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USA 2012



USA

USA Teil I

Agua Piedra war mein Einreise- Grenzuebergang nach USA von Mexico aus. Entgegen aller Aussagen, dass man bei Landbordercrossing keine Esta Form braucht, war es das erste wonach ich gefragt wurde. Ich sagte darauf, dass ich ein Visum habe, “ohne Esta Form keine Einreise hiess es dann”. Ich kramte meine damals schon in Neuseeland (2010) ausgefuellte Esta Form heraus und erstaunt stellten die Immigrationsbeamten fest, dass diese nur bis zum 21.7.12 gueltig ist, aber ich reise ja jetzt ein und wir haben den 26.4.12, das reicht dann ja noch und dazu noch ein gueltiges Visum was ich mir zuvor schon in Belize von dem Generalkonsulat dort habe geben lassen. Ruckzuck ging die Einreise, ohne Gepaeckkontrolle, fuer das Bike ist nichtmals eine Form fuer die voruebergehende Einfuhr und Gebrauch meiner “Frieda” von Noeten. Auch entgegen aller Infos ueber die Landeinreise in den USA ging alles viel einfacher und reibungsloser ueber die Buehne wie ich es mir im Vorfeld schon laenger in Gedanken vorgestellt habe.

Es war super heisses Wetter der Schweiss life in Stroemen nun ging es von Arizona durch New Mexico, Texas, Louisiana, Missisippi nach Alabma zu Gary, ein US Biker den ich 2010 Dezember in Argentinien auf dem HU-Motorradmeeting kennen gelernt hatte. Durch Gary’s Hilfe, er hat mir eine verunfallte Kawasaki KLR 650 mit nur 13 Meilen auf dem Tacho bei einer Motorradversteigerungsauktion gekauft, 3000,- Usd kostete diese. Meine erwaegten Reparaturkosten an “Friedas” Motor haetten um die 2000,-Usd gekostet, und dann waere es immer noch ein Motor mit ueber 100.000km gewesen.

Es lagen nun 5000km vor mir durch einsame trockene Gegend mit viel Fahren und nichts sehen. Ich war erstaunt das es doch so teuer zum Reisen in den USA ist, Benzin die Gallone kostet knapp 3,60 USd, aber die Unterkuenfte liegen um die 50,-Usd eine Person zahlt soviel wie zwei, etwas ungerecht aber es gibt nur Doppelbetten und dort koennen eben 2 Personen unterkommen. Meine Reisebedingungen aendern sich nun etwas, ich versuche nun 2-3 Tage zu Zelten am dritten Tag dann immer ein Zimmer zu finden. Backpacker und Hostal’s wie man es von Suedamerika her kennt, gibt es im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten leider nicht, zumindesten wo ich mich rumtreibe. Aber ein ueberaus grosses Angebot an allem, Lebenmittelgeschaeften wo man einfach alles bekommt. Die Mopedshop’s sind auch sehr gut bestueckt, nur in grossen Bekleidungsgroessen hapert es auch dort ein wenig.
Also schlug ich mich so durch die einzelnen Bundesstaaten und habe durchweg freundliche Menschen getroffen, an den Tankstellen muss oftmals mit Kreditkarte oder Cash vorab bezahlt werden, das gab so einige Probleme, weil meine Visakarte oftmals nicht anerkannt wurde. Es musste oft eine Postleitzahl eingegeben warden, die bei Auslaendischen Karten nicht funzen. Einmal gab mir ein Ami eine kostenlose Tankfuellung von 18,-Usd, einfach so, weil ich mich ein wenig entbruestete ueber die Tankstellen in Texas, wegen dem aufwendigen Bezahlen und das hier wohl niemand mehr wem traut etc. Er schob seine Karte in den Tankautomat rein und liess mich volltanken und verschwand in seinen BMW Sportwagen.
So etwas erfreut mich dann wieder, am Anfang ist jedes neues Land ein wenig anders, hier ist jeder Bundesstaat anders, und man lernt nie aus und wird immer wieder ueberrascht. Ich folgte eine Route die Gary schon selber gefahren ist, mit ein paar Sehenswuerdigkeiten, die mich nicht umhauten. Die USA sind eben ein nicht allzu altes Land, vieles sind nur Ruinen und kaum der Rede wert dorthin zu fahren. Vielleicht habe ich schon einfach zuviel gesehen und emfinde das dann so.

Es lag eine Lange Weite Strecke vor mir mit geregelten Verkehrssystem und Ruecksichtsnahme auf den anderen Verkehrsteilnehmer, vieles aehnelt hier an Australien. Bei Gary angelangt legten wir gleich am anderen Tag los und zerlegten die Unfallmashine in Einzelteile und tauschten alles meiner alten “Frieda” was schon 110.000km gelaufen hatte einfach gegen die Neuteile der Unfall KLR aus, sodass quasi nur mein alter Rahmen der alte geblieben ist und alles weitere Neutteile sind. Es dauerte einige Tage, zwischendurch wurde ich herumgefuehrt und bei dem Freundes und-Familienkreis bekannt gemacht. Die erste Probefahrt zur Jack Daniels Whiskey Brennerei war erfolgreich, alle Schrauben wurden nachgezogen und ein Oelwechsel samt Filterelement vorgenommen. Danach fuhren wir Tage spaeter zu einer der groessten Motorradmuseen der Welt nach dem “Barber Motorradmuseum” nahe Birmingham etwa 300 km entfernt. Es war einmalig, hatte ich noch nie soviel Kraeder aller Epochen zusammen gesehen. Die Bergziege “Frieda” war nun fuer die Grosse Weiterfahrt fertig.
Es hiess Abschied nehmen von Gary’s Familie, inzwischen sind es 10 Tage geworden die ich dort verweilte. Bei herrlichen Sonnenwetter auf das ich extra noch einen Tag gewartet hatte weil es zuvor stark regnete ging es Richtung Washington DC. Ich wollte unbedingt das “Weisse Haus” sehen, dann weiter nach New York zu der Freiheitsstatue im Hafen und die Skyline von Manhattan mit den Wolkenkratzern. Viel Fahren und wieder nicht viel dazwischen zu sehen, die Staedte mit ihren Kollosallen Gebaeuden haben mich schon sehr beeindruckt und die Weiterfahrt zu den Niagarafaellen ebenso. Hier geht viel Geld zum Uebernachten weg, dies ist mir waehrend dieser kurzen Zeit von zwei Wochen aufgefallen.
Bei den Niagarafaellen war viel los, es war kanadischer Feiertag und alle waren hier drueben hatte ich das Gefuehl. Die weltweit drittgroessten Wasserfaelle liegen zwischen den USA und Canada, in Canada wollte ich einen alten deutschen Kumpel, markus besuchen, wir kennen uns von Afrika, aus den Duennen in Tunesien, vor 10 Jahren haben wir uns zuletzt gesehen und er ist kurz danach wegen der Liebe nach Canada ausgewandert.

Aber darueber im naechsten Bericht mehr, “Frieda” laeuft wieder einwandfrei und freut sich des lebens so wie ich eben auch,

Fred Klein

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