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Vietnam IV´07


Fred Klein vom oestlichsten Ende der
Welt,........................................????????????
Vietnam,


von Ninh Binh ueber Sapa,Halong Bay nach Hanoi.
Ich mag Sie,die kleinen,geschaeftstuechtigen,teils unverschaemten( bei
Preisen) und in den Bergen sehr aengstlichen,scheuen Menschen,speziell auf
dem letzten Teil,meiner Reisei,nochmals etwa 1600
km,durch bergiges Hochland mit Hoehen bis zu 2000m.

Der Tran Som Pass bei Sapa,hoechst zu befahrener Paß Vietnams,mit
2011m,statt
der angegebenen 1900 m ,eine beeindruckende schnörkelige Strasse,die bei
guten Wetter so wie ich es erleben/-fahren durfte,einen mit grandiosen Blick
in dieses noch sehr Naturbelassene Land entschädigt.
Von Ninh Binh verabschiedete ich mich von meiner Namensschwester ,Annemarie
Klein,Sie zog es nach Halong Bay,ich wollte in die Berge um das noch gute
Wetter zu nutzen,unsere Wege sollten sich aber nochmals kreuzen in Sapa und
Hanoi,nach fast 5 gemeinsamen Reisemonaten keine leichte Verabschiedung ,ich
hoffe das wir uns nochmals auf unseren Weg treffen werden ,denn Australien
und Neuseeland ist ihr und mein Ziel,dieses in absehbarer Zeit zu
erreichen,wir sind und waren ein gutes Team.

Von Ninh Binh ging es über Hoa Binh,Highway Nr. 15 Mai Chau,Highway Nr.
6,Mai
Son,Sonla,Tuan Giang,Dien Bien Phu,Highway Nr. 279,mit einem nahegelegenen
Grenzuebergang nach Laos,der aber für Touristen leider noch nicht geoeffnet
ist.( Stand 11-2006).
Muong Lay,Highway Nr. 12,Paso,Highway Nr.4B,
SaPa,Lao Cai,Bac Ha,Highway Nr. 4E,Coc Pai,Viet Quang,Highway Nr. 2,Ha
Giang,Tam Son,Highway Nr.4C,Dong Van,Meo Vac,Bao Lac,Highway Nr. 34,Tuyen
Quang,Highway Nr. 2,Thai Nguyen,Highway Nr. 3,Hanoi,Halong City,Highway Nr.
18,Cat Ba Insel,Hai Phoung,Highway Nr. 5, alles kleine und größere Städte
mit Flair und vielen Minority People die noch in Ihren alten Trachten und bunten
Kleidern ein Lichtblick fuer mich waren, um zahllose Fotos zu machen und
mich mit Ihnen zu verständigen ,anhand Händen und Füssen ,wir lachten viel
zusammen und so hinterließ ich einen freundlichen Eindruck,eines Ausländers,
in Ihren Augen,das nicht alle Menschen schlecht sind.

Sie sind arg gebeutelt und in den Kriegen mit den Franzosen und Amerikanern
sehr verletzt worden .
Mit meinem kleinen blauen Wunder bin ich insgesamt 5480 Km vom 1.10. bis
31.12.2006 gefahren,mit dem Fahrrad 1000Km geradelt,von Mitte Juli bis
Anfang Oktober.600 Km per Bus gefahren,3000Km mit dem Flieger geflogen ,zuletzt von Hanoi nach Saigon mit Pacific Airlines für 50 Eumel geflogen und zu guter letzt etwa 500 Km mit dem Boot geschippert auf dem Mekong und einigen
Nebenflüssen.

Vietnam habe ich so intensiv bereist wie kein anderes Land zuvor bei meinen
Reisen,das inzwischen 18te Land meiner Reise,hat tiefe
Eindrücke in mir hinterlassen,die ich ein lebenlang nicht vergessen
werde,meine Bonus 125ccm,habe ich in Hanoi für etwa 80 Eumel verkauft,ein
Dank an die Taiwanesen,solche kleinen zuverlässigen,sparsamen
"Moppeds"gebaut zu haben.

Die Bergregion im Nordwesten und Osten von Vietnam,war im November und
Dezember winterlich kalt,ich musste mich mit dicken Klamotten,Jacke und
Fleecepullover und festem Schuhwerk eindecken,tagsüber herrschten
Temperaturen ab 11 Uhr von 15-20 Grad,aber sobald die alltäglich scheinende
Sonne unterging viel die Temperatur auf kalte 0-5 Grad herab,speziell und
nur in Sa Pa ,gab es an manchen Tagen nur Nebel mit Sichtweite 5 Meter.
Aufs ganze bei meiner bisher 18 monatigen Reise und dem 18ten bereisten Land
gesehen habe ich mich ueberwiegend bei sommerlichen Temperaturen
bewegt,abgesehen von dem Winter in Nordindien,Sikkim und in
Sapa,NW-Vietnam,wo ich mich etwa 4 Wochen insgesamt aufhielt.
Meine Ausgaben per Monat liegen etwa bei 350 Eumel,ob mit Fahrrad oder
"Mopped",hier in Nordost-Asien,lebt man guenstig,weshalb sich hier auch
viele Aussteiger aus Europa niedergelassen haben,sei es,um Ihre Rente zu ge-niessen oder Kneipen und Gasthäuser eröffnet haben.

