Zuendspule is platt, weil tags zuvor schon Plastikgeruch auf kam, und beim
ersten starten eine extreme Fehlzuendung kam, der Motor lief kurz, dann starb er
ab und das war es, Benzinunterdruckleitung ok, nach langem hin und herwackeln
an allen Kabeln, war der Funke wieder da und kurz dannach wieder weg, wohl
zuviel Wellblech gefahren dachte ich, das Mopped lief dann irgendwann, aber ich
musste das Gas auf etwa 3000 Touren halten, konnte ich es nicht, starb der Motor
sofort ab, ich checkte nochmals die Benzinunterdruckleitung, die war aber Ok, ich
verstand die Welt nich mehr, CDI Box, Zuendspule oder einfach nur nen
Wackelman im neuen Mopped, gerade mal 6000km runter, ich verfluchte die Kawa
bis zum geht nich mehr, wuenschte meine BMW her.

In Bairnsdale ,etwa 500 km noerdlich von Melbourne an der Kueste, fand ich einen
Kawa Dealer, die letzten 2 km musste ich schieben, weil die Kawa nicht mehr
anspringen wollte, die mehrstuendige Fehlersuche ergab nichts, niemand wusste
was hier abgeht ,haetten wir noch nie gehabt, ich ebenfalls nich, dann irgendwann
nach langem Kabelwackeln sprang sie an, aber welches Kabel es war null Ahnung,
alle Stecker liess ich oeffnen und mit Kontaktspray einspruehen, dann mit Tape
versiegeln, mehrere Start-, und Fahrtest zeigten keine Probleme mehr, der Dealer
meinte wenn das nochmal passiert, solle ich in Melbourne zum Kawadealer und der
soll nen neuen Kabelbaum bestellen und komplett austauschen, der Fehler tauchte
bis heute und 6000 weiteren Kilometern nicht mehr auf, da das Krad neu ist wurde
es auf Garantie eine kostenlose Ueberpruefung und Ursachenforschung fuer mich.

Das Mopped ist oft umgefallen, sei es mit mir, weil meine Beine zu kurz waren, die
Sitzhoehe ist nun immerhin wie die meiner damaligen KTM Adventure, der Wind
schubste sie mal um und manchmal sackte der Seiten und Hauptstaender ein und
das Mopped viel um, ein aufheben viel mir immer leicht, gegenueber der BMW,
Gewichtsmaessig gibt es da kein Unterschied, nur wenn der 45 Liter BMW Tank voll
ist.

Also das fahren und verhalten auf unasphaltierten Strecken ist einfacher wie mit
der Kuh, der Benzinverbrauch geringer, das aufheben, wenn sie liegt locker, die
650 ccm reichen aus, der Motor ist offen und hat ca.45 Ps, hat genug power.

In den Bergen wenn es steil bergauf geht muss ich wie bei der BMW auch teils
runterschalten, die Inspektionsintervalle liegen bei 12000km.Die Sitzbank ist nich so
komfortabel wie bei der Kuh, habe sie haerter und breiter umgearbeitet.

Es spricht alles fuer die KLR 650 beim weiteren Verlauf meiner Weltreise, nun muss
ich mit dem Zoll und Automobilclub in Queensland sprechen wie das mit einem
Carnet de Passage aussieht und den Gebuehren, wenn das alles keine Probleme
und immense Kosten verursacht geht es mit der Kawa weiter und die Kuh wird nach
Hamburg retour verschifft, weil ich diese nicht hier lassen kann,-darf, sonst verliere
ich meine hinterlegte Caution beim ADAC.

Wenn zuviel Komplikationen auftreten, reise ich mit der Kuh weiter und komme zu
einem spaeteren Zeitpunkt der Reise auf die Kawa zurueck.

Naechste Stationen der Reise sind Neuseeland, Taiwan, Suedkorea, Japan, China,
Russland, wann kann ich selbst noch nicht sagen, vorerst versuche ich Arbeit zu
finden und mein Englisch in der Schule weiterhin zu verbessern, insgesamt bin ich in
Australien nun ueber 60.000km gereist, incl. der Reise von 1999-2000, habe alles
gesehen was sehenswert und interessant ist, auch habe ich es nach drei Jahren
endlich geschafft mal ein paar Movies von mir unter, www.youtube.com,
einzustellen unter fredontour, koennt ihr einige finden und Euch ansehen, meine
Webseite wird etwas umgestaltet, falls mein Webmaster Joerg das schafft.

Danke fuer all die lieben Geburtstagsgruesse und Glueckwuensche zum vierten
begonnenen Reisejahr, 1095 Tage bin ich nun unterwegs und habe erst 100.000km
selbst gefahren.

ich wuensche allen Bikern, Kumpels, Besuchern, Freunden, Gaesten, Goennern und
Interessierten alles Gute, habt nen schoenen Sommer, viele Reisen, Touren,
Urlaub und vor allem bleibt gesund,
Fred Klein.

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