Wenn die Schule aus ist, strömen die Schüler mit ihren Fahrrädern auf die
Strassen,gegen 11.30 und um 17 Uhr ,Chaos pur, da sie ständig zu viert oder
fünft nebeneinander radeln und die Fahrbahn blockieren,es entstehen
gefährliche Situationen,ich versuche diese Zeiten im Cafe zu sitzen,ständig
umringt man mich dann und stellt neugierige Fragen.
Die ich nicht immer beantwortete,ständig die selben,woher ,wohin,gemietet
oder gekauft und dann, wenn gekauft,wie teuer,wenn ich Gegenfrage,meist
keine Antwort,weil die paar Brocken Englisch einstudiert sind,zu mehr reicht es
nicht.

Ende November ist die Rüben,Zuckerrohr,Mais und Tabakblatt Ernte,die Felder
sind voll mit Bauern/Menschen und Ihren alterstümlichen Maschinen aus dem
vorigen Jahrhundert,fast alles liegt dann auf der Straße zum trocknen
aus,wegen dem aufgeheizten Asphalt von der Sonne.
In Vietnam leben etwa 54 Minderheiten ,Minority People,H'mong,Dzao
Mountagnards ect.,zurück gezogen in ihren Villages,viele haben noch nie
einen
weißhäutigen bzw. Touristen gesehen,Kinder laufen weg, wenn ich zum stehen
komme,Nyugen Thai,etwa 120 Km nordöstlich von Hanoi,ist das größte Museum um
eine Einsicht/Einblick in diese Welt der Minderheiten nach zu vollziehen,ein
Besuch lohnt sich wirklich.
Die Kaffee Ernte bringt den Einheimischen etwa 1400 Us Dollar für 1000 Kg
Kaffeebohnen,so wenig frei wildlebende Tiere wie in Vietnam habe ich noch
nie erlebt,die Minderheiten haben die Erlaubnis alles zu Ihrem überleben zu
jagen,selbst Raubvögel werden erlegt und eben alles was Ihnen nicht schnell
genug entweichen kann,Schlangen werden grundsätzlich sofort bei erspähen
gekillt und liegen gelassen.

Dien Bien Phu nahe der Grenze zu Laos im äußersten Nordwesten Vietnams ,ist
ein Geschichtsträchtiger Kriegsschauplatz gewesen,die Franzosen
kapitullierten hier,der A1 Hill,Bunker,Artilleriestellungen,Panzer und ein
Museum mit grossem Friedhof befinden sich im Centrum der City.
Meine Strecken verlaufen meist auf Asphalt,vieles wird nach der Regenzeit
erneuert, was bei den Wassermassen mit weggespült wurde,manche Strassen
enden auch in üble Pisten,ich musste oft umkehren,weil ich Gefahr lief,das mein
blaues Wunder diese hoppelei nicht durchsteht und auseinander bricht.
Vietnam ein Land im Umbruch,kann ich jedem empfehlen,ich denke das in etwa
10 Jahren sich einiges ändern wird,Touristenmassen werden einströmen und das
momentane Flair verliert seines Gleichen.

Meine nächsten Pläne sehen vor, daß ich retour nach Kambodscha gehe und
meine BMW wieder sattle um damit nach Thailand,Myramar(Burma) zu
reisen,samt meinem Fahrrad was ich aus Saigon mitbringen werde, außerdem
liegt ein kleines Päckchen für mich in Phnom Penh bereit ,was mir Reini,ein
deutscher aus Dresden,der hier "Moppedtouren" anbietet und für eine deutsche
Firma namens www.overcross.com auch ausführt, als kundiger Guide.
Vielen Dank für dieses nachträgliche Weihnachtsgeschenk Mitbringsel,was
meine Freunde in Deutschland,Wolfgang Schiedeck,Va-Peter und Peter Tenigkeit für
mich besorgt hatten und Reini Trippmacher ,der es nach Kambodscha
mitbrachte,ebenfalls möchte ich Friedhelm danken,ein Biker in Phnom Penh,wo
meine BMW sicher stand,für die Zeit meines Vietnam Aufenthaltes.

In den letzten Tagen erhielt ich eine schlechte Nachricht,
was die Gesundheit
meines Freundes Va-Peter betrifft,
ich wünsche Dir eine Gute Genesung,
daß Du schnell auf die Beine kommst und wenn ich retour bin,
wir wieder mal eine schöne Tour machen können,
so wie in alten Zeiten über Stock und Stein.

Im nächsten Land Kambodscha wieder mit der BMW R 100GS unterwegs,
unter Specials,gibt es für interessierte,
ein Buchhinweis, meines Freundes Peter Tennigkeit,
über seine" Moppedreise" zur Mongolai mit einer BMW R 1100 GS .

Gregruesst sind alle Interessierten,-Biker und Reisewilligen,egal womit
und bleibt gesund,

Fred Klein.

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